Immer wieder versuchen Betrüger, durch gefälschte E-Mails, Briefe oder SMS an persönliche Daten von Bürgerinnen und Bürgern zu gelangen. Aktuell treten vermehrt betrügerische Nachrichten auf, die angeblich vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) stammen.
Wichtig: Das BZSt versendet keine Zahlungsaufforderungen oder Anfragen zur Dateneingabe per E-Mail oder SMS.
Bitte reagieren Sie nicht auf solche Nachrichten, klicken Sie keine Links an, und öffnen Sie keine Anhänge.
Aktuelle Betrugsmaschen im Überblick:
❗ Betrugsversuch 1: „Abweichung bei Krypto-Angaben“
Bezug auf die neue EU-Richtlinie DAC 8 – mit der Behauptung, es lägen Unstimmigkeiten bei Krypto-Beständen vor. Die Nachricht fordert zur Anmeldung bei „Mein Elster“ über eine gefälschte Internetadresse auf.
❗ Betrugsversuch 2: „IBAN-Bestätigung für SEPA-Lastschriftmandat“
Ein angeblicher Bescheid liegt vor, und Sie sollen Ihre Bankdaten verifizieren. Die angegebenen Links führen auf betrügerische Seiten – nicht zum echten Elster-Portal.
❗ Betrugsversuch 3: „Ordnungsgeldverfahren wegen Umsatzangaben“
Sie werden angeblich wegen fehlender Umsatzmeldungen angezeigt – mit der Androhung eines Ordnungsgelds. Auch hier ist die Absenderadresse gefälscht.
❗ Betrugsversuch 4: „Neue Mitteilung verfügbar“
Eine E-Mail mit dem Hinweis auf eine angebliche neue Nachricht vom BZSt. Durch einen Link sollen persönliche Daten abgefragt werden.
❗ Weitere bekannte Varianten:
- Aufforderung zur Datenaktualisierung durch ein „Meldeformular“
- Gefälschte Steuerbescheide oder Rechnungen über Bearbeitungsgebühren
- Falsche Rückerstattungen der Einkommensteuer
- Aufforderung zur Erklärung über Kryptovermögen
So erkennen Sie betrügerische Nachrichten:
Achten Sie auf folgende Hinweise:
- Ungewöhnliche Absenderadressen (z. B. mit Endungen wie @online.bzst.de, @bzst-abwicklung.de etc.)
- Aufforderung zur Eingabe persönlicher Daten über Links oder Formulare
- Zahlungsaufforderungen an ausländische Konten (das BZSt nutzt ausschließlich deutsche Bundeskonten)
- Sprachlich fehlerhafte Formulierungen oder falsche Fachbegriffe
- Keine konkreten Kontaktdaten oder Namen von Sachbearbeitern
Was Sie tun sollten:
- Öffnen Sie keine Links oder Dateianhänge.
- Geben Sie keine persönlichen Daten oder Kontoinformationen preis.
- Leisten Sie keine Zahlungen.
- Löschen Sie die Nachricht oder werfen Sie den Brief weg.
- Melden Sie verdächtige Nachrichten per E-Mail an das Bundeszentralamt für Steuern. (Bitte beachten Sie: Es erfolgt keine individuelle Rückmeldung.)
Sollten Sie bereits Daten übermittelt oder Zahlungen geleistet haben:
- Wenden Sie sich sofort an Ihre Bank.
- Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
Weitere Informationen zur IT-Sicherheit:
Hilfreiche Tipps zum Schutz vor Phishing und Datenmissbrauch finden Sie auch auf den Seiten des
Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI):
www.bsi.bund.de
Bleiben Sie wachsam. Betrüger gehen immer professioneller vor – aber gemeinsam können wir uns schützen
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