Nach dem Anschlag auf eine Synagoge im US-Bundesstaat Michigan sind neue Details über den mutmaßlichen Täter bekannt geworden. Nach Angaben der israelischen Streitkräfte (IDF) soll der Bruder des Angreifers ein Kommandeur der Hisbollah gewesen sein, der vor wenigen Tagen bei einem israelischen Luftangriff im Libanon getötet wurde.
Der mutmaßliche Täter, ein 41-jähriger eingebürgerter US-Bürger libanesischer Herkunft, soll am Donnerstag versucht haben, mit einem Auto voller Sprengstoff in die Synagoge Temple Israel zu fahren. Während des Vorfalls kam es zu einem Schusswechsel mit der Polizei.
Nach Angaben des FBI starb der Angreifer schließlich an einer selbst zugefügten Schussverletzung. In seinem Fahrzeug fanden Ermittler große Mengen Feuerwerkskörper sowie mehrere Behälter mit brennbarer Flüssigkeit, die während des Angriffs Feuer fingen.
Das israelische Militär erklärte, dass der Bruder des Angreifers Mitglied der Hisbollah gewesen sei. Er habe in der sogenannten Badr-Einheit der Organisation gearbeitet und Waffenoperationen geleitet. Diese Einheit sei dafür verantwortlich gewesen, während des Krieges Hunderte Raketen auf israelische Zivilisten abzufeuern.
Laut IDF wurde er in der vergangenen Woche bei einem Luftangriff der israelischen Luftwaffe auf eine militärische Einrichtung der Hisbollah im Libanon getötet. Berichten zufolge sollen auch weitere Familienmitglieder des Angreifers bei einem israelischen Angriff im März ums Leben gekommen sein.
Die BBC konnte die Identität des Bruders bislang nicht unabhängig bestätigen. US-Behörden äußerten sich zunächst nicht zu diesen Angaben.
Die Polizei hat bislang kein klares Motiv für den Angriff festgestellt. Der Bürgermeister der Stadt erklärte jedoch, der Täter habe in jüngster Zeit schwere persönliche Verluste im Ausland erlitten. Dies sei jedoch keine Rechtfertigung für die Tat.
Der Angriff führte zu einem Brand und einer starken Rauchentwicklung auf dem Gelände der Synagoge. Ein Sicherheitsmitarbeiter wurde verletzt, befindet sich aber auf dem Weg der Besserung. Zudem mussten rund 30 Einsatzkräfte wegen Rauchvergiftung medizinisch behandelt werden.
Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich keine Kinder oder Mitarbeitende der angeschlossenen Schule in unmittelbarer Gefahr.
Das FBI untersucht den Vorfall derzeit als gezielten Gewaltakt gegen die jüdische Gemeinschaft.
Die Gouverneurin des Bundesstaates Michigan warnte nach dem Angriff vor einem Anstieg antisemitischer Vorfälle. Antisemitismus befinde sich derzeit auf einem historisch hohen Niveau, erklärte sie und rief dazu auf, die öffentliche Rhetorik zu mäßigen und keine Feindbilder gegen jüdische Gemeinden zu schüren.
Die Ermittlungen zu möglichen Hintergründen und Verbindungen des Täters dauern weiterhin an.
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