Mit tiefer Trauer nimmt die Musikwelt Abschied von John Lodge, dem britischen Bassisten, Sänger und langjährigen Mitglied der legendären Rockband The Moody Blues. Wie seine Familie heute mitteilte, ist Lodge plötzlich und unerwartet im Alter von 82 Jahren verstorben.
„Mit tiefster Trauer müssen wir bekanntgeben, dass John Lodge, unser geliebter Ehemann, Vater, Großvater, Schwiegervater und Bruder, plötzlich und unerwartet von uns gegangen ist“, heißt es in der Mitteilung. Der Musiker sei friedlich eingeschlafen – umgeben von seiner Familie und begleitet von der Musik, die ihn sein Leben lang begleitet hat: den Klängen der Everly Brothers und Buddy Holly.
John Lodge war nicht nur ein begnadeter Musiker, sondern – wie seine Familie schreibt – auch ein Mensch mit großem Herzen. Neben seiner Liebe zur Musik und seinem tief verwurzelten Glauben war ihm vor allem eines wichtig: die unerschütterliche Liebe zu seiner Frau Kirsten, seiner Familie und seinen Freunden.
Geboren 1943 im englischen Birmingham, stieß Lodge 1966 zu The Moody Blues – gemeinsam mit Gitarrist und Sänger Justin Hayward, nachdem die Band personell neu aufgestellt worden war. Zusammen mit Mike Pinder, Ray Thomas und Graeme Edge prägten sie eine ganze Ära: den Psychedelic Rock, der weit über Großbritannien hinaus Wirkung entfaltete.
Mit dem bahnbrechenden Album „Days Of Future Passed“ (1967) schrieb die Band Musikgeschichte. Es gilt als eines der ersten Konzeptalben überhaupt – ein Meilenstein in der Entwicklung progressiver Rockmusik. Unvergessen bleiben Welthits wie „Nights in White Satin“, „Question“ oder „Isn’t Life Strange“ – Lieder, die ganze Generationen berührt und begleitet haben.
Bis ins hohe Alter blieb John Lodge der Musik treu. Mit Leidenschaft, Präzision und Tiefe prägte er das Klangbild der Moody Blues – live auf der Bühne ebenso wie im Studio. Noch bis 2018 tourte die Band regelmäßig. Im selben Jahr wurde sie in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen – eine späte, aber verdiente Ehrung für ein einzigartiges musikalisches Lebenswerk.
John Lodge hinterlässt eine Lücke – nicht nur in der Welt der Musik, sondern in den Herzen all jener, die ihn erleben durften: als Künstler, als Kollege, als Mensch.
Ruhe in Frieden, John Lodge.
Deine Musik bleibt.
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