Zwei Tage vor den amerikanischen Zwischenwahlen am 3. November 2026 zeigen aktuelle Umfragen eine deutliche Unzufriedenheit mit US-Präsident Donald Trump. In lediglich acht der 50 Bundesstaaten überwiegt nach einer Auswertung des Meinungsforschungsinstituts Civiqs noch die Zustimmung zu seiner Amtsführung. Selbst in traditionellen republikanischen Hochburgen wächst die Kritik.
Die Zahlen sind bemerkenswert: Laut dem aktuellen Civiqs-Tracker verzeichnet Trump in den meisten amerikanischen Bundesstaaten eine negative Zustimmungsbilanz. Das bedeutet, dass dort mehr Befragte seine Arbeit ablehnen als befürworten.
Zu den acht Staaten mit positiver Bilanz zählen Alabama, Arkansas, Idaho, North Dakota, Oklahoma, Utah, West Virginia und Wyoming. Besonders deutlich fällt die Unterstützung in Wyoming aus, wo Trump einen positiven Nettowert von 14 Prozentpunkten erreicht.
Selbst republikanische Hochburgen zeigen Unzufriedenheit
Besonders auffällig ist die Entwicklung in Bundesstaaten, die traditionell als republikanisch gelten.
In Kentucky liegt Trumps Zustimmungsbilanz bei minus 13 Prozentpunkten, in South Carolina bei minus zehn. Auch Texas, das bei Präsidentschaftswahlen regelmäßig republikanisch stimmt, verzeichnet einen negativen Wert von 20 Prozentpunkten.
Diese Ergebnisse bedeuten allerdings nicht automatisch, dass sich die jeweiligen Wahlmehrheiten verändern. Die persönliche Zustimmung zum Präsidenten und die tatsächliche Wahlentscheidung sind unterschiedliche Größen.
Neue Umfrage: Nur 37 Prozent Zustimmung
Eine am 30. Oktober veröffentlichte Untersuchung von Emerson College Polling zeichnet ebenfalls ein schwieriges Bild für das Weiße Haus.
Demnach unterstützen lediglich 37 Prozent der befragten wahrscheinlichen Wähler Trumps Amtsführung. 57 Prozent lehnen sie ab.
Damit erreicht der Präsident in dieser Umfragereihe seinen bislang niedrigsten Zustimmungswert.
Gleichzeitig liegen die Demokraten bei der allgemeinen Frage nach der bevorzugten Partei für den Kongress mit 52 zu 42 Prozent vor den Republikanern.
Wirtschaft und Iran-Krieg beschäftigen die Wähler
Der Wahlkampf wird insbesondere durch wirtschaftliche Belastungen, gestiegene Energiepreise und die militärische Auseinandersetzung mit dem Iran geprägt.
Die Republikaner verteidigen den Kurs der Regierung und betonen Fragen der nationalen Sicherheit. Die Demokraten kritisieren dagegen die wirtschaftlichen Folgen des Krieges sowie die innenpolitischen Prioritäten des Präsidenten.
Welche Themen für die tatsächliche Stimmabgabe ausschlaggebend sind, unterscheidet sich allerdings erheblich zwischen den einzelnen Wahlkreisen.
Am 3. November entscheiden die Wähler
Die Zwischenwahlen entscheiden über die künftige Zusammensetzung des Repräsentantenhauses sowie über zahlreiche Senatssitze.
Für Donald Trump geht es dabei auch um die politischen Handlungsmöglichkeiten während der verbleibenden zwei Jahre seiner Amtszeit.
Die aktuellen Umfragen zeigen erhebliche Unzufriedenheit, sind aber keine Wahlergebnisse. Wahlbeteiligung, regionale Kandidaten und unterschiedliche politische Mehrheiten können den Ausgang beeinflussen.
Fazit: Donald Trump steht vor einer wichtigen politischen Bewährungsprobe. Die Zustimmungswerte zeigen, dass seine Amtsführung selbst unter Teilen der traditionell republikanisch geprägten Wählerschaft auf Kritik stößt. Ob sich diese Stimmung am 3. November tatsächlich in veränderten Mehrheiten im Kongress niederschlägt, bleibt offen.
Die Zahlen beruhen auf den Ende Oktober veröffentlichten Erhebungen von Civiqs und Emerson College Polling.
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