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Pfando´s cash & drive GmbH – bilanziell überschuldet

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So nennt man das wohl „bilanztechnisch“, wenn ein Unternehmen eine Bilanz veröffentlicht, in der das Unternehmen einen „nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag“ ausweist, so wie hier das in der Überschrift genannte Unternehmen.

Jenes Unternehmen kennen viele unserer User aus der Werbung mit Ailton im Fernsehen. Nachdenklich macht uns bei dieser Bilanz dann allerdings, dass der nicht gedeckte Felbetrag um über 80% gegenüber dem Vorjahreswert angestiegen ist. Möglicherweise ist das keine gute Entwicklung für das Unternehmen.

Wir stehen dem Unternehmen kritisch gegenüber, denn die Kosten für so manche Inanspruchnahme einer Leistung aus dem Hause „Pfando“ ist dann für den, der das in Anspruch nimmt, schon sehr teuer aus unserer Sicht.

Pfando´s cash & drive GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017

der Pfando’s cash & drive GmbH, Berlin

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Pfando’s cash & drive GmbH mit Sitz in Berlin wurde 2010 gegründet.

Gegenstand des Unternehmens ist der An- und Verkauf von Mobilien aller Art, insbesondere Kraftfahrzeugen sowie die Durchführung oder Vermittlung von „sale-and-rent-back“-Geschäften sowie die Durchführung von Pfandleihgeschäften.

Das derzeit existierende Geschäftsmodell bedarf keiner Erlaubnispflicht im Sinne des Kreditwesengesetzes (KWG). Ein dies bestätigendes Schreiben der BaFin (Bundesanstalt der Finanzdienstleistungsaufsicht) vom 27. April 2015 liegt vor.

Die Gesellschaft besitzt 20 Filialen (Betriebsstätten) deutschlandweit. Betriebsstätten im Ausland bestehen nicht.

2. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt keine Entwicklungs- und Forschungstätigkeit.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Nachfrageentwicklung im Geschäftsjahr 2017 ist erheblich gestiegen.

Durch Erweiterung der Marketingaktivitäten im Bereich TV-Werbung und Mailing sowie diverser Bestandskundenincentives, konnte die Gesellschaft eine Anfragensteigerung von 35% gegenüber dem Vorjahr erzielen.

Die gesellschaftliche Akzeptanz des angebotenen Nischenprodukts steigt stetig, wodurch der Markt durch weitere Mitbewerber bereichert wird. Dies hat für Pfando’s cash & drive GmbH die Folge, dass durch das bereits vorhandene Know-How und die sich weiterhin im ausbaubefindliche Filialstruktur eine noch klarere Marktführerstellung erzielt wird.

Das Marktvolumen 2016 betrug ca. 11.000.000 €, wobei die Gesellschaft einen Anteil von 50% verzeichnen konnte. Im Jahr 2017 entwickelte sich der Markt auf ein Volumen von geschätzten 15.000.000 €. Das Potential zur Marktentwicklung ist aufgrund des geringen Bekanntheitsgrads weiterhin sehr hoch. Durch gezielte Marketingkampagnen und horizontale Produktdiversifikationen plant Pfando’s cash & drive GmbH eine Volumensteigerung auf 40.000.000€ bis zum 01.01.2021.

Geschäftsverlauf

Die Pfando’s cash & drive GmbH ist seit acht Jahren am Markt aktiv.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte durch die Gesellschaft ein Gesamtumsatz von ca. 16,7 Mio. € (VJ 13,2 Mio. €) erreicht werden. Regionale Auffälligkeiten bei den Umsätzen in den Betriebsstätten in Deutschland waren dabei zu verzeichnen.

Die Umsatzentwicklung lag bei ca. 26,5 %. Die Kostenrelationen konnten weitgehend konstant gehalten werden.

Das Jahresergebnis liegt bei -172 T€ und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr (-205 T€) um -33 T€ verbessert. Ursächlich hierfür sind Vorjahreskorrekturen im Bereich Kreditoren- und Debitorenkonten sowie zweifelhafter Forderungen mit einem Gesamtvolumen von 200 T€. Zur Umsatzsteigerung wurden des Weiteren die Marketingausgaben erheblich erhöht.

Nach Einschätzung der Geschäftsleitung wird sich die Umsatzsteigerung auf einem moderaten Anstieg einpendeln. Die Ertragssituation wird trotz des negativen Ergebnisses im Jahr 2017 dennoch als positiv eingeschätzt.

Im Jahre 2018 wird mit einem positiven Jahresergebnis gerechnet.

