Donald Trump hat ein neues Problem. Und das heißt ausgerechnet Sullivan. Genauer gesagt: Sullivan und Sullivan. In Alaska treten nämlich gleich zwei Männer mit diesem Nachnamen zur Senatswahl an. Für Trump offenbar ein politischer Albtraum. Ein Gericht sieht das Ganze allerdings deutlich entspannter.
Man muss sich das einmal vorstellen: Da ist Donald Trump, mächtiger Präsident der Vereinigten Staaten, und dann bringt ihn ein Mann namens Dan Sullivan ins Schwitzen.
Das Problem: Sein eigener Senator heißt ebenfalls Dan Sullivan!
Der eine heißt Dan S. Sullivan, sitzt bereits im Senat und ist Republikaner. Der andere heißt Dan J. Sullivan, ist politischer Neuling und kandidiert ebenfalls.
Dazu kommt die Demokratin Mary Peltola, die sich vermutlich insgeheim fragt, ob sie überhaupt noch Wahlkampf machen muss oder ob sich die beiden Herren Sullivan gegenseitig genügend Stimmen wegnehmen.
Zwei Sullivans sind einer zu viel!
Trumps Republikaner befürchten nämlich, dass amerikanische Wähler beim Ausfüllen ihrer Stimmzettel durcheinanderkommen könnten.
Man stelle sich den durchschnittlichen Wähler in Alaska vor: Draußen schneit es, drinnen wartet der Stimmzettel. Da steht Sullivan. Und darunter noch einmal Sullivan.
Welcher war jetzt meiner?
Die Trump-Regierung wollte deshalb juristisch eingreifen. Doch das zuständige Gericht wies die Klage ab.
Auch eine überarbeitete Klageschrift hatte keinen Erfolg.
Die Richter stellten eine durchaus interessante Frage: Wie will man hinterher eigentlich feststellen, ob jemand den falschen Sullivan gewählt hat, ohne das Wahlgeheimnis zu verletzen?
Eine überzeugende Antwort blieb die Regierung offenbar schuldig.
Haben die Demokraten den zweiten Sullivan extra gesucht?
Jetzt wird die Geschichte richtig unterhaltsam.
Nach einem Bericht der „New York Times“ sollen Demokraten gezielt nach einem zweiten Sullivan gesucht haben, um Verwirrung zu stiften.
Falls das tatsächlich zutrifft, wäre das wohl eine der kuriosesten Wahlkampfideen der amerikanischen Geschichte.
Andere Parteien verteilen Kugelschreiber, hängen Plakate auf oder produzieren Millionen teure Werbespots.
In Alaska reicht möglicherweise ein Mann mit dem richtigen Nachnamen.
Trump will trotzdem weiterkämpfen
Das US-Justizministerium kündigte bereits an, gegen die Gerichtsentscheidung vorzugehen.
Immerhin erklärte der republikanische Amtsinhaber Dan S. Sullivan, dass er das Wahlergebnis akzeptieren werde.
Das klingt eigentlich selbstverständlich, ist in der heutigen amerikanischen Politik aber offenbar schon eine bemerkenswerte Nachricht.
Unser Fazit:
Amerika steht vor wichtigen Zwischenwahlen, bei denen es um die Machtverhältnisse im Kongress geht.
Doch in Alaska könnte sich ausgerechnet die Frage entscheiden, welcher Sullivan welchen Sullivan Stimmen kostet.
Vielleicht sollten die Wahlbehörden beim nächsten Mal einfach Passbilder neben die Namen drucken.
Oder Donald Trump schlägt vor, dass sich einer der beiden Kandidaten umbenennen muss.
Denn eines steht fest: In Alaska gibt es derzeit mindestens einen Sullivan zu viel – jedenfalls aus Sicht des Weißen Hauses!
Und sollte am Ende Mary Peltola gewinnen, dürfte sie sich bei beiden Herren Sullivan herzlich bedanken.
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