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Anklage nach tödlichem Flixbus-Unfall auf der A9 bei Schkeuditz

SLPix (CC0), Pixabay
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Mehr als ein Jahr nach dem tragischen Flixbus-Unfall auf der A9 nahe Schkeuditz hat die Staatsanwaltschaft Leipzig nun Anklage gegen den Fahrer erhoben. Dem Mann wird fahrlässige Tötung in vier Fällen sowie fahrlässige Körperverletzung gegenüber zahlreichen weiteren Fahrgästen zur Last gelegt.

Der Unfall im März 2024

Am 27. März 2024 war ein Flixbus, der auf der Strecke von Berlin nach Zürich unterwegs war, auf Höhe von Schkeuditz nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Das Fahrzeug kippte auf die Seite und blieb quer zur Fahrbahn liegen.

  • Vier Frauen verloren ihr Leben.

  • Mehr als 40 Passagiere wurden verletzt, einige davon schwer.

  • Rettungskräfte waren stundenlang im Großeinsatz.

Das Unglück sorgte bundesweit für Entsetzen und rückte die Diskussion um Sicherheit im Fernbusverkehr erneut in den Fokus.

Ermittlungsergebnisse

Die Ermittler hatten nach dem Unfall sowohl das Fahrzeug als auch mögliche äußere Einflüsse untersucht. Ergebnis:

  • Ein technischer Defekt konnte ausgeschlossen werden.

  • Laut Anklage war der Fahrer selbst für das Abkommen von der Fahrbahn verantwortlich.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft habe er gegen die Sorgfaltspflichten eines Fahrzeugführers verstoßen und damit den Tod und die Verletzungen der Fahrgäste fahrlässig verursacht.

Rechtliche Folgen für den Fahrer

Mit der Anklage wird nun ein Gerichtsverfahren vorbereitet. Sollte der Fahrer schuldig gesprochen werden, drohen ihm mehrere Jahre Freiheitsstrafe. Zusätzlich steht die Frage der zivilrechtlichen Haftung im Raum: Opfer und Hinterbliebene könnten Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüche geltend machen.

Fernbus-Sicherheit im Fokus

Das Unglück war eines der schwersten im deutschen Fernbusverkehr in den vergangenen Jahren. Es lenkte die Aufmerksamkeit auf:

  • die Arbeits- und Ruhezeiten von Busfahrern,

  • die Verkehrssicherheit von Langstreckenbussen,

  • sowie die Frage, ob die Kontrollen und Sicherheitsvorgaben ausreichen.

Fernbusse gelten zwar statistisch als sicheres Verkehrsmittel, doch tragische Ereignisse wie dieses zeigen, dass menschliches Fehlverhalten gravierende Folgen haben kann.

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