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Trump fordert „bedingungslose Kapitulation“ Irans

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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US-Präsident Donald Trump hat im anhaltenden Konflikt mit dem Iran eine „bedingungslose Kapitulation“ Teherans gefordert. Während amerikanische und israelische Streitkräfte ihre Angriffe fortsetzen, erklärte Trump, der Iran könne nach einem Machtwechsel künftig wirtschaftlich stärker als je zuvor werden.

Auf seiner Plattform Truth Social schrieb der Präsident, es werde keine Vereinbarung mit dem Iran geben – außer einer vollständigen Kapitulation. Danach könnten die USA gemeinsam mit ihren Verbündeten daran arbeiten, das Land wirtschaftlich wieder aufzubauen und „größer, besser und stärker als je zuvor“ zu machen. Voraussetzung sei jedoch eine neue Führung, die für Washington akzeptabel sei.

Der Krieg steuert inzwischen auf seine zweite Woche zu. Unklar bleibt weiterhin, wer nach dem Tod des obersten Führers Ali Chamenei die politische Führung im Iran übernehmen wird. Chamenei war vor einer Woche bei Angriffen getötet worden. Ebenso offen ist, unter welchen Bedingungen die USA ihre militärische Offensive beenden würden.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte am Freitag, die US-Regierung rechne derzeit damit, dass die militärischen Operationen insgesamt vier bis sechs Wochen dauern könnten. Man sei bereits auf gutem Weg, die militärischen Ziele zu erreichen – darunter die weitgehende Zerstörung der iranischen Marine.

Trump selbst vermeidet bislang ausdrücklich den Begriff „Regimewechsel“. Beobachter sehen darin den Versuch, Vergleiche mit früheren US-Militäreinsätzen im Nahen Osten – etwa im Irak oder in Afghanistan – zu vermeiden, die Trump in der Vergangenheit kritisiert hatte. Regierungsvertreter betonen zugleich, der Präsident wolle nicht, dass die USA in einen langwierigen und offenen Krieg hineingezogen werden.

Leavitt erklärte zudem, Trump wolle nicht, dass der Iran von „einem radikalen Terroristen oder einem Regime geführt wird, das ‚Tod Amerika‘ ruft“. Der Präsident beschäftige sich daher auch mit der Frage, wer künftig an der Spitze des Landes stehen könnte.

Bereits zuvor hatte Trump gegenüber dem US-Portal Axios angedeutet, dass Washington eine Rolle bei der Auswahl einer neuen iranischen Führung spielen könnte. Berichte, wonach Chameneis Sohn Mojtaba als Nachfolger infrage komme, bezeichnete Trump als „inakzeptabel“.

Parallel dazu gibt es Hinweise auf eine mögliche Unterstützung Irans durch Russland. Drei Quellen, darunter ein hochrangiger US-Beamter, erklärten laut dem US-Sender CBS News, Moskau habe Teheran Geheimdienstinformationen über amerikanische Militärpositionen im Nahen Osten geliefert. Dabei soll es unter anderem um Standorte von US-Kriegsschiffen und Flugzeugen gegangen sein.

Das Weiße Haus spielte diese Berichte jedoch herunter. Leavitt erklärte, dies habe „keinen Einfluss“ auf die militärischen Operationen.

Russland gilt seit Jahren als enger Verbündeter des Iran. Teheran hat Moskau im Krieg gegen die Ukraine tausende Kampfdrohnen geliefert. Gleichzeitig unterstützen die USA die Ukraine mit Waffen und Geheimdienstinformationen gegen russische Truppen.

Der russische Präsident Wladimir Putin telefonierte am Freitag mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian. Dabei sprach er dem Iran sein Beileid für die zahlreichen Todesopfer der US-israelischen Angriffe aus. Der Kreml betonte erneut, dass die Kämpfe sofort beendet und eine diplomatische Lösung gefunden werden müsse.

Peseschkian dankte Russland für seine Unterstützung. Beide Staaten vereinbarten, weiterhin in engem Kontakt zu bleiben.

Währenddessen weitet sich der Konflikt in der Region weiter aus. Die vom Iran unterstützte Hisbollah im Libanon griff Israel an, woraufhin Israel Luftangriffe auf Ziele im Libanon flog. In der Hauptstadt Beirut wurden am Freitag mehrere starke Explosionen gemeldet. Zuvor hatte das israelische Militär Hunderttausende Menschen aufgefordert, den Süden der Stadt zu verlassen.

Auch die Hisbollah warnte israelische Bewohner im Grenzgebiet zum Libanon, ihre Häuser zu verlassen.

Im Zuge der iranischen Gegenangriffe wurden außerdem Raketen- und Drohnenangriffe in mehreren Ländern gemeldet, in denen sich US-Militärstützpunkte befinden. Betroffen waren unter anderem Katar, Bahrain, Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait sowie die mit den USA verbündeten Staaten Oman und Saudi-Arabien.

Darüber hinaus wurde laut britischem Verteidigungsministerium auch ein britischer Militärstützpunkt auf Zypern von einer Drohne angegriffen.

Der Konflikt droht damit zunehmend zu einem regionalen Krieg im Nahen Osten zu eskalieren.

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