Umwelt

AKW Taishan

geralt (CC0), Pixabay
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Das südchinesische AKW Taishan wirft seit Tagen Fragen auf: Offenbar gab es einen Gasaustritt in einem der zwei Reaktoren, Peking dementiert aber vehement einen Anstieg der Strahlenbelastung.

Doch einem Treffen mit Fachleuten der französischen Firma, die den Reaktor baute, stimmte China bisher nicht zu. Im Hintergrund geht es auch um wirtschaftliche Interessen und ein Problem des kommunistischen Regimes.

Denn der radioaktive Super-GAU im japanischen AKW Fukushima ist gerade einmal zehn Jahre her und hat nicht nur in Europa, sondern auch in Chinas Bevölkerung die Skepsis gegenüber Atomkraft sprunghaft ansteigen lassen. Peking bremste daraufhin seine AKW-Ausbaupläne.

Dabei ist die Atomkraft für Peking ein zentrales Element, um bei gleichzeitig stark steigendem Strombedarf den dringend nötigen Ausstieg aus Kohlekraftwerken zu schaffen.

Die Probleme im AKW Taishan sollen laut dem US-Sender CNN, der am Montag als Erstes darüber berichtete, schon seit Wochen bestehen. Bis dato ist unklar, was tatsächlich passiert ist und ob ein Risiko für einen Nuklearunfall besteht.

Das AKW, das vom staatlichen französischen Energiekonzern Electricite de France (EDF) und der chinesischen Gruppe China General Nuclear Power Group (CGN) als Joint Venture betrieben wird, liegt in der bevölkerungsreichsten und wirtschaftlich wichtigsten Provinz Guangdong.

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