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Anklage in den USA: Mann plante islamistischen Anschlag am Wahltag

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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In den USA ist ein 27-jähriger afghanischer Staatsbürger, der in Oklahoma City lebt, wegen des Verdachts auf die Planung eines islamistischen Terroranschlags angeklagt worden. Laut dem US-Justizministerium soll der Mann beabsichtigt haben, am 5. November, dem Tag der US-Präsidentschaftswahl, im Namen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) einen Angriff auf Menschenansammlungen zu verüben. Die Ermittler werfen ihm vor, sich gezielt mit Waffen und Munition eingedeckt zu haben, um einen blutigen Anschlag durchzuführen.

Die Verhaftung des Verdächtigen erfolgte in Zusammenarbeit mit einem minderjährigen Komplizen. Die beiden wurden festgenommen, nachdem sie bei einem verdeckten Einsatz der Bundespolizei FBI in einem fingierten Verkauf zwei Gewehre und Munition erworben hatten. Die verdeckten Agenten des FBI täuschten dabei einen Waffenhändler vor, um die Pläne der Verdächtigen aufzudecken und sie schließlich dingfest zu machen.

Die Ermittlungen ergaben zudem, dass der Angeklagte in der Vergangenheit regelmäßig in IS-nahen Gruppen auf der verschlüsselten Kommunikationsplattform Telegram aktiv war. Dort soll er sich mit anderen radikalisierten Personen ausgetauscht und Propagandamaterial der Terrororganisation heruntergeladen und verbreitet haben. Diese Aktivitäten gelten als wichtige Indizien für seine radikalen Absichten und seine Verbindungen zu extremistischen Netzwerken.

In Vorbereitung auf den geplanten Anschlag soll der Mann laut Angaben der Behörden auch Schritte unternommen haben, das Vermögen seiner Familie aufzulösen, möglicherweise um die finanziellen Mittel für seinen geplanten Angriff bereitzustellen oder seine Familie vor den Konsequenzen seiner Handlungen zu schützen.

Dem Mann droht eine lange Haftstrafe: Für die Unterstützung einer terroristischen Vereinigung könnte er zu bis zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt werden. Hinzu kommt eine mögliche Strafe von bis zu 15 Jahren wegen des illegalen Erwerbs von Waffen zu terroristischen Zwecken. Die Anklage zeigt die Entschlossenheit der US-Behörden, gegen jegliche Bedrohung der nationalen Sicherheit vorzugehen, insbesondere in der sensiblen Zeit rund um die Präsidentschaftswahlen.

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