Startseite Allgemeines Dynamo Dresden: Muss jetzt der Trainer gehen? Oder sollten wir vielleicht einmal darüber reden, wer die Tore schießen soll?
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Dynamo Dresden: Muss jetzt der Trainer gehen? Oder sollten wir vielleicht einmal darüber reden, wer die Tore schießen soll?

Alexandra_Koch (CC0), Pixabay
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Ein nachdenklicher, durchaus launischer Kommentar eines Dynamo-Dresden-Fans, dessen schwarz-gelbes Herz langsam mehr aushalten muss, als ihm lieb ist.

Es ist wieder so weit. Dynamo Dresden steckt sportlich in Schwierigkeiten, die Stimmung wird ungemütlicher, und schon taucht die alles entscheidende Frage auf: Brauchen wir einen neuen Trainer?

Manche sagen Ja. Andere sagen: unbedingt! Und einige würden vermutlich am liebsten schon den nächsten Übungsleiter präsentieren, bevor der bisherige seine Trainingsjacke ausgezogen hat.

Aber mal ganz ehrlich, liebe Dynamo-Freunde: Schießt ein neuer Trainer plötzlich die Tore, die unsere Spieler bisher nicht treffen?

Der Trainer kann schlecht selbst aufs Spielfeld laufen

Unser Trainer steht an der Seitenlinie. Er kann motivieren, taktische Vorgaben machen, Spieler aufstellen und wechseln.

Aber er kann keine hundertprozentige Torchance verwandeln. Er kann keinen Elfmeter halten. Und er ist auch nicht derjenige, der den Ball aus fünf Metern lieber Richtung Elbwiesen als ins gegnerische Tor befördert.

Natürlich trägt ein Trainer Verantwortung. Dafür wird er bezahlt.

Aber Fußball bleibt nun einmal ein Mannschaftssport. Und irgendwann müssen die elf Herren auf dem Rasen auch das umsetzen, was unter der Woche trainiert wurde.

Ein Trainerwechsel macht aus einem harmlosen Angriff noch lange keinen Torrausch.

Vielleicht liegt das Problem ja auch beim Kader?

Für mich stellt sich deshalb eine andere Frage: Haben wir tatsächlich die Mannschaft, die wir brauchen, um dauerhaft in der 2. Bundesliga bestehen zu können?

Wenn die Antwort Nein lautet, dann müssen wir im Winter auf dem Transfermarkt nachlegen.

Wir brauchen Spieler, die Verantwortung übernehmen, Zweikämpfe gewinnen und vor allem wissen, wo das gegnerische Tor steht.

Denn seien wir ehrlich: Mit guten Absichten und einer traditionsreichen Fankurve allein holt man keine Punkte.

Die Alternative wäre, den sportlichen Niedergang hinzunehmen und sich irgendwann wieder auf Auswärtsfahrten in der 3. Liga vorzubereiten.

Darauf habe ich persönlich überhaupt keine Lust!

Ich ahne allerdings schon, wie das Ganze ausgeht

So, wie ich unsere Chef-Dynamos kenne, wird man vermutlich irgendwann die einfachste Lösung wählen.

Der Trainer muss gehen.

Dann kommt ein neuer Mann, hält eine schöne Pressekonferenz, spricht von Leidenschaft, Mentalität und einem Neuanfang.

Die Fans schöpfen Hoffnung.

Und wenn anschließend wieder keiner das Tor trifft?

Dann können wir ja im Frühjahr schon einmal nach dem nächsten Trainer suchen.

Mein Fazit: Nicht immer den einfachsten Schuldigen suchen!

Ich möchte Dynamo Dresden in der 2. Bundesliga sehen. Mit Kampfgeist, Leidenschaft und einer Mannschaft, die diesen Verein würdig vertritt.

Deshalb muss man ehrlich prüfen, was der Trainer besser machen kann. Aber genauso ehrlich muss man die Qualität des Kaders und die Entscheidungen der sportlichen Führung hinterfragen.

Denn wenn wir den Trainer austauschen, aber die eigentlichen Probleme behalten, haben wir am Ende nur einen neuen Mann an der Seitenlinie – und dieselben Sorgen auf dem Platz.

Und sollte es tatsächlich wieder in die 3. Liga gehen, dann bitte nicht mit der Ausrede, niemand habe das kommen sehen.

Ich bleibe Dynamo-Fan. Auch in schlechten Zeiten. Aber ein bisschen mehr Fußball und ein bisschen weniger Trainerdiskussion würde meinem schwarz-gelben Herzen ausgesprochen guttun.

Einmal Dynamo, immer Dynamo! 🖤💛

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