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Mindestlohn-Märchen: Mehr Geld? Für wen eigentlich?

CharlesRondeau (CC0), Pixabay
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Höherer Mindestlohn – klingt erstmal wie Musik in den Ohren hart arbeitender Menschen. Doch sobald der Staat ins Spiel kommt, wird aus dem Lohnzuwachs schnell eine Steuerfalle mit Nebenwirkungen. Denn was der Staat mit der einen Hand gibt, reißt er sich mit der anderen doppelt und dreifach wieder unter den Nagel.

So sollen Millionen Beschäftigte von der geplanten Anhebung profitieren – allein in Bayern rund 994.000 Jobs. Aber wer sich über satte 13,9 % mehr Brutto freut, sollte vorher die Lupe zücken: Beim Netto bleibt ein mageres Plus von gerade einmal 11,2 %. Der Rest verschwindet – Überraschung! – in den Taschen des Fiskus und der Sozialkassen.

Kein Wunder also, dass selbst in den Kommentarspalten von BR24 der Unmut wächst. Ein Nutzer bringt es auf den Punkt: „Der Staat tut so, als würde er helfen – aber holt sich das Geld sofort wieder zurück.“ Eine ehrliche Rechnung? Fehlanzeige. Stattdessen bekommen Bürger Mindestlohnrechner und vage Grafiken vorgesetzt.

Und während der DGB jubelt, dass das „eine der deutlichsten Lohnerhöhungen“ sei, sprechen Gastronomiebetriebe eine andere Sprache. Dort melden sich Bewerber reihenweise wieder ab – zu gering der Unterschied zum Bürgergeld, zu hoch die Abzüge. Arbeiten? Lohnt sich für viele kaum noch. Willkommen im sozialstaatlichen Absurditätenkabinett!

DEHOGA warnt: Die steigenden Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung bringen Betriebe in die Knie. 20 % Extra obendrauf – bei gleichbleibender Bürokratie und wachsender Unsicherheit. Die Lösung? Eine Reform der Abgaben. Doch stattdessen ernten Unternehmer Vorwürfe von der Gewerkschaft: Sie sollten sich erstmal um „unbezahlte Überstunden“ kümmern. Als ob sich mit moralischen Appellen Lohnnebenkosten stemmen ließen.

Und wie geht es weiter? Wahrscheinlich noch schlimmer. Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherungen schreien jetzt schon nach mehr Geld. Beitragserhöhungen drohen. Steuererleichterungen? Vielleicht. Irgendwann. Wenn’s mal passt.

Bis dahin bleibt der neue Mindestlohn genau das, was er für viele ist: eine gut gemeinte Illusion, die am Monatsende kaum etwas ändert – außer der Frustration.

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