Ein kürzlich veröffentlichter Bericht der USA TODAY beleuchtet erneut die Umstände des Mordes an Tupac Shakur im Jahr 1996. Neue Gerichtsdokumente und Aussagen deuten auf eine mögliche Beteiligung von Musikmogul Sean „Diddy“ Combs hin – Vorwürfe, die Combs weiterhin entschieden zurückweist.
Im Mittelpunkt steht Duane Keith „Keffe D“ Davis, ein früheres Mitglied der Crips-Gang, der 2023 wegen Shakurs Ermordung angeklagt wurde. In Interviews mit den Behörden gab Davis an, Combs habe ein Kopfgeld in Höhe von einer Million Dollar auf Tupac Shakur und den Death-Row-Records-Chef Suge Knight ausgesetzt. Laut Davis soll Combs ihn 1995 in Los Angeles persönlich darum gebeten haben.
Die Vorwürfe gegen Combs beruhen unter anderem auf Aussagen aus Davis‘ Buch „Compton Street Legend“, Interviews mit Strafverfolgungsbehörden und einer Reihe von Zivilklagen, darunter von früheren Mitarbeitern und weiteren Klägern, die Combs mit schwerwiegenden Vorwürfen konfrontieren – von Mordaufträgen bis hin zu sexuellen Übergriffen. Combs’ Anwälte bezeichnen die Behauptungen als haltlos und motiviert durch finanzielle Interessen.
Der Mord an Tupac Shakur und der kurz darauf erfolgte Mord an Christopher Wallace (The Notorious B.I.G.) gelten als traurige Höhepunkte der Ostküsten-Westküsten-Rivalität im Hip-Hop der 1990er-Jahre. Beide Fälle blieben über Jahrzehnte unaufgeklärt. Während Davis in Shakurs Fall vor Gericht steht, wurde im Fall Wallace nie jemand offiziell angeklagt.
Combs ist derzeit auch in mehrere Zivilklagen und ein separates Strafverfahren involviert, in dem ihm unter anderem Menschenhandel vorgeworfen wurde. Er wurde kürzlich von einigen Anklagepunkten freigesprochen, eine Verurteilung in zwei Punkten steht jedoch. Seine Verurteilung wird für Oktober erwartet.
Kommentar hinterlassen