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AGA Makeover – Wenn Botox patriotisch wird

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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In einer Welt, in der Politik, Beauty und Instagram-Filter miteinander verschmelzen wie Lip Filler mit Gesichtscreme, feiert ein ganz besonderer Trend gerade Hochkonjunktur: der sogenannte „Mar-a-Lago Face“. Diese neue Schönheitsschablone ist eine Art republikanische Gesichtsverfassung mit Artikel 1: Volle Lippen, Betonwangenknochen, Zahnpasta-weiße Zähne, ein Kinn wie ein Schiffsbug – und vor allem: kein einziges Gesichtszucken mehr.

Dr. Samer Jaber, Dermatologe aus New York, beschreibt das Ganze als „eine Art kosmetisches Dauerlächeln – ideal, um gleichzeitig Zustimmung zu Trump und die Schwerkraft zu ignorieren“.

Botox trifft Bekenntnis

Benannt nach Donald Trumps Luxusresidenz Mar-a-Lago, hat der Look längst prominente Trägerinnen und Träger: Kristi Noem, Kimberly Guilfoyle oder Matt Gaetz (ja, auch Männer sind betroffen – sogar sehr betroffen). Wer dachte, Politik sei nur für Anzüge und schlechte Frisuren reserviert, hat noch nie gesehen, was eine Gesichts-Straffung mit nationaler Überzeugungskraft anstellen kann.

Dr. Rossi, Experte für Dermatologie, gibt allerdings zu: „Ich glaube nicht, dass sie explizit sagen: Geben Sie mir das Mar-a-Lago-Paket. Aber manchmal schaut man sie an und denkt sich: Wow, das ist eine patriotisch gelähmte Stirn.

Kritik von ungewohnter Seite

Selbst Trump-Ex-Freundin Marjorie Taylor Greene hat inzwischen genug. Sie wetterte gegen die „MAGA-Mar-a-Lago-Sexualisierung“ und äußerte sich besorgt über aufgespritzte Lippen und aufgerüstete Oberweiten in der republikanischen Führungsriege. Ihre Sorge: ein falsches Vorbild für junge Frauen. Wer hätte gedacht, dass Moralpredigten einmal von MTG kommen würden?

Der Trend kippt (vielleicht)

Laut Experten könnte der Look 2026 in die politische und kosmetische Bedeutungslosigkeit rutschen. Stars wie Ariana Grande und Courteney Cox propagieren eine Rückkehr zur natürlichen Ästhetik – oder zumindest eine, die so aussieht. Statt „Kylie-Lippen“ gibt’s jetzt „Flüstermund“, statt Gesichtspanzer lieber „Tweakments“: minimalinvasive Eingriffe, die so subtil sind, dass man danach wieder Emotionen zeigen darf – vielleicht sogar Zweifel.

Zukunft der Schönheit: Botox, aber leise

„Quiet Aesthetics“ heißt das neue Zauberwort – oder wie es Dr. Rossi nennt: Make America Natural Again. Lasertechnologie und natürliche Hautverjüngung feiern Comeback. Gesichtsmimik ist plötzlich wieder in. Und vielleicht, nur vielleicht, müssen wir uns bald nicht mehr fragen, ob die Senatorin wirklich zustimmt – oder ob es nur die fünfte Dosis Dysport war.


Fazit: Der „Mar-a-Lago Face“ ist mehr als nur ein Look – er ist ein Statement. Welches, weiß keiner so genau. Aber wenn dein Gesicht mehr Spannung hat als das Wahlprogramm der Republikaner, ist es vielleicht Zeit für einen neuen Trend.

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