TSSB GmbH Dresden – wo ist das Geld?

Partner in dem Unternehmen waren (sind) das Unternehmen Telefunken Solar Sales aus Dresden und Rainer Hamberger aus Ilshofen. Geplant war, Gelder einzusammeln über Nachrangdarlehen, um diese dann in Solarprojekte in Deutschland und Italien zu investieren. So richtig scheint das aber nicht funktioniert zu haben. Das können wir zumindest einem Gespräch mit Jochen Furch, dem aktuellen Geschäftsführer des Unternehmens, vom Samstag den 20. September 2014 in unseren Redaktionsräumen, entnehmen. Seiner Erinnerung nach seien ca. 100.000 Euro eingesammelt worden, dann wären keine Gelder mehr eingegangen. Das korrespondiert mit der aktuellen hinterlegten Bilanz des Unternehmens. Genau diese Bilanz ist es aber dann, die uns nachdenklich macht. Denn bereits im Rumpfgeschäftsjahr führt man die Gesellschaft in die Überschuldung. Das, wäre vermutbar, scheinbar bewusst von Seiten der Gesellschafter her. Bewusst deshalb, weil durch Darlehen von über 90.000 Euro an die Gesellschafter diese Situation erst entstanden ist. „Das Konto geplündert“, so der Kommentar eines Steuerberaters, dem wir das vorgelegt hatten mit Bitte um seine Meinung dazu. Nun hat uns Jochen Furch versprochen mitzuteilen, „wer denn das Geld bekommen habe, und wo das investiert ist“. Jochen Furch will uns auch genau sagen, „wie viel Geld von wie vielen Investoren dort angelegt wurde“. Er hat uns gegenüber übrigens ausdrücklich betont kein Darlehen aus der Gesellschaft heraus bekommen zu haben. Wir sind gespannt auf die Antworten. Auch deshalb, weil es wohl zu dem Vorgang einen Hinweis an die BaFin geben soll. Auf Rückfrage bei dem anderen Gesellschafter teilte dieser uns gestern mit, „ich habe nachweislich kein Geld bekommen“. Mehr Gesellschafter gab es aber doch nicht als Sie meine Herren. Also, am besten den Anlegern ihr Geld zurückbezahlt und gut ist. Sie müssen sich dann nur untereinander einigen, wer das Geld denn bekommen hat. Kann ja nicht so schwer sein, oder? Problematisch sehen wir auch, dass man einem der Redaktion bekannten Kunden, eine Verdoppelung seines Darlehens innerhalb von 3 Jahren zugesagt hat. Das wäre eine Rendite von 33,33% im Jahr, unterstellt für die Darlehensvermittlung wäre keine Provision gezahlt worden. Nicht, dass dies schon alleine ungewöhnliche wäre, ist doch die berechtigte Frage, „wo will eine überschuldete Gesellschaft das Geld für die Rückzahlung hernehmen?“. Auf diese Fragen sollen wir nun morgen eine weitergehende Antwort bekommen. Da sind wir dann mal wirklich gespannt

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