Ein Kommentar aus Sicht eines RB-Leipzig-Fans
Na also, es geht doch! Drei Spiele, drei Siege, acht Tore und endlich wieder ein bisschen Ruhe am Cottaweg. Unser RB Leipzig gewinnt 2:0 auf Schalke und steht plötzlich wieder unter den ersten vier Mannschaften der Bundesliga.
Und was macht unser Trainer Martin Demichelis? Anstatt sich über die erfolgreiche Woche zu freuen, spricht er schon wieder über seinen möglichen Abschied!
Lieber Martin, jetzt haben wir gerade wieder angefangen, an unsere Mannschaft zu glauben. Da brauchen wir nicht schon die nächste Trainerdiskussion.
Wer braucht schon Nagelsmann, wenn Demichelis gewinnt?
Natürlich haben uns das 1:6 in München und das 1:4 in Madrid ordentlich die Laune verdorben. Da fragt man sich als Fan schon, ob unsere Abwehr manchmal lieber Eintrittskarten verkaufen möchte, statt Tore zu verhindern.
Und selbstverständlich taucht dann sofort wieder der Name Julian Nagelsmann auf. Als würde der irgendwo am Cottaweg mit gepacktem Koffer hinter einer Hecke sitzen und darauf warten, dass Demichelis stolpert.
Aber jetzt mal ehrlich: Drei Siege hintereinander sind doch eine vernünftige Antwort auf die ganze Trainerdebatte!
Martin, wir wollen keinen Abschied, wir wollen Titel!
Demichelis sagt, er werde von sich aus gehen, wenn er die Saisonziele nicht erreicht.
Das klingt ehrenhaft. Aber lieber Martin, konzentrieren wir uns doch erst einmal auf das Erreichen dieser Ziele!
Wir stehen wieder auf einem Champions-League-Platz, haben nur drei Punkte Rückstand auf Bayern und Dortmund und sind im DFB-Pokal weiterhin dabei.
Warum also klein denken?
Als RB-Fan darf man doch wohl von mehr träumen als nur von Platz vier. Vielleicht sogar von einem Titel. Und ja, ich weiß, für solche Träume wird man in München wahrscheinlich ausgelacht. Aber das stört uns in Leipzig herzlich wenig.
Schalke war gut – Manchester City wird die Wahrheit zeigen
Der Sieg auf Schalke war wichtig. Rômulo trifft wieder, die Mannschaft arbeitet geschlossen und hinten steht endlich einmal die Null.
Doch jetzt kommt Manchester City.
Und genau da möchten wir sehen, wie weit unsere Mannschaft wirklich ist. Nicht verstecken, nicht ehrfürchtig dem Gegner beim Kombinieren zuschauen, sondern mutig Fußball spielen!
Ein Heimsieg gegen City wäre nicht nur eine Sensation, sondern auch das schönste Argument gegen jede Trainerdiskussion.
Herr Demichelis, Leipzig braucht Siegermentalität!
Ich mag Trainer, die hohe Ansprüche haben. Ich mag auch Menschen, die Verantwortung übernehmen.
Aber ich wünsche mir einen Trainer, der sagt: Ich bleibe hier, weil ich mit dieser Mannschaft etwas Großes erreichen will!
Deshalb mein Wunsch an Martin Demichelis: Hören Sie auf, über Ihren möglichen Abschied zu sprechen. Reden wir lieber über den nächsten Sieg.
Denn eines ist doch klar: Wenn Sie RB Leipzig zurück in die Champions League führen, werden wir Fans bestimmt nicht vor Ihrer Tür stehen und Ihren Rücktritt verlangen.
Und wenn wir am Ende vielleicht sogar einen Pokal in den Leipziger Himmel strecken dürfen, dann spendieren wir Ihnen auch persönlich ein schönes sächsisches Bier!
Also Martin, weiter so! Drei Siege sind ein Anfang. Jetzt wollen wir sehen, was wirklich in dieser Mannschaft steckt.
Auf geht’s, RB! Die Bullen sind wieder da – und diesmal bleiben die Hörner hoffentlich oben!
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