Ein aktueller Vorgang rund um die Inkassodienst Klütz GmbH aus Hockenheim wirft erhebliche Fragen auf – insbesondere hinsichtlich der Zuordnung der geltend gemachten Forderung.
Die Redaktion von diebewertung.de erhielt eine Zahlungsaufforderung über 34,91 Euro (Aktenzeichen: AKT-2026-5404647247). Laut den im Online-Portal einsehbaren Daten soll die Forderung aus einer angeblich offenen Amazon-Bestellung stammen.
Konkrete Daten widersprechen der Forderung
Ein Blick in die Vorgangsdetails zeigt jedoch deutliche Ungereimtheiten:
- Gläubiger: Amazon Deutschland S.à r.l.
- Forderungsgrund: Warenlieferung / Bestellung
- Rechnungsnummer: DEAEU202679926
- Hauptforderung: 16,41 Euro
- Inkassokosten: 15,00 Euro
- Auslagenpauschale: 3,50 Euro
- Gesamtforderung: 34,91 Euro
Besonders auffällig:
Die angebliche Lieferung soll laut System an die Adresse
„Am Torney 2a, 23970 Wismar“ erfolgt sein.
Damit wird klar: Diese Lieferung steht in keinem erkennbaren Zusammenhang zur Redaktion von diebewertung.de.
Keine Geschäftsbeziehung – dennoch Inkasso
Die Redaktion hat zu keinem Zeitpunkt eine entsprechende Bestellung getätigt oder eine Lieferung erhalten. Vielmehr wurde über das Unternehmen journalistisch berichtet – mehr nicht.
Dass dennoch eine Zahlungsaufforderung verschickt wurde, lässt Zweifel an der internen Prüfung solcher Fälle aufkommen.
Sachbearbeitung ohne inhaltliche Prüfung?
Trotz Hinweis auf die offensichtlichen Widersprüche blieb eine inhaltliche Klärung bislang aus. Stattdessen wurde auf standardisierte Abläufe verwiesen:
- Nutzung eines Online-Portals
- Forderung nach „prüffähigen Nachweisen“
- Androhung gerichtlicher Schritte
- Hinweis auf mögliche SCHUFA-Einträge
Gerade vor dem Hintergrund der klar abweichenden Lieferadresse wirkt dieses Vorgehen mindestens fragwürdig.
Beweislast wird auf Betroffene verlagert
Besonders kritisch ist die Forderung, im Falle eines möglichen Identitätsmissbrauchs zunächst eine polizeiliche Anzeige vorzulegen. Ohne diesen Nachweis werde der Einwand nicht berücksichtigt.
Ein solches Vorgehen kehrt die übliche Logik um:
Nicht das Inkassounternehmen belegt die Forderung eindeutig – sondern der Betroffene soll seine Nichtverantwortlichkeit beweisen.
Klarstellung: Kein Zusammenhang mit diebewertung.de
Es wird ausdrücklich klargestellt:
Diese Forderung steht in keinerlei Zusammenhang mit der Tätigkeit von diebewertung.de. Es existiert weder ein Vertragsverhältnis noch eine Bestellung.
Die vorliegenden Daten deuten vielmehr auf eine fehlerhafte Zuordnung oder einen möglichen Datenmissbrauch hin.
Rechtliche Schritte eingeleitet
Aufgrund der fehlenden Klärung und der weiterhin aufrechterhaltenen Forderung sieht sich die Redaktion gezwungen, einen Rechtsanwalt einzuschalten.
Fazit
Der Fall zeigt exemplarisch, wie problematisch automatisierte oder unzureichend geprüfte Inkassoprozesse sein können. Selbst bei offensichtlichen Widersprüchen wird offenbar zunächst an der Forderung festgehalten.
Verbrauchern ist daher dringend zu raten:
Inkassoforderungen immer genau prüfen – insbesondere dann, wenn Adressen, Beträge oder Sachverhalte nicht eindeutig zuordenbar sind.

