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New York: Fahrverbot verhängt

StockSnap (CC0), Pixabay
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Angesichts eines schweren Wintersturms hat New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani ein umfassendes Fahrverbot für nicht zwingend notwendige Reisen verhängt. Die Maßnahme gilt von Sonntagabend 21 Uhr bis Montagmittag und betrifft Straßen, Autobahnen und Brücken in der gesamten Stadt. Ausgenommen sind Einsatzkräfte sowie Personen, die aus Notfällen heraus unterwegs sein müssen.

Zugleich rief Mamdani den Notstand aus, wodurch zusätzliche Mittel zur Bewältigung des Sturms freigegeben werden. Die öffentlichen Schulen bleiben am Montag geschlossen – ein „klassischer Schneetag“ ohne Online-Unterricht, wie der Bürgermeister betonte.

Der Nordosten der USA bereitet sich auf einen Sturm vor, der Blizzard-Stärke erreichen könnte. Mehr als 35 Millionen Menschen von Maryland bis Massachusetts sind von Wetterwarnungen betroffen. Meteorologen rechnen verbreitet mit 30 bis 60 Zentimetern Schnee, Windböen von bis zu 110 km/h sowie möglichen Küstenüberschwemmungen von Delaware bis Cape Cod. Der Nationale Wetterdienst warnte vor gefährlichen Whiteout-Bedingungen, umstürzenden Bäumen, Stromausfällen und erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Für New York City wurde erstmals seit fast einem Jahrzehnt wieder eine offizielle Blizzard-Warnung ausgesprochen. Mamdani forderte die Bevölkerung auf, möglichst zu Hause zu bleiben: „Zu Hause bleiben heißt, sicher bleiben.“

Die Stadt verstärkt ihre Schneeräumung, setzt zusätzliches Gerät ein und mobilisiert Personal, um Busstationen, Gehwege und Fußgängerüberwege freizuhalten. Hilfskräfte sind zudem unterwegs, um obdachlose Menschen in Notunterkünfte und Wärmestuben zu bringen.

Auch in New Jersey wurde der Notstand ausgerufen. Gouverneurin Mikie Sherrill warnte eindringlich vor unnötigen Fahrten. Erstmals seit 30 Jahren stehen alle 21 Bezirke des Bundesstaates gleichzeitig unter einer Blizzard-Warnung. Kirchen sagten Gottesdienste ab, und in Atlantic City wurden Bewohner und Touristen aufgefordert, besonders gefährdete Küstenbereiche zu meiden.

In Boston verhängte Bürgermeisterin Michelle Wu ebenfalls den Schneenotstand; Schulen und städtische Einrichtungen bleiben am Montag geschlossen. Wu sprach von einem möglichen „historischen“ Wintersturm.

Der Flugverkehr ist massiv beeinträchtigt: Mehr als 6.000 Flüge wurden bis Montag gestrichen, besonders betroffen sind die großen Flughäfen in New York, Newark, Philadelphia und Boston.

Während viele Behörden zur Vorsicht mahnen, äußerten einige Bewohner Kritik daran, dass zahlreiche Arbeitsplätze trotz der Wetterlage geöffnet bleiben. Dennoch appellieren die Verantwortlichen eindringlich an die Bevölkerung, die Warnungen ernst zu nehmen und unnötige Risiken zu vermeiden.

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