2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens

1. Ertragslage

Zusammengefasst stellt sich die Ertragslage der Gesellschaft wie folgt dar:

2017 Vorjahr Änderung
TEuro % TEuro % TEuro %
Umsatzerlöse 16.696 100,0 13.235 100,0 3.461 26,5
sonstige betriebliche Erträge 176 1,1 183 1,4 -108 10,2
Betriebsleistung 16.872 101,1 13.418 101,4 3.353 -0,3
Materialaufwand 10.134 60,7 8.615 65,1 1.519 -4,4
Personalaufwand 2.544 15,2 1.948 14,7 596 0,5
Normalabschreibungen 106 0,6 128 1,0 -22 -0,4
sonstige betriebliche Aufwendungen 3.510 21,0 2.295 17,3 1.215 3,7
Sonstige Steuern 2 0,0 3 0,1 1 -0,1
Betriebsaufwand 16.296 97,5 12.989 98,2 3.307 -0,7
BETRIEBSERGEBNIS 576 429 147 7,0
Finanzergebnis -664 4,0 -646 4,9 -325 -0,9
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN -88 -217 129
Ertragsteuern 86 0,5 -9 0,1 95 0,4
JAHRESERGEBNIS -174 1,0 -208 1,6 34 0,6

Die Kostenrelationen sind weitgehend konstant. Mit Ausnahme der Werbekosten konnten, insbesondere bei den Materialaufwendungen, leichte Verbesserungen erzielt werden. Der Anstieg im Personalaufwand von 600 T€ ist im Wesentlichen der weiteren Verstärkung von Fachpersonal in den Filialen geschuldet.

Die Ertragsentwicklung wird als positiv eingeschätzt. Die im Jahr 2016 für 2017 prognostizierte Umsatzsteigerung wurde eindeutig erreicht. Das Betriebsergebnis konnte um 7% gesteigert werden.

2. Finanzlage

Zur Finanzierung ist mit einem Gesellschafter eine Kreditlinie von 10 Mio. Euro vereinbart. Im Geschäftsjahr 2017 wurden die bestehenden Einzelkredite unterschiedlicher Kreditgeber durch das aufgenommene Darlehen von 9.000 T€ vollständig getilgt. Weitere Kreditlinien wurden nicht in Anspruch genommen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern machen 93% der Bilanzsumme aus. Diese eingeräumten Kreditlinien dienten der Finanzierung des Umlaufvermögens bzw. zur Unterhaltung der Absatzgeschäfte.

Die Finanzlage ist durch die Finanzierung durch den Gesellschafter als stabil zu bezeichnen.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 1,2 % der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

3. Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft stellt sich tabellarisch wie folgt dar:

31.12.2017 Vorjahr
Entwicklung der Vermögenslage TEuro % TEuro %
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 17 0,2 22 0,2
Sachanlagen 270 2,8 301 3,1
287 3,0 323 3,3
Vorräte 5.877 61,5 4.245 43,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 898 9,4 1.304 13,4
Sonstige Vermögensgegenstände 1.481 15,5 3.131 32,2
Flüssige Mittel 612 6,4 476 4,9
Rechnungsabgrenzungsposten 10 0,1 27 0,3
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 383 4,0 209 2,1
Gesamtvermögen 9.548 100,0 9.715 100,0

Der Bestand an Fahrzeugen wurde im Vergleich zum Vorjahr nochmal um 1.632 T€ aufgestockt. Die hieraus resultierenden gestiegenen Umsatzerlöse schlugen sich im Betriebsergebnis positiv nieder.

Die Minderung in den sonstigen Vermögensgegenständen ist im Wesentlichen durch die von der Geschäftsführung bewusste Reduzierung des Pfandleihgeschäftes im Jahr 2017 bedingt.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag erhöhte sich aufgrund des negativen Ergebnisses im Jahr 2017 um 174 T€ auf 383 T€. Die Gesellschaft wird ihr Stammkapital in 2018 aufstocken, so dass die Gesellschaft ein positives Eigenkapital aufweist.

C. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Das USP der Pfando’s cash & drive GmbH, dem Kunden binnen 60 Minuten Bargeld auszuzahlen, wird aufgrund der internen Sicherheitspolitik, kein Bargeld in Filialen, über Auszahlung an Bankschaltern per Barscheck abgewickelt. Das wohl auswirkungsreichste Risiko wäre die fortschreitende Evolution des Geldmarktes in Richtung Onlinewährung und damit einhergehende Reduzierung der Bankschalteröffnungszeiten und der Bargeldausgabe.

Branchenspezifisch ist besonders die Rechtssituation zu betrachten.

Das weiterhin bestehende Verbot einer Rückkaufgarantie (welches die Pfando’s cash & drive GmbH nicht offeriert) in Kaufverträgen an beweglichen Wirtschaftsgütern bietet dem totalen Konkurrenten vermeintlich rechtskonforme Angriffsflächen, welche immer wieder zu Rechtsstreiten führen.

