„Air Jordan Express“ – Sneaker-Bande plündert Güterzüge in der Wüste
Man kennt Zugüberfälle aus alten Western – doch diese Bande hat das Konzept ins 21. Jahrhundert katapultiert. In der Mojave-Wüste treiben Kriminelle ihr Unwesen, die nicht auf Gold oder Bargeld aus sind, sondern auf das Wertvollste, was die Modewelt zu bieten hat: limitierte Nike-Sneaker.
High-Speed-Raubzüge mit Stil
Mindestens zehn Mal haben die Schuh-Fanatiker seit März 2024 in Kalifornien und Arizona Güterzüge überfallen. Ihr wohl spektakulärster Coup ereignete sich am 13. Januar: Die Bande kappte einen Bremsschlauch eines fahrenden Zuges, stoppte ihn mitten in der Einöde und machte sich mit 1.900 Paar brandneuer Nikes im Wert von 440.000 Dollar aus dem Staub. Besonders begehrt: Nigel Sylvester x Air Jordan 4s, die erst ab März erhältlich sein sollten.
Wert der gesamten Beute? Über zwei Millionen Dollar. Was mit den Schuhen passierte? Vielleicht tragen jetzt ein paar sehr stilbewusste Kojoten die neuesten Jordans durch die Wüste.
Nike oder nix – Einbruchsmodus: Sneakerhead
Kurios: Fast alle Überfälle zielten ausschließlich auf Nike-Schuhe. Nur bei einem einzigen Vorfall klauten die Täter etwas anderes – wahrscheinlich aus Versehen. Offenbar geht es hier nicht einfach um Geld, sondern um eine Leidenschaft für limitierte Kicks.
Gepackt mit Peilsender-Trick
Doch wie in jedem guten Gangsterfilm kam den Tätern die Technik in die Quere. Die Ermittler konnten die Spur der Sneaker-Diebe dank in Kisten versteckter Peilsender aufnehmen. Elf Verdächtige wurden festgenommen – zehn davon illegal in den USA, einer im laufenden Asylverfahren.
Bis zur Verhandlung sitzen sie jetzt in Untersuchungshaft – ohne Sneaker, aber wahrscheinlich mit Knast-Slides.
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