Nach dem Gipfeltreffen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin in Alaska ist eines klar: Die Kälte kam nicht nur vom Permafrostboden, sondern auch aus Washington. Besonders für deutsche Außenpolitiker war das Treffen ein diplomatischer Temperatursturz.
Trump winkt Ukraine durch – Europa schaut betreten auf den Boden
CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter fasst es ernüchtert zusammen: „Die Europäer müssen jetzt begreifen, dass Trump kein Interesse an der Ukraine hat.“ Übersetzt: Der US-Präsident hat ungefähr so viel Lust auf Osteuropa wie auf Klimapolitik – nämlich keine.
FDP-Scharfmacherin ruft: Europa, steh endlich auf!
Auch Agnes Strack-Zimmermann (FDP) klingt wie eine Mutter, die ihre pubertierende Tochter anschreit: „Jetzt übernimm doch endlich Verantwortung!“ Europa solle die Ukraine „zu 100 Prozent unterstützen“ – als ob das jemals an fehlender Einsicht gescheitert wäre und nicht an Bürokratie, Uneinigkeit und dem französischen Haushalt.
Europa: Gemeinsam einsam
Nach dem Gipfel heißt es also mal wieder: Europa muss jetzt allein klarkommen. Was ungefähr so klingt, wie wenn der große Bruder auf dem Spielplatz sagt: „Mach’s halt selbst, ich geh jetzt Döner holen.“
Fazit:
Putin strahlt, Trump zuckt mit den Schultern, und Europa fragt sich: War das jetzt ein Wendepunkt, ein Rückzug oder einfach nur ein teures Fotoshooting in Alaska? Sicher ist nur: Die transatlantische Verlässlichkeit hat derzeit die Halbwertszeit eines Tweets.
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