Tolle Seite die ich bisher nicht gekannt habe. Ich werde mir die Seite bestimmt merken.Danke für Ihre Berichterstattung an die Redaktion
Das sind einfach nur Cyberkrimineller aus der Türkei, die sich in Deutschland dumme Finanzagenten suchen die dann Geldwäsche für die Cyberkriminellen betreiben. Die böse Überraschung kommt demnächst von der Staatsanwaltschaft. Hand abhacken und hinter Gittern stecken und Schlüssel wegschmeissen
Ich habe Strafantrag gegen den Zahlungsdienstleiter gestellt da er sich meiner Meinung nach der Geldwäsche schuldig macht. Anzeige bei der BaFin habe ich auch gemacht.
Just for curiosity. Beide PDFs wurden mit Libre Office erzeugt.
Bei uns das gleiche Spiel. Zahlungsaufforderung von Lena Schuster / Klütz Inkasso an unser Unternehmen. Angeblich etwas bestellt bei OTTO für € 16,23. Uns war von Anfang an klar, das muss Fake sein, da wir dort generell nicht bestellen. Nach Widerspruch per Email erhielt ich sogar noch zwei Antworten per Email, immer von Lena Schuster, aber von zwei verschiedenen Mailadressen, einmal von post@kluetz-inkasso.de, dann von info@kluetz-forderungen.de. Die echte Domain der Fa. Klütz lautet jedoch, wie hier bereits mehrfach gepostet anders. Sehr sehr gut und aufwendig gemachter Fake. Genau deshalb haben wir auch Strafanzeige bei der Onlinewache der Polizei Hessen gestellt. Ich hoffe, es fallen nicht zu viele darauf herein.
Mir ist es heute auch genauso gegangen. Auch ein kleiner Betrag. Sieht täuschend Echt aus, aber ich bin nicht darauf reingefallen und die Sache ist im Papierkorb gelandet. Seltsam nur, das man denen nicht das „Handwerk“ legen kann.
Mir ist es heute auch genauso gegangen. Auch ein kleiner Betrag. Sieht täuschend Echt aus, aber ich bin nicht darauf reingefallen und die Sache ist im Papierkorb gelandet.
Hallo zusammen,
hier die Antwort vom Inkassobüro
Von: Klütz, Kurt Im Auftrag von Info
Gesendet: Dienstag, 31. März 2026 13:41
Betreff: AW: Ihre Zahlungsaufforderung zum Aktenzeichen AKT-2026-6369014805 – Unterlagen
Sehr geehrte Damen und Herren,
diese Zahlungsaufforderung stammt nicht von uns. Wir sind auch nicht Betreiber der Internetseite, auf die verwiesen wird.
Hier missbraucht jemand unsere Firmenbezeichnung und verwendet eine ähnlich lautende Domain.
Wir haben bereits die Polizei eingeschaltet.
Bitte betrachten Sie die Zahlungsaufforderung als gegenstandslos.
Mit freundlichen Grüßen
Kurt Klütz
Inkassodienst Klütz GmbH
Biblisweg 9
68766 Hockenheim
Tel.: 06205 30 93 30
Fax: 06205 30 93 39
info@inkasso-kluetz.de
Amtsgericht Mannheim, HRB 727575
Geschäftsführer: Kurt Klütz
Aufsichtsbehörde i. S. d. § 5 Abs. 1 Nr. 3 TMG ist das Bundesamt für Justiz, Referat VII 5 (RDG), Adenauerallee 99-103, 53113 Bonn. Registrierungsbehörde ist der Präsident des Landgerichts Karlsruhe, Hans-Thoma-Str. 7, 76133 Karlsruhe. Eingetragen im Rechtsdienstleistungsregister, Aktenzeichen: E 3712-565
Diese E-Mail enthält vertrauliche und/oder rechtlich geschützte Informationen. Wenn Sie nicht der richtige Adressat sind oder diese E-Mail irrtümlich erhalten haben, informieren Sie bitte sofort den Absender und vernichten Sie diese E-Mail. Das unerlaubte Kopieren und
die unbefugte Weitergabe dieser E-Mail sind nicht gestattet.
