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Meta rudert zurück: Mitarbeiter dürfen Überwachung jetzt kurz pausieren

Artapixel (CC0), Pixabay
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Der Facebook-Konzern Meta reagiert auf massive Kritik aus den eigenen Reihen und lockert seine umstrittenen Pläne zur Überwachung von Mitarbeitern am Arbeitsplatz. Beschäftigte sollen die Datenerfassung ihrer Computeraktivitäten künftig zumindest zeitweise pausieren können.

Das Unternehmen hatte im April angekündigt, mit einem neuen System namens „Model Capability Initiative“ (MCI) Tastatureingaben und Mausbewegungen der Mitarbeiter zu erfassen. Die Daten sollten dazu dienen, KI-Modelle zu trainieren und besser zu verstehen, wie Menschen Computer im Alltag nutzen.

Die Reaktionen innerhalb des Unternehmens fielen jedoch heftig aus. Viele Beschäftigte empfanden die Maßnahme als übergriffig. Ein Mitarbeiter bezeichnete das Vorgehen gegenüber Medien sogar als „dystopisch“. Gleichzeitig sorgte die Ankündigung vor dem Hintergrund geplanter Stellenstreichungen zusätzlich für Unruhe.

Meta hat allein in diesem Jahr bereits tausende Stellen abgebaut. Im Frühjahr kündigte der Konzern an, rund zehn Prozent der Belegschaft streichen zu wollen.

Nach wochenlangem internen Protest und einer Petition mit mehr als 1.500 Unterstützern reagiert Meta nun offenbar mit Zugeständnissen:
Mitarbeiter sollen die Datenerfassung künftig für jeweils bis zu 30 Minuten deaktivieren können. Außerdem soll es Möglichkeiten geben, Ausnahmen von der Überwachung zu beantragen.

Zusätzlich wurde das System technisch angepasst, nachdem Mitarbeiter berichtet hatten, dass das Überwachungstool die Akkulaufzeit der Laptops deutlich verschlechtert und den Datenverbrauch im Homeoffice massiv erhöht habe.

Meta selbst betont weiterhin, dass die gesammelten Daten ausschließlich für KI-Trainingszwecke genutzt würden und Schutzmechanismen für sensible Inhalte existierten. Dennoch bleibt die Debatte über Datenschutz, Kontrolle und KI-Überwachung am Arbeitsplatz hochbrisant.

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