Ertragsorientierte Risiken

Die Unternehmung verfügt über eine eigene Abteilung mit geschulten Mitarbeitern zur Risikobewertung und Betrugsprävention. Auch im Inkassobereich sind Prozesse klar und erfolgswirksam definiert, was zu einer Ausfallquote von 0,58% im Jahr 2017 führte (Abschreibungen / Umsatzerlöse). Demnach ist die Prävention von ertragsorientierten Risiken ein ständiger Fokus der Unternehmung und somit als sehr gut zu bezeichnen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Durch eine substanziierte Liquiditätsplanung der Geschäftsführung sind Liquiditätsrisiken im engeren Sinne nicht zu erwarten. Originäre Liquiditätsrisken z.B. im Bereich Abrufrisiko sind nahezu ausgeschlossen. Durch Kooperation mit mehreren etablierten Bankinstituten und einer ausgewogenen Liquiditätsverteilung, ist die Vertragserfüllung immer gewährleistet. Auch ein Refinanzierungsrisiko ist zu vernachlässigen, da die Unternehmung als Teil einer solventen Holding eigenkapitalähnliche finanzielle Mittel anfordern kann. Des Weiteren ist es der Pfando’s cash & drive GmbH möglich, kurzfristige Verbindlichkeiten aus dem Neugeschäft zu substituieren. Ein zielstrebiges Forderungsmanagement verhindert vertragswidrige Zahlungsdispositionen der Kunden.

Um die Eigenkapitalquote zu steigern plant die Unternehmung das gezeichnete Eigenkapital im Jahr 2018 drastisch zu erhöhen.

2. Chancenbericht

Die aktuelle Liquiditätslage ist sowohl 1. Grades, als auch 2. und 3. Grades als gut zu bezeichnen. Engpässe sind nicht zu erwarten. Fremdfinanzierungen sind nicht vorhanden. In Anspruch genommene Kredite haben Eigenkapitalcharakter.

Die Gesellschaft plant im Jahr 2018 die Einführung eines neuen Produkts und die Neukonzeption der eigens erstellten CRM-Software. Hieraus verspricht sich die Pfando’s cash & drive GmbH einen deutlichen Effizienz- und Qualitätsgewinn, besseres Controlling und eine zukunftsorientierte Ausgangslage für weitere Neuerungen sowohl in- als auch extern.

3. Gesamtaussage

Mögliche Risiken der künftigen Entwicklung werden permanent beobachtet, geprüft und bewertet. Vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität und Prognosesicherheit, aufgrund der Erfahrungen der Gesellschaft, sieht sich die Pfando’s cash & drive GmbH für die Bewältigung der künftigen Herausforderungen gut gerüstet.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

D. Prognosebericht

Um eine positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, wird das Unternehmen das Budget für Marketing und Incentives weiterhin anheben. Ein erneuter Zuwachs der Kundenanfragen von 30% wird erwartet. Ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und ein positiver Cash Flow werden angestrebt.

Die größte Herausforderung wird die interne Technologieerweiterung und die Restrukturierung des Standorts Frankfurt am Main sein. Die damit verbundenen Schwellenängste der Mitarbeiter sollen durch intensive Schulungsmaßnahmen genommen werden.

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2017 betragen 16.696 T€. In der Planung geht die Gesellschaft von einer um 25% steigenden Umsatzentwicklung im nächsten Geschäftsjahr aus. Eine solche Steigerung ist aufgrund der steigenden Bekanntheit des Marktes durch Werbemaßnahmen, gute Bestandskundenbetreuung und Erweiterung des Angebots möglich.

Die Gesellschaft wird auch zukünftig in der Lage sein, den Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

E. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Guthaben bei Kreditinstituten.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend über Kontokorrentguthaben bei Kreditinstituten.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

Darüber hinaus informiert sich die Pfando’s cash & drive GmbH vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität Ihrer Kunden.

F. Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

 

Berlin, im März 2018

Bilanz

Aktiva

31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A. Anlagevermögen 287.122,00 323.307,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 17.490,00 22.017,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 17.490,00 22.017,00
II. Sachanlagen 269.632,00 301.290,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 269.632,00 301.290,00
B. Umlaufvermögen 8.867.862,43 9.156.734,13
I. Vorräte 5.876.673,21 4.244.699,68
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.378.850,55 4.435.640,68
1. sonstige Vermögensgegenstände 2.378.850,55 4.435.640,68
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 612.338,67 476.393,77
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9.777,23 26.521,02
D. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 383.225,72 208.812,55
Bilanzsumme, Summe Aktiva 9.547.987,38 9.715.374,70

