Das Jahr 2026 ist kaum angelaufen – und schon herrscht Chaos an den globalen Märkten. Nach einem US-Militärschlag gegen Venezuela und Donald Trumps neuen Drohungen gegen den Iran sind die Preise für Edelmetalle geradezu explodiert.
Gold und Silber im Höhenflug
Silber legte am Mittwoch über 6 % zu und kletterte auf über 90 $ pro Unze – ein Plus von 29 % allein in diesem Jahr. Bereits 2025 hatte Silber mit einem sagenhaften Jahresplus von 141 % das beste Ergebnis seit 1979 erzielt.
Gold steht dem kaum nach: Mit aktuell über 4.600 $ pro Feinunze ist das Edelmetall 2026 bereits um 22 % gestiegen. Auch 2025 war für Gold ein Rekordjahr (+65 %). Ebenfalls im Aufwind: Kupfer, Zinn, Aluminium, Lithium und Zink.
Warum explodieren die Preise?
Die Märkte reagieren auf geopolitische Unsicherheiten, eine schwächelnde US-Notenbank (Fed) und steigende Inflationserwartungen. Anleger flüchten in „harte Werte“, allen voran Edelmetalle – die traditionelle Absicherung gegen Krisen.
Ein weiterer Treiber: Die Ankündigung von Fed-Chef Jerome Powell, er werde strafrechtlich untersucht. Dies schürt Sorgen um die Unabhängigkeit der Notenbank. Eine politisierte Fed könnte zwar kurzfristig die Zinsen senken und Aktienkurse stützen – langfristig jedoch Inflation anheizen und das Vertrauen in die Währung untergraben.
Chinas Rolle und künstliche Intelligenz
Neben der Angst regiert auch die Nachfrage: China exportiert trotz US-Zöllen kräftig weiter – und braucht Metalle für seine boomende Elektronik- und AI-Industrie. Die rasante Verbreitung von KI sorgt für eine regelrechte Metallschwemme in Rechenzentren weltweit.
Teure Zeiten für Verbraucher
Für US-Haushalte könnten diese Entwicklungen schmerzhaft werden: Steigende Metallpreise schlagen sich in Alltagsprodukten nieder – von Smartphones bis Autos. Auch die Ölpreise ziehen inzwischen leicht an.
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