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Addis Abeba wird Austragungsort der Weltklimakonferenz 2027 – Äthiopien richtet COP32 aus

jorono (CC0), Pixabay
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Der Weltklimagipfel 2027 (COP32) wird in Äthiopien stattfinden. Das teilte der Präsident des derzeitigen Klimagipfels COP30, Andre Corrêa do Lago, am Rande der Konferenz im brasilianischen Belém mit. Damit wird erstmals ein ostafrikanisches Land Gastgeber einer UN-Klimakonferenz dieser Größenordnung.

Addis Abeba als Symbol für afrikanische Perspektive

Die Teilnehmerstaaten hätten sich grundsätzlich auf die äthiopische Hauptstadt Addis Abeba als Austragungsort geeinigt, erklärte Corrêa do Lago. Die offizielle Bestätigung durch die Vereinten Nationen wird noch im Laufe des heutigen Tages erwartet.

Mit der Entscheidung soll der afrikanische Kontinent stärker in den Mittelpunkt der globalen Klimadiplomatie rücken. Äthiopien gilt als Vorzeigeland in Sachen nachhaltiger Entwicklungspolitik: Es investiert seit Jahren in erneuerbare Energien, darunter Wasserkraft, Wind- und Solaranlagen, und engagiert sich für Aufforstungsprojekte gegen Bodenerosion und Dürrefolgen.

Noch offen: Austragungsort für COP31

Unklar bleibt bislang, wo der Weltklimagipfel 2026 (COP31) stattfinden wird. Für die Austragung bewerben sich derzeit die Türkei und Australien. Sollte zwischen beiden Ländern keine Einigung erzielt werden, soll die Konferenz laut UN-Angaben in Bonn stattfinden – dem Sitz des UN-Klimasekretariats (UNFCCC).

Signal an den globalen Süden

Mit der Wahl Äthiopiens als Gastgeberland für COP32 wollen die Vereinten Nationen offenbar ein Signal der Gleichberechtigung und Verantwortung setzen. Afrika ist einer der Kontinente, die am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen sind – etwa durch Dürren, Überschwemmungen und Ernährungsunsicherheit –, trägt aber vergleichsweise am wenigsten zur Erderwärmung bei.

Die Konferenz in Addis Abeba soll deshalb nicht nur ein Forum für globale Klimaziele werden, sondern auch ein Ort, an dem die Interessen der Entwicklungsländer stärker Gehör finden.

Hintergrund: COP-Gipfel als zentrale Bühne der Klimapolitik

Die jährlichen UN-Klimakonferenzen („Conference of the Parties“, kurz COP) sind das wichtigste internationale Gremium zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Hier treffen sich Regierungsvertreter aus fast 200 Staaten, um über Strategien zur Reduktion von Treibhausgasen, zur Klimafinanzierung und zum Schutz besonders gefährdeter Regionen zu verhandeln.

Nach der COP30 in Brasilien und der noch offenen COP31 im Jahr 2026 wird die COP32 in Äthiopien damit ein weiteres Kapitel globaler Klimapolitik aufschlagen – und zugleich ein deutliches Zeichen für den wachsenden Einfluss Afrikas in der internationalen Klimadiplomatie setzen.

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