Ich habe ebenfalls ein solches Mahnschreiben erhalten, und es ist eindeutig ein Betrugsversuch. Die Betrüger nutzen die Domains kluetz-inkasso.de und kluetz-forderungen.com, die sich deutlich von der offiziellen Domain der Inkassodienst Klütz GmbH (inkasso-kluetz.de) unterscheiden. Zudem haben die beiden Domains unterschiedliche Provider – die betrügerischen Domains werden über Cloudflare gehostet.
Ich habe bereits eine E-Mail an die zuständige Abteilung für Missbrauch bei Cloudflare geschickt und außerdem die Inkassodienst Klütz GmbH per E-Mail informiert. Was genau daraus resultieren wird, bleibt abzuwarten.
Soeben habe ich eine Rückmeldung von der betroffenen Firma erhalten – es handelt sich eindeutig um einen Betrugsfall, und es wurde bereits Anzeige erstattet.
Zusätzlich habe ich die Zahlungsinformationen des Betrügers bei Mollie gemeldet und hoffe, dass dort entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.
super! Danke für Deinen Einsatz.
Von: Klütz, Kurt Im Auftrag von Info
Gesendet: Dienstag, 31. März 2026 13:41
Betreff: AW: Ihre Zahlungsaufforderung zum Aktenzeichen AKT-2026-6369014805 – Unterlagen
Sehr geehrte Damen und Herren,
diese Zahlungsaufforderung stammt nicht von uns. Wir sind auch nicht Betreiber der Internetseite, auf die verwiesen wird.
Hier missbraucht jemand unsere Firmenbezeichnung und verwendet eine ähnlich lautende Domain.
Wir haben bereits die Polizei eingeschaltet.
Bitte betrachten Sie die Zahlungsaufforderung als gegenstandslos.
Mit freundlichen Grüßen
Kurt Klütz
Inkassodienst Klütz GmbH
Biblisweg 9
68766 Hockenheim
Tel.: 06205 30 93 30
Fax: 06205 30 93 39
info@inkasso-kluetz.de
Amtsgericht Mannheim, HRB 727575
Geschäftsführer: Kurt Klütz
Aufsichtsbehörde i. S. d. § 5 Abs. 1 Nr. 3 TMG ist das Bundesamt für Justiz, Referat VII 5 (RDG), Adenauerallee 99-103, 53113 Bonn. Registrierungsbehörde ist der Präsident des Landgerichts Karlsruhe, Hans-Thoma-Str. 7, 76133 Karlsruhe. Eingetragen im Rechtsdienstleistungsregister, Aktenzeichen: E 3712-565
Diese E-Mail enthält vertrauliche und/oder rechtlich geschützte Informationen. Wenn Sie nicht der richtige Adressat sind oder diese E-Mail irrtümlich erhalten haben, informieren Sie bitte sofort den Absender und vernichten Sie diese E-Mail. Das unerlaubte Kopieren und
die unbefugte Weitergabe dieser E-Mail sind nicht gestattet.
Ich habe ebenfalls ein solches Mahnschreiben erhalten, und es ist eindeutig ein Betrugsversuch. Die Betrüger nutzen die Domains kluetz-inkasso.de und kluetz-forderungen.com, die sich deutlich von der offiziellen Domain der Inkassodienst Klütz GmbH (inkasso-kluetz.de) unterscheiden. Zudem haben die beiden Domains unterschiedliche Provider – die betrügerischen Domains werden über Cloudflare gehostet.
Ich habe bereits eine E-Mail an die zuständige Abteilung für Missbrauch bei Cloudflare geschickt und außerdem die Inkassodienst Klütz GmbH per E-Mail informiert. Was genau daraus resultieren wird, bleibt abzuwarten.
Bei uns ging heute auch eine Zahlungsaufforderung ein. Ich habe eigentlich gar keine Zeit dafür, würde aber auch gerne Strafanzeige stellen. Was mich nur irritiert ist, dass die Firma bei Northdata seit 2022 gelistet ist. Es scheint das Unternehmen also wirklich zu geben.
