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Markwayne Mullin: Trumps Kandidat für das Heimatschutzministerium

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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US-Präsident Donald Trump hat den Senator aus Oklahoma, Markwayne Mullin, als neuen Minister für Heimatschutz nominiert. Er soll die umstrittene Amtsinhaberin Kristi Noem ersetzen. Damit würde Mullin der zweite Leiter des Ministeriums für Heimatschutz in Trumps zweiter Amtszeit werden. Bevor er das Amt antreten kann, muss jedoch noch der US-Senat seine Ernennung bestätigen.

Unterstützer von Trump und dessen Einwanderungspolitik

Mullin, der seit 2023 Senator ist, gilt als enger politischer Verbündeter Trumps und unterstützt dessen harte Linie in der Einwanderungspolitik. Er hat wiederholt Maßnahmen der Behörden zur Festnahme und Abschiebung von Menschen ohne Aufenthaltsstatus verteidigt.

Nach seiner Nominierung erklärte Mullin vor Journalisten in Washington, er wolle sich in seiner neuen Rolle vor allem auf die Sicherheit der Vereinigten Staaten konzentrieren. Er betonte zugleich, dass er die vom Kongress verabschiedeten Gesetze durchsetzen werde – auch wenn nicht alle Bürger mit ihnen einverstanden seien.

Kritik am politischen Streit um Behördenfinanzierung

Der Senator hat außerdem den anhaltenden teilweisen Regierungsstillstand kritisiert, durch den auch die Finanzierung des Heimatschutzministeriums zeitweise beeinträchtigt wurde. Mullin warf den Demokraten vor, mit politischem Theater wichtige Sicherheitsbehörden zu blockieren.

Sollte er bestätigt werden, würde Mullin eine Behörde übernehmen, die zuletzt stark unter Druck geraten ist. Hintergrund sind unter anderem Vorfälle, bei denen zwei US-Bürger bei Einsätzen von Einwanderungsbeamten in Minnesota ums Leben kamen.

Bekannt für hitziges Auftreten

Der Politiker ist auch für sein temperamentvolles Auftreten bekannt. Besondere Aufmerksamkeit erhielt eine Senatsanhörung im Jahr 2023, bei der Mullin einen Gewerkschaftsführer während der Sitzung zu einem Kampf herausforderte. Er stand auf, wollte seinen Ehering abnehmen und erklärte, man könne die Angelegenheit „wie zwei einvernehmliche Erwachsene“ klären – bevor andere Senatoren ihn zur Ordnung riefen.

Vom MMA-Kämpfer zum Senator

Bevor Mullin in die Politik ging, arbeitete er im Familienunternehmen für Sanitärinstallationen, das er gemeinsam mit seiner Frau ausbaute. Der Vater von sechs Kindern war außerdem Mixed-Martial-Arts-Kämpfer, was zu seinem Image als besonders kämpferischer Politiker beigetragen hat.

Mit seiner Mischung aus politischer Loyalität zu Trump und seinem konfrontativen Stil dürfte Mullin als Heimatschutzminister eine umstrittene, aber einflussreiche Figur in der US-Regierung werden

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