Passiva

31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Verlustvortrag 233.812,55 25.976,07
III. Jahresfehlbetrag 174.413,17 207.836,48
IV. nicht gedeckter Fehlbetrag 383.225,72 208.812,55
B. Rückstellungen 231.792,00 43.600,00
C. Verbindlichkeiten 9.316.195,38 9.671.774,70
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.843,88 0,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 9.306.351,50 9.671.774,70
Bilanzsumme, Summe Passiva 9.547.987,38 9.715.374,70

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2017 – 31.12.2017
EUR
1.1.2016 – 31.12.2016
EUR
1. Rohergebnis 6.738.671,31 4.802.556,00
2. Personalaufwand 2.544.285,36 1.948.140,38
a) Löhne und Gehälter 2.166.356,62 1.623.807,86
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 377.928,74 324.332,52
davon für Altersversorgung 1.826,19 -243,72
3. Abschreibungen 106.353,13 127.763,29
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 106.353,13 127.763,29
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.510.098,60 2.295.318,79
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.478,34 54,36
davon aus Abzinsung 1.350,00 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 666.875,73 646.005,75
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 85.908,50 -9.256,37
8. Ergebnis nach Steuern -172.371,67 -205.361,48
9. sonstige Steuern 2.041,50 2.475,00
10. Jahresfehlbetrag 174.413,17 207.836,48

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Pfando’s cash & drive GmbH

Firmensitz laut Registergericht: Berlin

Registereintrag: Handelsregister

Registergericht: Berlin

Register-Nr.: 130895 B

Der Jahresabschluss der Pfando’s cash & drive GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in Anhang gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände wurden zu den jeweiligen Nominalwerten bewertet. Dem Ausfallrisiko wird durch ausreichend bemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen entsprochen.

Flüssige Mittel wurden mit den Nominalwerten aktiviert.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Steuerberechnung für das Jahr 2013 wurde unter der Prämisse der Berücksichtigung der steuerlichen Verlustvorträge ermittelt. Nach Einschätzung der Geschäftsführung als auch der Prozessvertretung wird nach derzeitiger Bewertung der Sach- und Rechtslage davon ausgegangen, dass die Gesellschaft in dem anhängigen Verfahren vor dem Finanzgericht obsiegen wird. Sofern das Verfahren – entgegen den Erwartungen – nicht erfolgreich abgeschlossen werden kann, würden sich die nicht passivierten Steuernachzahlungen auf rund EUR 52.000 belaufen.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Brutto-Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Geschäftsjahresabschreibung

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird in der Geschäftsjahresabschreibung ausgewiesen.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 712.629,38 (Vorjahr: EUR 9.164.617,27).

Sonstige Angaben

Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Die Geschäftsführung ist der Auffassung, dass die Voraussetzungen zur Bewertung unter der Annahme der Unternehmensfortführung gegeben ist, da eine Rangrücktrittsvereinbarung für das Darlehen von der Andreew Holding GmbH, Berlin in Höhe von 500.000 EURO vorliegt.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 45,00
leitende Angestellte (Geschäftsführer, Direktor, Prokurist) 3,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 48,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 44,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 4,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Tobias Renkel

ausgeübter Beruf: Kaufmann

Dietmar Gutzmer

ausgeübter Beruf: Kaufmann

Dan Krenz

ausgeübter Beruf: Kaufmann

Vergütungen der Mitglieder der Unternehmensorgane

Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten wurden den Geschäftsführern im Berichtsjahr EUR 263.024,98 gewährt.

Anlagespiegel

Brutto-Anlagespiegel zum 31.12.2017

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2017
EUR
Zugänge Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.129,31 14.639,31
Immaterielle Vermögensgegenstände 32.129,31 14.639,31
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 466.323,98 171.890,13 166.839,12
– 201.742,99
Sachanlagen 466.323,98 171.890,13 166.839,12
– 201.742,99
498.453,29 171.890,13 181.478,43
– 201.742,99
Abschreibungen Zuschreibungen vom 01.01.2017 bis 31.12.2017
EUR
Buchwert 31.12.2017
EUR
Buchwert 31.12.2016
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.527,00 17.490,00 22.017,00
4.527,00 17.490,00 22.017,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 101.826,13 269.632,00 301.290,00
 Sachanlagen 101.826,13 269.632,00 301.290,00
106.353,13 287.122,00 323.307,00

Angabe der Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

1.1.2017 – 31.12.2017

Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 8.876.342,77 EUR.

1.1.2016 – 31.12.2016

Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 0,00 EUR.

sonstige Berichtsbestandteile

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Berlin, 30.4.2018

gez. Tobias Renkel, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.04.2018 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Pfando´s cash & drive GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung und Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Berlin, 26. Juni 2018

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Stephan Kleinmann, Wirtschaftsprüfer

Corinna Kaufhold, Wirtschaftsprüferin

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