Dasselbe heute für offene Forderung an Otto Payments allerdings war die Rechnung auf unsere seit 2013 geänderte Firmenanschrift ausgestellt. Mit Otto geklärt und auch mit Klütz, die haben bereits Strafanzeige bei der Polizei gestellt da hier mit Ihrem Namen Missbrauch getrieben wird. Tatsächlich hat die echte Firma Klütz eine andere Webseite als auf der Fake-Rechnung.
Auch ich habe eine solche Mail erhalten, an meine Arbeitsadresse mit der niemals irgendwo Bestellungen getätigt wurden, es bestand also zum Glück direkt der Betrugsverdacht. Gibt es wirklich Leute die blind irgendwas bezahlen ohne zu wissen ob sie was bestellt haben?
Bei uns ist gerade auch eine Forderung eingetroffen unter AKT-2026-1937489394 über 36,87 Euro. Die Forderung ist allerdings nicht von amazon sondern von OTTO bzw. Otto Payments
Die gleich E-Mail haben wir heute auch ins Büro bekommen. Angeblich Aktenablage bestellt. Wir haben noch nie etwas bei Otto für oder an die Firma bestellt
Nachtrag: Dass es das originale und in diesen Fall höchstwahrscheinlich nicht verwickelte Inkasso-Unternehmen nicht schafft, eine eigene Seite aufzusetzen und vor dieser Masche zu warnen, ist mehr als traurig.
Wir sind auch angeschrieben worden. Sehr gut gemachte Webseite, die aber erst vor kurzem registriert wurde an eine Privatperson über einen US-amerikanischen Registrar. Wir haben auch diese Faber-Castell-Fasermaler bestellt…. :)
Habe Amazon angeschrieben und Mollie und die Verbraucherzentrale Brandenburg, die extra eine Seite für betrügerische Inkassoschreiben bereithält.
Wir kaufen tatsächlich manchmal bei Amazon, haben aber in der Adresse noch stehen „Anlieferung nur Mo-Do 7 – 16 Uhr“. Daran haben wir das sofort erkannt.
Genau die selbe Forderung mit Faber-Castel Markern habe ich auch bekommen. Habe so etwas auch nicht bestellt.
Die reiten auf dieser Masche und versuchen so an Geld zu kommen. Sehr unseriös. Habe gestern gegen Unbekannt Strafanzeige gestellt und werde dies jetzt an meinen Anwalt abgeben damit der gegen diese Firma Strafanzeige stellt.
Bei mir der gleiche Ablauf. Ich nerve die Amazon-Hotline bereits seit Freitag mit meiner Bitte um Aufklärung, weil meine Recherchen zu Klütz nichts Auffälliges ergeben hatten und die Website, sowie der Email-Verkehr mit dieser ominösen Frau Becker korrekt erschien.
Pfofessioneller Fake! Wir haben auch eine Zahlungsaufforderung erhalten. Angeblich wurden bei Amazon Faber-Castell 205211 Textmarker Set 46 gekauft. Wir haben vorerst keinen Verdacht geschöpft. Ich konnte dann aber keine Bestellung finden. Daraufhin habe ich nach dem Inkassounternehmen gesucht… und zum Glück DIESE seite gefunden. Ok erstmal aufatmen… wir sind den Betrügern zuvor gekommen. Ich melde das jetzt noch der Polizei und bei mollie. Es wichtig, dass wir alle zusammenhalten und gegen dieser Cyberkriminalität kämpfen. Auch wenn es Zeit kostet, aber nichts tun ist schlimmer. Wir sind erstaunt wie gut diese Betrugsmail vornereitet war und ehrlich gesagt es hätte auch richtig schief gehen können beim anklicken der pdf-Anhänge. Unfassbar! Man sollte eben doch nicht so schnell irgendeiner Email trauen.
jo, bei uns heißt die Frau nicht Becker, sondern Schuster, aber alles andere sehr ähnlich. Auch Fabermalstifte bei Amazon. Anzeige bei der Polizei wurde erstattet und es wird wahrscheinlich wie allzu oft nix passieren. Aber nix tun bringt von vorn herein nix…
m. w.
Bei mir gibt es das gleiche Szenario.
Ich habe meinen Anwalt involviert und dann nicht lange gefackelt und Strafanzeige gestellt.
