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Absatzkrise bei BYD: E-Auto-Verkäufe brechen um 30 Prozent ein

WOKANDAPIX (CC0), Pixabay
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Der chinesische Elektroautohersteller BYD ist mit einem herben Rückschlag ins Jahr 2026 gestartet. Im Januar sanken die Fahrzeugverkäufe im Vergleich zum Vorjahresmonat um satte 30,1 Prozent auf 210.051 Einheiten, wie das Unternehmen in einer Börsenmitteilung bekannt gab. Damit verzeichnet BYD bereits den fünften Monat in Folge rückläufige Umsatzzahlen.

Konkrete Gründe für den Einbruch nennt BYD nicht. Branchenexperten machen jedoch mehrere Faktoren verantwortlich: Zum einen setzt der intensive Preiskampf auf dem chinesischen Markt, insbesondere im Einstiegssegment, Unternehmen wie BYD unter Druck. Rivalen wie Geely und Leapmotor locken mit aggressiven Preisen. Zum anderen erschweren wirtschaftliche Unsicherheiten und eine abgeschwächte Inlandsnachfrage das Geschäft.

Auch die Produktion wurde zurückgefahren und lag im Januar 29,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Einziger Lichtblick bleibt das Exportgeschäft: Mit 100.482 Fahrzeugen wurde fast die Hälfte der gesamten Auslieferungen außerhalb Chinas verkauft. Für 2026 strebt BYD einen Auslandsabsatz von 1,3 Millionen Fahrzeugen an – ein ambitioniertes Ziel, das jedoch unter den zunächst angepeilten 1,6 Millionen liegt.

Um seine internationale Position weiter auszubauen, plant BYD unter anderem die Inbetriebnahme eines neuen Werks in Ungarn noch im Laufe des Jahres. Der europäische Standort soll helfen, Importhürden zu umgehen und die Lieferzeiten zu verkürzen.

Trotz der aktuellen Schwäche bleibt BYD ein bedeutender Akteur im globalen E-Automarkt. 2025 hatte das Unternehmen Tesla als weltweit größten Anbieter von Elektrofahrzeugen abgelöst, vor allem dank starker Auslandsmärkte. Ob sich dieser Vorsprung 2026 halten lässt, dürfte jedoch maßgeblich davon abhängen, ob BYD den Preisdruck auf dem Heimatmarkt und die globale Marktdynamik erfolgreich meistern kann.

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