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Airbus meldet weiteres Problem bei A320-Passagiermaschinen

Steve001 (CC0), Pixabay
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Der europäische Flugzeughersteller Airbus hat ein weiteres technisches Problem bei seinem meistverkauften Modell, dem A320, eingeräumt. Betroffen sind laut Unternehmensangaben Metallverkleidungen an einer begrenzten Zahl von Maschinen.

Ein Unternehmenssprecher bestätigte am Montag, dass es sich um ein „Qualitätsproblem bei einem Zulieferer“ handle. Man untersuche derzeit alle möglicherweise betroffenen Flugzeuge. In den meisten Fällen sei jedoch keine weitere Maßnahme notwendig, so Airbus gegenüber dem Nachrichtensender CNN.

Die Ursache sei inzwischen identifiziert und unter Kontrolle, alle neu produzierten Teile entsprächen den Qualitätsvorgaben, versicherte der Sprecher. Wie viele Maschinen sich genau im Einsatz befinden und betroffen sein könnten, ließ Airbus offen – die Zahl sei jedoch „sehr gering“.

Zweites Problem innerhalb weniger Tage

Der neue Qualitätsmangel kommt nur wenige Tage, nachdem Airbus ein anderes sicherheitsrelevantes Problem bei der A320-Familie offenlegen musste: Intensive Sonnenstürme – etwa durch starke solare Strahlung – könnten unter Umständen die Flugsteuerung beeinflussen.

Ende Oktober war es infolge eines solchen Vorfalls zu einem gefährlichen Zwischenfall bei einem Flug von JetBlue gekommen. Der A320-Flug von Cancún (Mexiko) nach Newark (USA) verlor plötzlich an Höhe. Die Piloten mussten in Tampa (Florida) notlanden. Rund 15 Passagiere wurden verletzt.

Als Reaktion darauf mussten weltweit etwa 6.000 Maschinen der A320-Reihe einem Software-Update unterzogen werden, um künftig die Steuerung gegen Strahlungseinflüsse abzusichern. JetBlue erklärte am Montag, dass die nötigen Updates abgeschlossen seien und der reguläre Betrieb wieder laufe.

Aktienkurs unter Druck

Die neue Meldung vom Montag belastete auch den Aktienkurs: Airbus-Papiere fielen zwischenzeitlich um 5,7 Prozent.

Laut Unternehmensangaben haben mittlerweile die „überwiegende Mehrheit“ der betroffenen Maschinen das Software-Update erhalten. Bei weniger als 100 Flugzeugen liefen die Modifikationen noch. Airbus unterstütze die Airlines weiterhin bei der Umsetzung.

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