Auch wenn man diese Gangster wahrscheinlich nicht zu packen bekommt , darf man sich sowas nicht gefallen lassen. Aber wer weiß…….
Hier ist dein korrigierter und flüssig formulierter Text:
Wir haben gestern ebenfalls eine solche Mail erhalten (in unserem Fall ging es um Faserstifte für ca. 35 €).
Die Forderung wurde bei uns jedoch an eine Firma gestellt, die grundsätzlich keine Bestellungen tätigt (Verwaltungs-GmbH der Co. KG). Ich musste erst etwas recherchieren, um die Wahrheit zu erkennen. Dabei bin ich auf diese Seite gekommen. Dieser Betrug ist extrem professionell gemacht. Ich habe dazu eine Warnung auf Facebook veröffentlicht.
(Auch mit einem Link auf diese Seite zur Info, wenn das nicht ok ist bitte melden!)
Nachtrag zu meinem Kommentar vom 27.03.2026 11:01 Uhr.
Dieser 2. Kommentar zeigt meine Rückschlüsse und Recherchen und soll dazu anregen sich selbst ein Urteil zu bilden. Er soll aber nicht dazu führen nicht selbst nachzudenken oder gar zu tun, was ich getan habe. Entscheide bitte selbst, was mit diesen Informationen hier gemacht werden kann.
Die Mail „Ihre Zahlungsaufforderung zum Aktenzeichen AKT-2026-XXXXXXXXXX – Unterlagen“ von pos@kluetz-inkasso.de ist eine sehr ausgereifte, durchdachte und gut gemachte Betrugsmasche.
Es wird suggeriert die Firma Inkassodienst Klütz GmbH habe eine Forderung wegen nicht bezahlter Rechnung und meldet sich deshalb per Mail.
Die Mail selbst ist professionell gehalten, enthält keine Rechtschreibfehler oder sonstige Anzeichen, die es ermöglichen, diese direkt als Fake zu erkennen. Ich habe trotzdem wie immer keine Links oder Anhänge angeklickt. Ich habe versucht über andere Wege herauszufinden, was hier los ist und warum jemand behauptet ich hätte unbeglichene Forderungen. Eine Recherche im Internet ergibt sehr schnell, dass es die Firma Inkassodienst Klütz GmbH tatsächlich gibt. Hochoffizielle Stellen, wie das Rechtsdienstleistungsregister und der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU) kennen diese Firma. Besonders perfide die Google Suche ergibt neben Firmenauskunfteien auch sehr prominent, bei mir an 2 Stelle, ein Suchergebnis für kluetz-inkasso.com. Das suggeriert eine bekannte Seite. Tatsächlich ist diese Seite ist erst am 17.03.2026 registriert worden.
Die Inkassodienst Klütz GmbH scheint selbst die Domain inkasso-kluetz.de zu benutzen, zumindest findet man dies bei den offiziellen Auskunftsseiten als Mailadresse. Diese Domain ist aber weder über Google in der Suche schnell auffindbar, noch ohne Meldung des Virenscanners (Stand jetzt) direkt aufrufbar, hier scheint etwas mit dem SSL Zertifikat nicht zu stimmen. Ich habe dies nicht weiter verfolgt. Diese Domain wurde am 03.02.2022 registriert.
Durch das Vertauschen der Reihenfolge der Worte inkasso und kluetz wurde eine neue Domain generiert, bei der mir zu spät aufgefallen ist, dass da etwas nicht stimmt.
Die Seiten kluetz-inkasso.de (registriert 17.03.2026), kluetz-inkasso.com (registriert 17.03.2026) und kluetz-forderungen.com (registriert 27.03.2026) wurden mit dem Ziel angelegt, Zahlungen für gefälschte offene Forderungen einzutreiben.
Relativ kleine Beträge der Forderungen senken dabei vermutlich die Schwelle den Betrag zu überweisen, weil niemand gern Schulden hat.
