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Japans Finanzminister Shunichi Suzuki äußerte zunehmende Besorgnis über die negativen Auswirkungen der aktuellen Yen-Schwäche. „Der schwache Yen steigert die Gewinne der Exporteure, aber er erhöht auch die Belastungen für Unternehmen und Verbraucher, indem er die Importpreise in die Höhe treibt“, sagte Suzuki heute vor einem Parlamentsausschuss.

Er betonte, dass das politische Ziel darin bestehe, Lohnerhöhungen zu erreichen, die den Preisanstieg übersteigen. „Angesichts dessen sind wir derzeit eher über die negativen Auswirkungen der Yen-Schwäche besorgt.“ Suzuki versicherte erneut, dass die japanischen Behörden die Auswirkungen der Währung auf die Wirtschaft und die Haushalte weiterhin genau beobachten und entsprechend reagieren werden.

Der Yen hat sich in der Nähe der Marke von 157 pro Dollar eingependelt und lag im frühen asiatischen Handel heute bei 156,8 pro Dollar. Am Wochenende bekräftigten die Finanzminister der Gruppe der sieben führenden westlichen Industrienationen (G7) ihre Warnung vor übermäßig volatilen Währungsbewegungen. Diese Äußerungen wurden in Japan als grünes Licht für eine mögliche Marktintervention interpretiert, um einen weiteren Fall des Yen zu stoppen und die Stabilität der Währung zu gewährleisten.

Suzuki betonte, dass eine stabile Währung für die wirtschaftliche Planung und das Vertrauen der Investoren von entscheidender Bedeutung sei. Die Regierung werde alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die negativen Effekte der Währungsabwertung zu minimieren und die Wirtschaft zu stabilisieren. Dies schließe sowohl kurzfristige Interventionen als auch langfristige strukturelle Reformen ein, um die Wettbewerbsfähigkeit Japans auf dem globalen Markt zu sichern.

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