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Gold und andere Edelmetalle

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Edelmetalle sind mehr als nur Gold, aber für alle gilt: Investoren kaufen eine Ware. Sie liefern keine Zinsen, keine Dividenden, ergo keinen Ertrag. Ein Edelmetall kann aus sich selbst heraus keine Rendite generieren.

Angebot und
Nachfrage bestimmen den Preis. Reine Preissteigerungshoffnungen sind aber nichts anderes als Spekulation.
Nach elf Jahren steigender Gold- und Silberpreise zeigte sich zuletzt ein bedrohliches Rückschlagspotenzial.
Gold als Krisenwährung steigt historisch betrachtet jeweils vor und mitunter noch während einer Krise, aber nicht mehr danach. Die Staatsschuldenkrise in der Eurozone hat zu einem Eskalationsgrad geführt, der nun zunehmend Maßnahmen zur Beruhigung erfordert. Ein weiter steigender Goldpreis ist unwahrscheinlich.
Steigende Teuerung ist ebenfalls keine Hilfe für Goldinvestoren. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass Gold in Inflationsjahren praktisch keine realen Erträge bringt. Auch hier sind es eher die Inflationsängste im Vorfeld, die den Goldpreis in die Höhe treiben.

Eine weitere These lautet, dass ein wachsender Binnenkonsum in den Schwellenländern die Goldnachfrage stark steigen lassen wird. Das Gegenteil ist der Fall. In China hat der Konsumanteil am Bruttoinlandsprodukt
kontinuierlich abgenommen, das Wachstum wird mehr und mehr durch den Investitionsboom und
Staatsausgaben getragen. Zudem spielt die Schmucknachfrage für den Goldpreis eine eher untergeordnete Rolle.

Bei einer konjunkturellen Abkühlung würden die Rohstoffpreise insgesamt, und damit auch die der Edelmetalle,
fallen. Zentralbanken werden aufgrund der Staatsschuldenkrise verstärkt Gold am Markt verkaufen. Die Goldförderer versuchen angesichts der hohen Preise ihr Angebot zu erhöhen. Nicht zuletzt könnten
ETFs, die derzeit hohe Goldbestände halten, bei fallenden Kursen den Trend durch steigende Verkäufe verstärken.

Gold ist ein Rohstoff, der nicht verbraucht wird. Das Angebot steigt immer weiter. Gemäß der technischen Analyse sind Rückschläge bis 900 US-Dollar die Unze, also ein Minus von über 60 Prozent, möglich.
Von 1980 bis 1999 ist der Goldpreis um rund 70 Prozent gefallen. Wer die Hausse verpasst hat, sollte nicht einsteigen. Wer sie mitgenommen hat, sollte verkaufen.

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