Eine gut gemachte Mail, eine perfekt gemachte Internetseite, die Nutzung einer Inkassofirma, die zweifelsfrei existiert, und eine amazon-Rechnung, die täuschend echt aussieht, werden hier eingesetzt, um das Gehirn zum Aussetzen zu bewegen.
Das die Firma Inkassodienst Klütz GmbH existiert, ist aber selbst anscheinend nicht im Netz zu finden ist, sondern stattdessen die Fake-Seite nach nur 10 Tagen bereits ganz oben bei Google angezeigt wird, trägt auch zur perfekten Täuschung bei.
Sehr gut gemacht ist auch, dass man ohne Nachsehen nicht weiß, welche Forderung hier offen sein soll. Ohne die Nutzung der Anhänge oder der gefälschten Seiten ist nicht klar, um welche Art der Forderung es hier gehen könnte. Auch ich habe sämtliche Warnhinweise in meinem Kopf ab einem bestimmten Punkt ausgeblendet und auf der gefälschten Seite mein angegebenes Aktenzeichen eingegeben. Was ich aus jetziger Sicht auch schon für einen Fehler halte.
Vermutlich wurden bei allen Betroffenen öffentlich im Netz verfügbare Daten verwendet, um zu suggerieren es handelt sich um eine berechtigte Forderung.
Ich glaube ich habe schon einiges gesehen und bin sehr vorsichtig, aber alles was hier zusammenkommt, hat auch mich veranlasst die Fakeseite zu nutzen und meine vermeintliche offene Rechnung anzusehen.
Aus meiner Sicht und allem, was ich und andere Kommentatoren hier recherchieren konnten, bleibt folgendes Fazit und ich hoffe das lesen viele und fallen nicht auf diesen sehr gut gemachten Betrug herein.
Aus meiner Sicht scheint folgende Vorgehensweise zu diesem Betrugsversuch sinnvoll:
Die Mail ist Fake und will euer Geld. Nichts davon ist echt und erfordert irgendeine Art der Interaktion, außer das Ganze bei der Polizei zur Anzeige zu bringen.
Es ist nicht ratsam oder notwendig irgendeinen Link oder gar die Anhänge in der Mail anzuklicken.
Es dürfte auch nicht ratsam oder notwendig zu sein, der Forderung zu widersprechen, da sie nicht real ist. Wer weiß, was mit einer Antwort und den damit verschickten Daten aus der Antwortmail gemacht wird?
So schwer es auch fällt, den Impuls, herausfinden zu wollen, was einem hier vorgeworfen wird, zu unterdrücken, so wenig sinnvoll scheint es mir trotzdem mit der Fakeseite zu interagieren. Ich habe es getan und es scheint nichts passiert zu sein, ein Scan zeigt keine Auffälligkeiten, aber so viel Glück hat man evtl. nicht immer.
Was die Rolle von Inkassodienst Klütz GmbH angeht, kann ich nur spekulieren, es sieht für mich aber so aus, als ob auch diese Opfer dieses Betrugs geworden sind.
Solche ausgeklügelten und gut gemachten Betrugsversuche zeigen einfach wieder einmal, wie wichtig es ist, vorsichtig zu sein und alles zu hinterfragen, was einem so täglich im Netz um die Ohren schwirrt.
Auch bei mir kam das Gleiche, soll ich zur Polizei gehen und das Anzeigen
Anmerkung der Redaktion:
JA BITTE!!
Wir sind auch betroffen, wo kann man sich melden?
Wichtig! Bitte unbedingt lesen!
Auch ich habe so eine Forderung bekommen und bin interessenhalber der Sache nachgegangen.
Fazit: Das Original Inkasso Klütz hat damit nichts zu tun!
Das ist eine wirklich neue Betrugsmasche, denn die Webseite https://www.kluetz-forderungen.com wurde von Fremden am 25.03.2026 lt. ICANN registriert und damit eine wirklich echt wirkende website erstellt auf die ich fast selbst reingefallen wäre.
Alle versendeten Forderungen von dieser Domain sind Fake und sollten entsorgt werden!
