Die internationale Politik bleibt von geopolitischen Machtverschiebungen, militärischen Konflikten und wirtschaftlicher Rivalität geprägt.
Russlands Präsident Wladimir Putin versucht, den Einfluss seines Landes auf dem afrikanischen Kontinent auszubauen. Beim Afrika-Gipfel präsentiert sich Moskau als politischer und wirtschaftlicher Partner. Für afrikanische Staaten eröffnet das zusätzliche Verhandlungsspielräume gegenüber westlichen Ländern und China. Zugleich entsteht die Frage nach neuen wirtschaftlichen und politischen Abhängigkeiten.
In der Ukraine gingen die russischen Angriffe weiter. Besonders schwer waren die Nachrichten aus Dnipro, wo bei einem Angriff auf einen Bahnhof zahlreiche Menschen getötet wurden. Die erneute Gewalt gegen zivile Infrastruktur zeigt, wie weit eine nachhaltige politische Lösung weiterhin entfernt ist.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nutzte seinen Besuch in China für deutliche Worte. In einer Rede an der Peking-Universität forderte er verantwortungsvolles Handeln von wirtschaftlich und politisch mächtigen Staaten und sprach sich für faire Handelsbeziehungen aus. Deutschlands Verhältnis zu China bleibt damit eine Gratwanderung zwischen wirtschaftlicher Zusammenarbeit und strategischer Distanz.
Auch die transatlantischen Beziehungen verändern sich. Beim EU-Kanada-Gipfel wurde über eine engere Anbindung Kanadas an Europa beraten. Eine ursprünglich diskutierte assoziierte EU-Mitgliedschaft steht dabei vorerst nicht auf der Tagesordnung.
In den Vereinigten Staaten werfen die bevorstehenden Zwischenwahlen ihre Schatten voraus. Präsident Donald Trump muss sich dabei an seinen innenpolitischen Versprechen messen lassen. Gleichzeitig sorgt die Flucht des brasilianischen Wahlverlierers Jair Bolsonaro in die USA für neue Spannungen in Lateinamerika.
Aus Spanien kommen erschütternde Nachrichten: Nach einem schweren Zugunglück mit mindestens 69 Todesopfern dauern Aufarbeitung und Untersuchungen an.
Fazit: Die weltpolitische Ordnung wird unübersichtlicher. Europa muss zugleich seine Sicherheit, seine wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und seine diplomatische Handlungsfähigkeit stärken.
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