Startseite Allgemeines „Natürlich sind die Vermittler unschuldig!“ – Ein humorvoller Blick auf die DEGAG-Situation
Allgemeines

„Natürlich sind die Vermittler unschuldig!“ – Ein humorvoller Blick auf die DEGAG-Situation

ZedH (CC0), Pixabay
Teilen

Ach ja, die DEGAG-Gruppe – ein Paradebeispiel für wirtschaftliche Stabilität … oder eben nicht. Während Anleger nervös ihre Konten checken, Anlegerschützer bereits die Rettungsboote klar machen und Insolvenz-Experten den Taschenrechner zücken, steht eine Gruppe wieder einmal im Mittelpunkt: die Vermittler.

Diese tapferen Helden des Finanzvertriebs, die ihren Kunden hochseriöse Investments empfohlen haben, werden nun – völlig unerwartet, versteht sich – mit Haftungsfragen konfrontiert. Aber keine Sorge, es gibt ja immer Wege, sich herauszuwinden. Oder doch nicht?

Der Vertrieb: Zwischen Baum, Borke und Haftungsklage

Fangen wir mit den harten Fakten an:

  • Die Anleger fordern ihr Geld zurück – dumm gelaufen.
  • Die DEGAG hat wohl Liquiditätsprobleme – wer hätte das gedacht?
  • Die Vermittler möchten ihre Provisionen behalten – verdient ist verdient, oder?

Problem: Die DEGAG-Projektgesellschaften könnten bald insolvent sein. Und da Provisionen nicht nachrangig sind, könnte deren Auszahlung eine Insolvenzsituation auslösen. Blöd nur, dass das Insolvenzrecht solche Zahlungen auch gerne mal zurückholt. Das bedeutet für die Vermittler: Geld vielleicht kurz auf dem Konto – aber nicht lange.

Kundenkommunikation: Die hohe Kunst der Schadensbegrenzung

Jetzt ist es wichtig, dass Vermittler gegenüber ihren Kunden verbindlich und rechtssicher auftreten. Frei nach dem Motto: „Was, ich? Das konnte doch keiner ahnen!“ Hierzu gibt es ein beeindruckendes Arsenal an Rundmails, Merkblättern und Pressemitteilungen, mit denen die Kunden beruhigt und der eigene Ruf gerettet werden soll.

Klingt gut? Klar! Funktioniert das? Fraglich. Denn wenn die Kunden merken, dass ihr „sicheres Investment“ doch nicht so sicher war, sind all die schönen Formulierungen schnell wertlos.

Nächste Schritte für Vermittler: Augen zu und durch?

Die offizielle Empfehlung:

  1. Kommunikation optimieren – Kunden beruhigen, eigene Haut retten.
  2. Provisionen klug einfordern – aber bloß nicht zu forsch, sonst gibt’s juristischen Ärger.
  3. Sich mit anderen Vermittlern vernetzen – denn geteiltes Leid ist halbes Leid.

Dabei wird gerne ignoriert, dass sich die Vermittler am Ende wohl oder übel mit einer Haftung konfrontiert sehen. Denn wenn Anleger falsch oder unvollständig beraten wurden, führt kaum ein Weg daran vorbei, dass sie ihren Vermittler in die Verantwortung nehmen.

Das unvermeidliche Fazit

Wie endet das Ganze für die Vermittler?

  • Mit einem Webinar? Vielleicht.
  • Mit einer anwaltlich optimierten Kundenkommunikation? Sicherlich.
  • Mit einer Haftung? Nun ja … die Chancen stehen nicht schlecht!

Denn so sehr man sich auch winden und die Verantwortung auf andere schieben möchte – wenn Anleger Geld verlieren, ist der Vermittler fast immer die ärmste Sau im Raum.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Die große Brandmauer-WG

Deutschland diskutiert wieder über die berühmte „Brandmauer“. Dieses politische Bauwerk ist inzwischen...

Allgemeines

Und wieder geht einer: Warum der mögliche Abschied von Alexander Nübel weh tut

Es gibt Spieler, die funktionieren einfach. Sie kommen nicht jeden Samstag mit...

Allgemeines

Das wird in Deutschland auch kommen

Noch lachen viele Deutsche über die Wohnungskrise in Spanien. Zehntausende Menschen demonstrieren...

Allgemeines

Fortuna gehört nach oben – und genau deshalb dürfen wir jetzt nicht jammern

Ja, es tut weh. Als Fan von Fortuna Düsseldorf fühlt sich dieser...