Kriminelle im Internet haben weltweit viele Router angegriffen.
Mehr als 14.000 Geräte sollen schon betroffen sein.
Die Schadsoftware heißt „KadNap“.
Sie kann sich heimlich auf einem Router installieren.
Dann merken die Besitzer oft nichts davon.
Was passiert bei einem Angriff?
Wenn ein Router infiziert ist, können Hacker ihn aus der Ferne steuern.
Der Router wird dann Teil eines sogenannten Botnetzes.
Das ist ein Netzwerk aus vielen gehackten Geräten.
Mit so einem Botnetz können Kriminelle zum Beispiel:
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Internetseiten angreifen und lahmlegen
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Daten umleiten
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weitere Geräte im Heimnetz angreifen
Warum ist das gefährlich?
Das Problem ist:
Das Internet funktioniert oft trotzdem ganz normal weiter.
Darum merken viele Menschen nicht, dass ihr Router gehackt wurde.
Die Schadsoftware nutzt Sicherheitslücken im Router aus.
Außerdem versteckt sie ihre Verbindung zu den Servern der Hacker sehr gut.
Normale Sicherheitsprüfungen erkennen das oft nicht.
So können Sie prüfen, ob Ihr Router betroffen ist
Sicherheitsforscher haben die IP-Adressen der Hacker veröffentlicht.
Sie können in Ihrem Router nachsehen, ob Ihr Gerät mit diesen Adressen verbunden ist.
Bei einer Fritz!Box geht das so:
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Öffnen Sie im Browser: http://fritz.box
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Suchen Sie nach einem Bereich wie:
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Paketbeschleunigung
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Energiemonitor
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Statistik
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Dort sehen Sie aktive Verbindungen.
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Prüfen Sie, ob dort eine verdächtige IP-Adresse auftaucht.
Wenn ja, ist Ihr Router wahrscheinlich infiziert.
Was tun, wenn der Router infiziert ist?
Dann sollten Sie den Router auf Werkseinstellungen zurücksetzen.
Das ist wichtig.
Denn sonst könnten die Hacker:
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auch Ihren Computer angreifen
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Daten stehlen
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Dateien verschlüsseln
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auf Geräte im Heimnetz zugreifen, zum Beispiel:
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Drucker
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externe Festplatten
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Wichtig
Wenn Sie unsicher sind, sollten Sie:
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die Firmware des Routers aktualisieren
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das Router-Passwort ändern
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den Hersteller-Support kontaktieren
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im Zweifel den Router zurücksetzen
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