Hallo, auch wir haben gestern Abend (26.03.2026, 20:38 Uhr) eine Zahlungsaufforderung der Inkassodienst Klütz GmbH per Mail bekommen. Da ich dies bereits gestern Abend bemerkt habe, habe ich zunächst das Internet bemüht um herauszufinden, ob diese Mail authentisch und selbst kein Betrugsversuch ist. Nachdem meine Recherche ergeben hat, dass es dieses Unternehmen mit der angegebenen Internetseite wirklich gibt und ich dies auch über eine Abfrage im Rechtsdienstleistungsregister und beim Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU) bestätigen konnte, habe ich ohne einen Link oder Anhang in der Mail zu öffnen, über die Seite des Inkassounternehmens mein Aktenzeichen zur Bezahlung eingegeben. Hier lässt sich die Rechnung einsehen, die dieser Forderung zugrunde liegen soll. Es handelt sich auch bei mir um eine Bestellung/Rechnung bei amazon. Die Rechnung selbst wirkt authentisch, da sie sich in Aufbau und Inhalt perfekt am Original abarbeitet. Wir haben angeblich „Faber-Castell 205211 – Textmarker Set 46, Pastell und Neon, 8 Marker mit Keilspitze, Strichbreite 1-5 mm, nachfüllbar“ für 15,09 EUR bestellt. Ungereimtheiten gibt es aus meiner Sicht bei der Rechnungsnummer, der Bestellnummer und der angegebenen ASIN für das Produkt. All diese Nummern haben den von amazon verwendeten Aufbau, sind aber mit den verwendeten Zahlen aus meiner Erfahrung untypisch. Die verwendete ASIN gibt es im Zusammenhang mit dem Artikel nicht. Der Artikel selbst ist mit genau der Bezeichnung aber bei amazon gelistet, jedoch unter einer anderen ASIN. Dank des Kommentars von Claudia konnte ich auch ihre Rechnung einsehen. Quasi identisch, bis auf Rechnungsnummer, Bestellnummer, Bestelldatum, Preis und natürlich Rechnungs- und Lieferadresse. All diese Hinweise deuten meines Erachtens auf eine Betrugsmasche hin, bei der die Inkassodienst Klütz GmbH mindestens als Hilfsmittel benutzt wurde. Bemerkenswert finde ich das Verhalten des Internetauftritts des Inkassounternehmens heute Morgen (27.03.2026). Die verwendete Internetadresse in der Mail ist kluetz-inkasso.de. Diese hat heute morgen auf kluetz-inkasso.com umgeleitet und mir dort einen SSL Fehler unter Cloudflare angezeigt. Ruft man kluetz-inkasso.com direkt auf, gibt es inzwischen einen DNS-Fehler, heißt die Domain scheint nicht existent, bzw. ist dem weltweiten DNS-System nicht bekannt. Inzwischen gibt es schon wieder eine Änderung. Ruft man jetzt kluetz-inkasso.de auf, wird auf kluetz-forderungen.com umgeleitet. Diese Seite funktioniert (mit SSL) noch und lässt nach wie vor die Eingabe des Aktenzeichens zu, um die vermeintliche Forderung bezahlen zu können. Das Ganze ist hochgradig irritierend und wirkt auch auf mich höchst unseriös. Grundsätzlich lässt sich auch durch mich bestätigen, dass es die angebliche Bestellung bei amazon nicht gab, definitiv nichts geliefert wurde und somit eine unberechtigte Forderung seitens der Inkassodienst Klütz GmbH vorliegt. Der Fall von Diebewertung.de, Claudia und uns weist meines Erachtens nach ein System hinter der Vorgehensweise auf und lässt für mich nur den Schluss eines versuchten Betruges zu. Inwieweit die Inkassodienst Klütz GmbH in diesen involviert ist, lässt sich durch mich nicht beurteilen. Das werden offizielle Stellen klären müssen. Wir haben sämtliche Erkenntnisse per Screenshot gesichert. Wir werden in diesem Fall der Forderung per Mail widersprechen und die Zahlung verweigern. Zudem werden wir dies an amazon melden und Anzeige bei der Polizei erstatten.
