Startseite Allgemeines Ahornsirup trifft Drachenkraft: Kanada und China planen gemeinsame Weltumarmung (ohne Trump)
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Ahornsirup trifft Drachenkraft: Kanada und China planen gemeinsame Weltumarmung (ohne Trump)

jorono (CC0), Pixabay
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Nach Jahren frostiger Funkstille – und das will bei kanadischem Klima was heißen – haben sich Kanada und China wieder in die Arme geschlossen. Bei einem charmanten Tee-und-Handels-Verabredung in Peking verkündeten beide Seiten: „Wir sind jetzt wieder Besties. Zumindest bis zur nächsten Huawei-Krise.“

Der neue kanadische Premierminister Mark Carney, der so aussieht, als hätte er immer einen Notfall-Schneeschieber im Kofferraum, erklärte, man wolle gemeinsam mit China „eine strategische Superfreundschaft aufbauen“, die vor allem eins bringen soll: mehr Wohlstand – also mehr Dinge, die man sich nicht leisten kann.

Weniger Zölle, mehr Elektroautos, dafür bitte keine Menschenrechte

Ab sofort soll in allen Bereichen zusammengearbeitet werden, die für bilaterale Harmonie stehen: Handel, Energie, Bildung, Klimawandel – also alles außer TikTok, Menschenrechte und Google-Suchanfragen.

Besonders gefeiert wurde die neue Vereinbarung, laut der China bis zu 49.000 Elektroautos nach Kanada schicken darf, zum superfreundlichen Sondertarif von 6,1 % Zoll. Im Gegenzug darf Kanada wieder Rapssaat nach China liefern – jetzt auch fast ohne Strafzoll! Nur noch 15 %, das ist ja quasi ein Raps-Rabatt.

Experten sprechen bereits vom „Great Rapswap“.

Visafreies Reisen & visareiche Diplomatie

Zukünftig dürfen Kanadier sogar visafrei nach China reisen – solange sie höflich sind, sich nicht über TikTok beschweren und keine Fragen zur Geschichte stellen. Im Gegenzug dürfen chinesische Investoren weiterhin kanadische Immobilienmärkte leer kaufen – Win-Win!

Außerdem wurde das Währungs-Swap-Abkommen um weitere fünf Jahre verlängert. Das klingt trocken, bedeutet aber übersetzt: „Du gibst mir 200 Milliarden Yuan, ich geb dir ein freundliches Lächeln und vielleicht ein paar Ahornbonbons.“

Carney zu USA: „Mit China weiß man wenigstens, was man bekommt“

Auf die Frage, wie sich das Verhältnis zu China im Vergleich zur Beziehung zu den USA anfühlt, antwortete Carney diplomatisch: „China ist berechenbar. Die USA sind… ein bisschen wie ein Biber auf Red Bull.“

Konkret geht es natürlich um den Dauer-Druck aus Washington, wo Präsident Trump jüngst nicht nur China und Mexiko, sondern auch Kanada zu seinem persönlichen Feindbild des Monats gemacht hat – inklusive Zolldrohungen, Handels-Bingo und einem angeblichen „Besitzanspruch auf Ontario“.

Panda statt Adler – neue Weltordnung mit Kuschelfaktor

Beobachter*innen sehen in der neuen Chinaromantik Kanadas vor allem eins: Die Flucht vor Trump – rein strategisch, versteht sich. Während Europa gerade Mercosur-Händchen hält und Indien zum Handels-Tango bittet, greift Kanada zum Drachenmantel.

Denn wie Carney auf X (ehemals Twitter, heute ein Ort für diplomatische Selbstdarstellung und Katzenvideos) schrieb:

„In einer Welt voller Unsicherheit bauen wir auf Verlässlichkeit. Und günstigere E-Autos.“

Fazit: Ahornsirup trifft Seidenstraße

Mit einem Lächeln, das auch als diplomatische Botoxbehandlung durchgehen könnte, beendete Carney seinen China-Besuch mit den Worten:
„Wir streben eine stärkere gemeinsame Zukunft an – idealerweise mit WLAN, Rapsöl und ohne Trump-Tweets.“

Bleibt nur zu hoffen, dass diesmal keiner auf die Idee kommt, die Finanzchefin von Huawei wieder auf kanadischem Boden festzunehmen. Sonst heißt’s bald wieder: „Sorry, das war’s mit der Freundschaft – wir sehen uns vor der WTO!“

 

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