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Global GOLD AG eigentlich die Globalgold AG- werben Sie nicht mit einer vollkommen falschen Firma im Impressum? und die Sache mit den Kosten!

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Das Unternehmen Globalgold AG in Berlin macht von außen einen guten und vornehmen Eindruck; da gibt es eine Aktiengesellschaft mit einem Aufsichtsrat, einem renommierten Rechtsanwalt, also einem Rechtsgelehrten, und dann so was:

NOMEN IST OMEN

Das ist man schon mächtig erstaunt, denn gerade wenn man einen Rechtsanwalt als Vorsitzenden des Aufsichtsrates hat, dann sollte im Impressum einer Webseite, die man dem Unternehmen zuordnet, schon die richtige Firma genannt sein. Aber die hier im Impressum genannte Firma Global Gold AG gibt es in Deutschland nicht.

FireShot Capture 488 – Es ist Zeit. Zeit für Gold. › GLOBAL GOLD AG – www.globalgold.ag

FireShot Capture 489 – Unternehmensregister – www.unternehmensregister.de

Sucht man im Unternehmensregister nach der Global Gold AG, so wie es im Impressum ausgeschrieben ist, dann bekommt man eine Gesellschaft, die letztlich ganz anders heißt und auch nicht im Impressum der Internetseite www.globalgold.de steht. Hier findet man eine Global Gold International AG & Co. Europe KG.

FireShot Capture 490 – Unternehmensregister – www.unternehmensregister.de

Nun haben wir uns mal beide Bilanzen der Unternehmen angeschaut, einer Firma, die „es nicht gibt“, und einer Firma, die es dann zusätzlich gibt.

Bilanz der Globalgold AG – ein Hurraschrei?

Auffällig ist, dass die letzte hinterlegte Bilanz bereits aus dem Jahre 2016 stammt. Die eigentlich fällige Bilanz 2017 ist im Unternehmensregister derzeit nicht auffindbar.

Globalgold AG

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Bilanz

Aktiva

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
A. Anlagevermögen 251.591,65 113.660,29
I. Sachanlagen 251.591,65 113.660,29
B. Umlaufvermögen 3.125.317,05 626.116,17
I. Vorräte 677,75 31.552,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.907.534,30 423.331,49
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 217.105,00 171.232,25
C. Rechnungsabgrenzungsposten 29.802,23 19.768,24
Bilanzsumme, Summe Aktiva 3.406.710,93 759.544,70

Passiva

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
A. Eigenkapital 439.979,73 159.529,67
I. gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnrücklagen 5.000,00 5.000,00
III. Gewinnvortrag 104.529,67 165.502,42
IV. Jahresüberschuss 280.450,06 -60.972,75
B. Rückstellungen 61.236,99 61.236,99
C. Verbindlichkeiten 2.905.494,21 538.778,04
Bilanzsumme, Summe Passiva 3.406.710,93 759.544,70

Anhang

I. Allgemeine Angaben


Der vorliegende Abschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 1 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang gemacht.

Die Gliederungen sind unverändert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Zum Zweck der Offenlegung wurde von den Erleichterungen des § 326 HGB Gebrauch gemacht.



II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden


Die Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256a HGB vorgenommen.

Die erworbenen Sachanlagen sind mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Die Abschreibungen werden linear und zeitanteilig ermittelt.

Die Vorräte sind mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird durch Bildung von Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitverlauf.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Sie berücksichtigen alle Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.


III. Erläuterungen zur Bilanz zum 31. Dezember 2016

1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Restlaufzeiten sämtlicher Forderungen und sonstiger Vermögensgegenstände betragen nicht mehr als ein Jahr.

2. Eigenkapital
Das Grundkapital beträgt 50.000,00 EUR. Es ist eingeteilt in 50.000 auf den Namen lautenden Aktien im Nennwert von je 1,00 Euro. Die Aktien wurden übernommen von

– Herrn Dr. Bernd Piesik, 47.500 Aktien  zum Ausgabebetrag von 47.500,00 Euro und
– LEV Trade GmbH, 2.500 Aktien  zum Ausgabebetrag von 2.500,00 Euro.

3. Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 2.905.494,21 betragen nicht mehr als ein Jahr.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht.



IV. Sonstige Angaben

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats
Herr Andreas Piesik, Kaufmann, ist zum alleinigen Vorstand bestellt.
Die Mitglieder des Vorstands sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit und befugt die Gesellschaft allein zu vertreten.

Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:

Herr Dr. Bernd Piesik, Kaufmann (Aufsichtsratsvorsitzender)
Herr Ole Gromann, Rechtsanwalt
Herr Dr. Esfandiar Khorrami. Rechtsanwalt

Den Vorstandsmitgliedern wurde für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Vergütung in Höhe von EUR 207.165,32 gezahlt.

Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurde für das abgelaufene Geschäftsjahr keine Vergütung gezahlt.

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Berlin, den 27. April 2018
gez. Andreas Piesik

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde vor der Feststellung offengelegt.

Eine weitere Bilanz finden wir zu der weiteren genannten Firma. Diese ist dann aus dem Jahre 2017.

Global Gold International AG & Co. Europe KGbilanz

Zur Gruppe gehört auch ein Kostenfresser (für Kunden)? Global Gold Precious Coins GmbH

Natürlich berichten wir nicht über Unternehmen auf unserer Seite, an die wir keine Fragen haben. Genau die hatten wir an das genannte Unternehmen und haben diese auch gestellt. Eine Antwort haben wir aber nicht bekommen.

Hier unsere Presseanfrage an das Unternehmen, die unbeantwortet blieb:

Sehr geehrter Herr Piesleck,

mein Name ist Thomas Bremer, ich bin Journalist in Leipzig und betreibe die Seite „diebewertung.de“. Meinen Presseausweis finden Sie im Impressum der Seite abgedruckt.

Aufgrund der Unruhe am Markt wegen der Insolvenz der PIM Gold AG erreichen uns eine Menge Anfragen auch zu anderen Produkten am Markt. Bitte gestatten Sie mir daher eine Presseanfrage zu Ihrem Produkt „Global Gold“ des Unternehmens Global Gold Precious Coins GmbH. Sie sind dort, sehr geehrter Herr Piesleck, Geschäftsführer.

Uns liegt eine Berechnung eines Verkaufs mit einer Einlagerung vom Januar 2013 vor. Hieran sehen wir, dass Sie zum Preis von ca. 20.000,00 € Goldmünzen bzw. Medaillen verkauft haben.

Aufgrund der Global-Gold-Einlagerungsurkunde ergibt sich allerdings nicht die Umsatzsteuerpflicht der erworbenen Produkten des Kunden.

Empfinden Sie es als ausreichend informativ, die Urkunde des Kunden dahin gehend zu gestalten, dass nicht zwischen Münzen und Medaillen, welche immerhin 19 % Umsatzsteuer unterliegen, unterschieden wird.
Wusste der Kunde, dass der Materialwert der Münzen 2013 ca. 50% des Metallwertes war, d.h. dass er zum Kaufzeitpunkt die doppelte Menge Metalle hätte erwerben können.
Ist der Kunde über den rein numismatischen Wert und die mangelnde Handelbarkeit von den verkauften Siegfried-Taler-Goldsets und Siegfried-Taler-Silbermünzen informiert?
Wie ist es juristisch – so wie in der Urkunde gezeigt – möglich, dass Ihr Unternehmen nicht ganze Stücke, sondern Teile von Stücken für den Kunden einlagert?
Handelt sich um Teileigentum; Bruchteilseigentum oder eine unbekannte sachrechtlich relevante Eigentumsform?
Ist Ihr Kunde zum damaligen Zeitpunkt darüber informiert worden, dass bei einem späteren Verkauf die Umsatzsteuerpflicht aus dem Wert zum aktuellen Verkaufspreis entsteht?
Wußte der Kunde also, dass die Umsatzsteuerpflicht extrem steigen oder fallen kann?
Ist der Kunde darüber informiert worden, dass der Erwerb von Barren und Münzen für ihn wirtschaftlich wesentlich vorteilhafter ist, weil er diese international handelbar wären?
Weiß der Kunde bei Verkauf der Medaillen, dass Sie diese später nur zu dem Schrottwert, also dem Verwertungswert der Metalle nach dem Schmelzen ankaufen?
Ist der Kunde über die Kosten der Lagerung i.H.v. 1,25 % p.a. am Anfang der Vertragsgestaltung informiert?
Wo sehen Sie aus Sicht eines Anlegers die Vorteile Ihres Geschäftsmodells für den Kunden?
Warum sollte ein Kunde, Medallien einlagern in einem Zollfreilager?

Freundlich bitte ich um Verständnis, dass ich eine Antwort bis zum 22.10.2019, 22.00 Uhr erwarte.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Bremer
Diewertung.de

 

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