Genau diese E-Mail, mit der identischcen Forderung haben wir auch erhalten. Vielen Dank, dass Sie hier so ausführlich die Betrugsmasche beschrieben haben. Jetzt weiß man wenigsten Bescheid.
Die Firma Inkassodienst Klütz GmbH selbst wurde Opfer von Identitätsdiebstahl. Die Domain des echten Inkassodienstes lautet: …@inkasso-kluetz.de; die gefälschten Forderungen wurden von einer Domain mit Namen …@kluetz-inkasso.de versendet.
Die Firma Klütz hat schon die Polizei in diesem Fall eingeschaltet.
Warnung vor Betrug: Klütz Inkasso / kluetz-forderungen.com / kluetz-inkasso.de
Aktuell kursieren betrügerische Zahlungsaufforderungen im Namen von „Klütz Inkasso“ die an eine existierende Inkasso-Firma angelehnt sind. Betroffene erhalten E-Mails mit einem angeblichen Aktenzeichen (z. B. „AKT-2026-…“) und werden über Tracking-Links (z. B. awstrack.me) und generierten Anhängen auf täuschend echt gestaltete Seiten wie kluetz-forderungen.com oder kluetz-inkasso.de weitergeleitet. Dort wird ein offener Betrag (häufig kleine Summen wie 36 €) angezeigt und zur sofortigen Zahlung (u. a. über Mollie) aufgefordert.
Woran erkennt man den Betrug?
– Unbekannte Forderung (z. B. angeblich von Amazon)
– Bestellnummer existiert nicht (Kann über die Amazon Hilfe verifiziert werden)
– Kein Bezug zu einer Mahnung
– Druck zur schnellen Zahlung über Mollie mit anscheinend Deutscher IBAN
– Weiterleitung in der Mail oder per QR Code über Tracking-Links (AWS / awstrack.me)
– Keine eindeutige, überprüfbare Zuordnung zur echten Firma
– Dynamische Aktenzeichen-Seiten ohne Login
Was sollten Betroffene tun?
– Nicht bezahlen und keine Daten eingeben
– E-Mail und Webseite dokumentieren (Screenshots, Header)
– Zahlungsanbieter (z. B. Mollie) informieren, damit hier der Prozess abgeschnitten wird: pishing@mollie.com
– Vorfall bei der Polizei (Internet-Wache) und Verbraucherzentrale melden
– Domain ggf. bei Cloudflare / Hosting melden
Dieser Betrug betrifft aktuell insbesondere die Domains, welche sich jedoch dynamisch ändern:
kluetz-forderungen.com
kluetz-inkasso.de
Wenn du ebenfalls betroffen bist, melde dich – je mehr Fälle zusammenkommen, desto schneller kann dagegen vorgegangen werden.
Hallo zusammen, bei uns dasselbe Szenario unter dem Aktenzeichen AKT-2026-4318487543 – Die Bestellnummer in der Amazon-Rechnung ist laut Amazon eine Phantasie-Bestellnummer und ein Amazon-Konto auf den Vereinsnamen, wie er in der Rechnung steht, existiert nicht. Klickt man auf den Bezahl-Link im Portal von Kluetz, wird man zum Bezahldienst Mollie weitergeleitet und klickt man bei den Empfängerdaten auf Info, ist die Empfängerin eine uns unbekannte Inga Celmarauga mit einer dänischen BIC. Ich schließe aus, dass es die BIC von Mollie ist, weil es sich hierbei um einen niederländisches Bezahlanbieter handelt. Nichtsdestotrotz ist Kluetz hier vielleicht oder vielleicht auch nicht freiwillig an einer Betrugsmasche beteiligt und darüber hinaus laut Amazon nicht einmal berechtigt, Forderungseinzüge in deren Namen zu stellen, da Sie kein Vertragspartner sind. Ich stufe Kluetz damit als im höchsten Maße unseriös ein, da offenbar einfachste Kontrollmechanismen für berechtigte oder unberechtigte Forderungen versagen. Mein Tipp: Zahlungsverweigerung gegenüber dem Inkassounternehmen unmissverständlich klarmachen, auf gerichtlichen Mahnbescheid warten und widersprechen. Anders lernen sie es nicht.