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Trumps heimlicher Elektroauto-Boom: Ausgerechnet der Benzinpreis wird zum besten EV-Verkäufer

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay
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Donald Trump wollte die Elektroauto-Revolution eigentlich ausbremsen. Förderungen weg, Umweltauflagen lockern, mehr Platz für Benziner und Diesel – so lautete die Devise im Weißen Haus.

Doch wie das Leben manchmal spielt, könnte ausgerechnet Trumps eigene Politik dafür sorgen, dass noch mehr Amerikaner auf Elektroautos umsteigen.

Der Grund steht an jeder Tankstelle: Benzin kostet inzwischen durchschnittlich 4,16 Dollar pro Gallone, Diesel sogar über 5,30 Dollar. Und während Autofahrer an der Zapfsäule zunehmend Schnappatmung bekommen, fahren Besitzer von Elektroautos vergleichsweise entspannt vorbei.

Der Rivian-Fahrer, der an Tankstellen nur noch winkt

Ein Paradebeispiel ist Eric Perkins aus Kalifornien. Der 49-Jährige zieht mit seinem elektrischen Rivian-Pick-up einen 23-Fuß-Airstream-Wohnwagen quer durch die USA.

Fast 10.000 Kilometer ohne einen Tropfen Benzin.

Während andere Camper beim Tanken überlegen, ob sie vielleicht doch lieber zu Hause geblieben wären, hat Perkins für die gesamte Reise bislang weniger als 750 Dollar für Strom ausgegeben.

Sein Fazit fällt entsprechend trocken aus:

„Trump könnte am Ende der größte Elektroauto-Präsident aller Zeiten werden.“

Ein Satz, der vermutlich gleichzeitig bei Tesla-Fahrern für Begeisterung und bei manchen Republikanern für spontane Kreislaufprobleme sorgt.

Krieg gegen E-Autos – und gegen günstigen Sprit

Trump hatte nach seinem Amtsantritt zahlreiche Förderprogramme für Elektrofahrzeuge zurückgefahren. Schließlich sollte der Markt entscheiden, welches Auto die Amerikaner fahren.

Blöd nur, wenn der Markt plötzlich an der Tankstelle zuschlägt.

Denn der Iran-Krieg und die Unsicherheit auf den Ölmärkten treiben die Kraftstoffpreise nach oben. Genau das macht Elektroautos für viele Menschen plötzlich deutlich attraktiver.

Die ehemalige Chefökonomin von General Motors, Elaine Buckberg, sieht bereits einen Trend:

„Viele Menschen stellen fest: Moment mal, ich bekomme ein günstiges gebrauchtes Elektroauto und spare gleichzeitig beim Tanken.“

Ein Gedanke, der in Zeiten von fünf Dollar pro Gallone plötzlich erstaunlich logisch klingt.

Vom politischen Statement zum Sparmodell

Lange galten Elektroautos in den USA als politisches Symbol. Wer Tesla fuhr, wurde je nach Region entweder als Umweltretter oder als Staatsfeind betrachtet.

Doch steigende Spritpreise wirken oft überzeugender als jede politische Debatte.

Selbst im konservativen Wyoming denken inzwischen Familien darüber nach, sich ein Elektroauto anzuschaffen. Nicht aus Klimagründen, sondern weil die Fahrt zur Softball-Meisterschaft der Tochter sonst langsam den Gegenwert eines Kurzurlaubs erreicht.

Die Ironie der Geschichte

Besonders kurios: Trump wollte eigentlich die Wahlfreiheit stärken und den Elektroauto-Markt bremsen.

Stattdessen könnte sein außenpolitischer Kurs genau das Gegenteil bewirken.

Denn während Politiker über Energiepolitik diskutieren, rechnen die Menschen einfach nach.

Und wenn die Tankrechnung irgendwann größer ist als die Leasingrate eines gebrauchten Tesla, wird aus einer politischen Grundsatzfrage plötzlich eine ganz normale Haushaltsentscheidung.

Fazit

Donald Trump wollte Amerika zurück zum Verbrennungsmotor führen.

Nun könnte ausgerechnet der von ihm geführte Konflikt im Nahen Osten Millionen Amerikanern zeigen, warum ein Elektroauto manchmal die günstigere Alternative ist.

Oder wie man in Washington vielleicht sagen würde:

Manchmal gewinnt man einen Kulturkampf – und verliert dabei den Markt

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