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9 Finger

Nolde (CC0), Pixabay
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Mit seinem elften Saisonsieg hat Max Verstappen am Sonntag in Monza einen weiteren Finger auf die WM-Krone gelegt. Der Niederländer baute mit seinem Triumph beim Grand Prix von Italien seine Führung in der Fahrerwertung auf Verfolger Charles Leclerc auf 116 Punkte aus und könnte theoretisch in drei Wochen in Singapur bereits neuerlich als Weltmeister feststehen. Doch nicht Verstappens Solo in der WM war das Gesprächsthema Nummer eins, sondern das für ein Rennen unwürdige Ende hinter dem Safety-Car.

Bei seinem insgesamt 31. Sieg in einem Grand Prix raste Verstappen in seinem Red Bull nicht mit Vollgas über die Ziellinie, sondern schlich für Formel-1-Verhältnisse hinter dem Safety-Car an der karierten Flagge vorbei. Ein Schaden am McLaren von Daniel Ricciardo und eine umständliche Bergung des Boliden ließen in den letzten Runden kein Rennen mehr zu. Anders als etwa beim umstrittenen Saisonfinale 2021 gab die Rennleitung – sehr zum Ärger der italienischen Fans, die den letztlich zweitplatzierten Leclerc im Ferrari gerne noch einmal nach vorne gepeitscht hätten – das Rennen nicht mehr frei.

Das italienische Blatt „Tuttosport“ ätzte daher auch: „Der GP von Italien wurde zerstört. Chaos FIA. Und wer entschädigt jetzt dafür?“ Auch Red-Bull-Teamchef Christian Horner sah die Fans, als „die größten Verlierer“. Der Engländer forderte nach dem lahmen Ende auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke im königlichen Park von Monza daher auch, das Regelwerk zu überdenken. „Wir müssen das schnell angehen“, sagte Horner. Schon in Singapur könnte sich die Geschichte wiederholen, denn auf dem Stadtkurs gab es in bisher jedem Rennen von 2008 bis 2019 zumindest eine Safety-Car-Phase. So den WM-Titel zu holen ist ein Szenario, das man sich bei Red Bull ersparen wollte.

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