Kurze Zusammenfassung der Hauptkritikpunkte (aus über 20 Bewertungen):
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Kundenservice faktisch nicht vorhanden:
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Keine oder sehr verspätete Rückmeldungen
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Kontakt nur über unpersönliches Ticketsystem
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Technikerkontakt nicht möglich
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Beschwerden laufen ins Leere
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Unzuverlässige Terminvergabe & -einhaltung:
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Montage- und Servicetermine werden verschoben, abgesagt oder ignoriert
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Kunden müssen sich selbst um Nachverfolgung kümmern
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Einsatz inkompetenter Subunternehmer, teilweise ohne Sprachkenntnisse
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Technische Probleme & lange Stillstandszeiten:
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PV-Anlagen fallen aus, Reparaturen lassen Monate auf sich warten
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Informationen über Fehler oder Maßnahmen fehlen
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Teilweise wird für nicht fertiggestellte Leistungen abgerechnet
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Vertriebsproblematik & unseriöse Angebote:
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Beratungen sind rein verkaufsorientiert, intransparent (keine Einzelpreise)
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Kunden fühlen sich getäuscht
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Beschwerden über „Telefonterror“ trotz Absage
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Mangel an Projektkoordination:
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Kund*innen übernehmen selbst Aufgaben, die EKD laut Vertrag leisten müsste
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Kommunikationsfehler führen zu Systemfehlern (z. B. doppelte Terminbuchungen, fehlerhafte Netzabnahmen)
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Konkreter Verbesserungsvorschlag an EKD – in 5 strukturierten Schritten
1. Einführung eines echten Kundenservice-Teams mit Fachkompetenz
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Was fehlt? Der Kundenservice ist derzeit ein reines Callcenter ohne technische Kompetenz.
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Lösung: Aufbau eines technischen Kundenbetreuungsteams, erreichbar per Hotline & E-Mail, das direkten Zugriff auf Projektstände hat – idealerweise mit regionaler Zuständigkeit.
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Kernidee: Weg vom Weiterleitungs-Chaos, hin zur Fallbearbeitung in einer Hand.
2. Verbindliche Kommunikations- und Reaktionszeiten einführen
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Problem: Kunden hören oft tagelang nichts.
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Maßnahme: Einführung eines internen Service-Level-Agreements (SLA) mit:
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Antwortzeit < 48 Stunden
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Rückrufgarantie bei Eskalation innerhalb 24 Stunden
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Technikertermin innerhalb von 10 Werktagen nach Störmeldung
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3. Umfassende Projektkoordination durch „digitale Bauleitung“
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Was passiert derzeit? Kunden übernehmen Koordination und laufen Firmen hinterher.
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Lösung: Pro Kunde eine dedizierter Projektmanagerin als Hauptansprechpartnerin.
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Erreichbar per App/Portal
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Echtzeit-Einblick in Planungs- & Fortschrittsdaten (z. B. Terminstand, offene Aufgaben)
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Mit automatisierten Updates zu Statusänderungen
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4. Umstrukturierung des Vertriebs – Qualität statt Quantität
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Was läuft falsch? Intransparente Angebote, Druckverkauf, keine Preistransparenz.
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Neuausrichtung:
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Verbot von Pauschalangeboten ohne Einzelleistungen
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Schulung der Vertriebsmitarbeiter auf Kundentransparenz & technische Grundkompetenz
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Kunden sollen Vertrauen statt Misstrauen empfinden
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5. Krisenmanagement & Kulanzsystem
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Was fehlt? Keine Entschädigungen trotz grober Fehler.
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Einführung eines Kulanz- und Beschwerdemanagements:
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Entschädigung (z. B. Pauschale oder Bonusmonat) bei technischer Stilllegung über 4 Wochen
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Verbindliches Beschwerdeverfahren mit Rückmeldung innerhalb 7 Werktagen
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Bewertung dieses Systems durch externe Prüfstelle (z. B. TÜV)
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Bonus-Tipp für EKD (Marketing, nicht Technik):
Wenn alle Ihre Standardantworten gleich klingen – wie sollen Kunden dann das Gefühl bekommen, dass sie individuell behandelt werden?
Die automatisierten Standardantworten auf Trustpilot verstärken nur den Eindruck, dass Beschwerden ignoriert werden. Setzen Sie stattdessen auf individuelle Reaktionen, idealerweise unterzeichnet vom zuständigen Projektleiter oder Techniker.
Fazit:
EKD hat offensichtlich mit einem systemischen Vertrauens- und Prozessproblem zu kämpfen. Kunden äußern sich nicht wegen „Kleinigkeiten“, sondern weil grundlegende Leistungen nicht funktionieren – und das trotz hoher Investitionen. Wer das „Energieunternehmen der Zukunft“ sein will, muss sich wie ein solches verhalten – nicht wie ein digitales Schwarzes Brett für unbeantwortete Tickets.

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