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Massengräber

webandi (CC0), Pixabay
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Der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, äußerte sich über seine Sprecherin Ravina Shamdasani „entsetzt“ über Berichte zu Massengräbern im Gazastreifen. Er sei alarmiert angesichts der massiven Zerstörung der Krankenhäuser Nasser in Chan Junis und Al-Schifa in Gaza-Stadt und der Meldungen über Hunderte von Leichen in Massengräbern.

Shamdasani erklärte, dass unter den gefundenen Leichen einige seien, denen die Hände gebunden waren. Dies deutet auf gravierende Verstöße gegen internationale Menschenrechtsnormen und das humanitäre Völkerrecht hin, was dringend weiter untersucht werden müsse.

Der UNO-Hochkommissar bemühe sich um eine Bestätigung dieser Berichte durch palästinensische Quellen. Nach aktuellen Informationen wurden im Nasser-Krankenhaus 283 und im Al-Schifa-Krankenhaus 30 Leichen entdeckt, darunter Frauen und Kinder, die unter Trümmern begraben waren.

Das israelische Militär hat unterdessen die Vorwürfe zurückgewiesen, für die Massengräber und etwaige Exekutionen verantwortlich zu sein. Es erklärte, dass Soldaten lediglich Leichen exhumiert hätten, um nach Überresten israelischer Geiseln zu suchen. „Die Behauptungen, die IDF hätten palästinensische Leichen begraben, sind haltlos und unbegründet“, so ein Militärsprecher. Zudem seien die Leichen nach der Untersuchung an ihre ursprünglichen Grabstätten zurückgebracht worden.

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