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Ging es in dem bekannten Schlager noch um eine Liebesgeschichte, geht es in den momentan kursierenden Rechnungen für eine angebliche Online-Mitgliedschaft unter www.rotelaterne24.de eher um schnöden Mammon.

Wird die Seite im Internet aufgerufen, kann man erfahren, dass es sich um einen Erotik-Guide für Bordelle und Nachtclubs handeln soll. Sucht man allerdings weiter nach Allgemeinen Geschäftsbedingungen, um Details zu den Vertragskonditionen zu finden, bleibt der Bildschirm leer. Auch die angegebene 0900er-Rufnummer hilft mit „kein Anschluss unter dieser Nummer“ nicht weiter. „Hier wird wohl wieder einmal versucht, mit der Angst vor Peinlichkeiten schnelles Geld zu machen“, vermutet Friederike Wagner von der Verbraucherzentrale Sachsen. Wenn kein kostenpflichtiger Vertrag abgeschlossen wurde, besteht auch keine Verpflichtung, den geforderten Betrag zu zahlen. Und weder Angst noch Scham sollten vom Gegenteil überzeugen. „Nicht nur die betroffenen Verbraucher, sondern Jedermann sollte sich aber davon überzeugen lassen, in Zukunft noch sparsamer mit den persönlichen Daten umzugehen“, mahnt Wagner. Ob die Daten bei einer so genannten Kaffeefahrt, bei einem Gewinnspiel oder im Internet gesammelt und nun in dieser Form weiterverwendet wurden, lässt sich im Nachhinein kaum ermitteln. Mit der Belästigung durch unberechtigte Rechnungen muss der Verbraucher erfahrungsgemäß jedoch eine Weile leben. „Wenn niemand aus den falschen Gründen und ohne Verpflichtung zahlt, geht der roten Laterne hoffentlich bald das Licht aus“, hofft Wagner.

Informationen und Beratung zu Verträgen, die am Telefon, im Internet oder nur angeblich abgeschlossenen wurden, kann man bei der Verbraucherzentrale erhalten.

Quelle: VBZ Sachsen

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