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Abgelehnt

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Das Europäische Parlament hat eine Initiative der Europäischen Kommission abgelehnt, die vorsah, verpflichtende Gesundheitstests für Autofahrer in der gesamten EU einzuführen. Bei einer Abstimmung in Straßburg votierten die Abgeordneten dafür, dass die Entscheidung über solche Maßnahmen weiterhin in der Hand der einzelnen Mitgliedstaaten liegen sollte. Der ursprüngliche Vorschlag der Kommission zielte darauf ab, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, indem alle Autofahrer in der EU verpflichtet werden sollten, ihren Führerschein alle 15 Jahre erneut zu beantragen und dabei Hör- und Sehtests zu absolvieren.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing hatte sich bereits im Vorfeld gegen den Vorschlag ausgesprochen und betont, dass der damit verbundene bürokratische Aufwand unverhältnismäßig hoch sei. Obwohl in einigen EU-Ländern bereits verpflichtende Gesundheitschecks für Autofahrer bestehen, bleibt die Frage der Verkehrssicherheit und der Eignung von Fahrern ein sensibles Thema, das eine Balance zwischen individueller Freiheit und öffentlicher Sicherheit erfordert.

Die Ablehnung durch das EU-Parlament unterstreicht die Bedeutung der Subsidiarität innerhalb der EU, bei der Entscheidungen möglichst bürgernah getroffen werden sollen. Es zeigt auch, dass bei der Harmonisierung von Vorschriften innerhalb der EU die spezifischen Bedingungen und Bedürfnisse der einzelnen Mitgliedstaaten berücksichtigt werden müssen. Die Diskussion über verpflichtende Gesundheitstests für Autofahrer wird wahrscheinlich weitergehen, da die Suche nach Wegen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf europäischen Straßen anhält.

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