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Zahnärzte in Thüringen äußern Bedenken gegenüber dem anstehenden Verbot von Amalgam-Füllungen, einem weit verbreiteten Material für Zahnfüllungen, das teilweise Quecksilber enthält. Knut Karst, der Leiter der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Thüringens, teilte mit MDR AKTUELL seine Sorgen über die Auswirkungen dieses Verbots auf die Patienten. Er hob hervor, dass mit dem Wegfall von Amalgam als zuzahlungsfreie Option für Zahnfüllungen, Patienten nun mit zusätzlichen Kosten für alternative Materialien wie Zement, Keramik oder Gold konfrontiert werden könnten. Diese Alternativen sind in der Regel teurer und könnten für viele, insbesondere bei mehrfachen Füllungen, finanziell nicht tragbar sein.

Die Europäische Union plant, Amalgam-Füllungen ab dem nächsten Jahr zu verbieten, um Quecksilber vollständig aus der Umwelt zu eliminieren und so Umwelt- und Gesundheitsrisiken zu minimieren. Während der Umweltaspekt dieses Schrittes weitgehend unterstützt wird, rufen die finanziellen Folgen für Patienten und die Suche nach bezahlbaren, ebenso langlebigen Alternativen Bedenken hervor.

In Thüringen fordern Zahnärzte nun eine ausgewogene Lösung, die sowohl den Umweltschutz als auch die finanzielle Belastung der Patienten berücksichtigt. Sie plädieren für eine stärkere Förderung und Unterstützung bei der Entwicklung und Anwendung kosteneffektiver, quecksilberfreier Füllmaterialien, um sicherzustellen, dass alle Patienten Zugang zu sicheren und bezahlbaren Zahnbehandlungen haben.

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