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DEGAG WI8 GmbH – jetzt Düsseldorf – bilanziell überschuldet

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Da hilft auch eine Sitzverlegung nach Düsseldorf nicht, denn natürlich findet man die alten Daten dann immer noch im Unternehmensregister. Die Gesellschaft ist und bleibt eine bilanziell überschuldete Gesellschaft.

DEGAG WI8 GmbH

Hannover

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DEGAG WI8 GmbH

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der DEGAG WI8 GmbH – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der DEGAG WI8 GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zu den Verbindlichkeiten aus Genussscheinkapital und zu den Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Ich verweise auf die Ausführungen im Absatz „Allgemein“ des Lageberichts. Danach besteht der Zweck der Gesellschaft darin, Genussrechtsbeteiligungen herauszugeben und die erhaltenen liquiden Mittel Unternehmen im DEGAG-Konzern als Darlehen zur Verfügung zu stellen. Diese finanzieren hiermit Immobilienzukäufe oder Sanierungsmaßnahmen am Immobilienbestand. Aus diesem Grund bestehen die wesentlichen Posten des Jahresabschlusses in den Ausleihungen gegen verbundene Unternehmen und Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital. Meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Hildesheim, 15. Juni 2021

gez. Dipl.-Kfm. Claus Hellberg, Wirtschaftsprüfer

BILANZ zum 31. Dezember 2020

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.083,00 6.416,00
II. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 59.062.000,00 12.873.000,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 767.415,34 74.569,66
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.262.136,91 2.129.793,36
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.789.919,58 687.912,00
– davon aus Disagio Euro 2.789.919,58 (Euro 687.912,00)
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 8.198.323,50 1.860.351,11
73.083.878,33 17.632.042,13

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Verlustvortrag -1.885.351,11 0,00
III. Jahresfehlbetrag -6.337.972,39 -1.885.351,11
nicht gedeckter Fehlbetrag 8.198.323,50 1.860.351,11
buchmäßiges Eigenkapital 0, 00 0,00
B. Rückstellungen
1. sonstige Rückstellungen 35.000,00 28.000,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.245.340,79 1.263.053,53
– davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 1.245.340,79 (Euro 1.263.053,53)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 392.443,33 200.000,00
– davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 392.443,33 (Euro 200.000,00)
3. Genussrechtskapital 71.053.040,00 16.084.525,00
– davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 0,00 (Euro 0,00)
– davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Euro 71.053.040,00 (Euro 16.084.525,00)
4. sonstige Verbindlichkeiten 358.054,21 56.463,60
73.048.878,33 17.604.042,13
– davon aus Steuern Euro 93.478,89 (Euro 17.097,74)
– davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 358.054,21 (Euro 56.463,60)
73.083.878,33 17.632.042,13

ANLAGENSPIEGEL DEGAG WI8 GmbH Hannover Für das Geschäftsjahr 2020

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2020 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2020
Anlagevermögen Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.000,00 0,00 0,00 0, 00 7.000,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 7.000,00 0,00 0, 00 0, 00 7.000,00
II. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 12.873.000,00 46.189.000,00 0,00 0, 00 59.062.000,00
Summe Finanzanlagen 12.873.000,00 46.189.000,00 0, 00 0, 00 59.062.000,00
Summe Anlagevermögen 12.880.000,00 46.189.000,00 0, 00 0, 00 59.069.000,00
kumulierte Abschreibungen 01.01.2020 Abschreibungen Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibungen 31.12.2020
Anlagevermögen Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 584,00 2.333,00 0,00 0,00 2.917,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 584,00 2.333,00 0, 00 0,00 2.917,00
II. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0, 00 0, 00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 584,00 2.333,00 0, 00 0,00 2.917,00
Zuschreibungen Geschäftsjahr Buchwert 31.12.2020
Anlagevermögen Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 4.083,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 4.083,00
II. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 59.062.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 59.062.000,00
Summe Anlagevermögen 0,00 59.066.083,00

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020

01.01.2020 – 31.12.2020 28.02.2019 – 31.12.2019
Euro Euro
1. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.333,00 584,00
2. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.251.935,46 1.896.119,80
3. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.179.277,00 91.915,66
– davon aus verbundenen Unternehmen Euro 4.179.277,00 (Euro 91.915,66)
4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.262.980,93 80.562,97
5. Ergebnis nach Steuern -6.337.972,39 -1.885.351,11
6. Jahresfehlbetrag 6.337.972,39 1.885.351,11

ANHANG zum 31. Dezember 2020

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes sowie des Gesellschaftsvertrages zu beachten. Er besteht aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie dem Anhang.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt.

Nach den in § 267a HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine Kleinstkapitalgesellschaft. Die größenabhängigen Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen. Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: DEGAG WI8 GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Hannover
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Hannover
Register-Nr.: HRB 218123

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das immaterielle Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum jeweiligen Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen erkennbaren Risiken wird durch angemessene, einzeln vorgenommene Abwertungen Rechnung getragen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.

Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkannbaren und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Forderungen

Sämtliche Forderungen weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. In den Forderungen sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 35.732,4 (Vorjahr: TEUR 69,0) enthalten.

Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit Gesamt davon mit einer Restlaufzeit
kleiner 1 J. größer 1 J. größer 5 J.
TEUR TEUR TEUR TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 1.245,3 1.245,3 0,0 0,0
(Vorjahr) (1.263,1) (1.263,1) (0,0) (0,0)
gegenüber verbundenen Unternehmen 392,5 392,5 0,0 0,0
(Vorjahr) (200,0) (200,0) (0,0) (0,0)
Genussrechtskapital 71.053,0 0,0 71.053,0 620,0
(Vorjahr) (16.084,5) (0,0) (16.084,5) (445,0)
sonstige Verbindlichkeiten 358,1 358,1 0,0 0,0
(Vorjahr) (56,4) (56,4) (0,0) (0,0)
Summe 73.048,9 1.995,9 71.053,0 620,0
(Vorjahr) (17.604,0) (1.519,5) (16.084,5) (445,0)

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 300,0 (Vorjahr: TEUR 200,0) enthalten. Sie resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 1 HGB) aufgestellt.

Im Geschäftsjahr sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 6.563,4 angefallen. Es handelt sich hierbei um Vertriebsprovisionen für die Zeichnungen des Genussrechtskapitals (Vorjahr: TEUR 1.568,9).

Sonstige Angaben

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der DEGAG Deutsche Grundbesitz Aktiengesellschaft, Hannover, einbezogen. Dieser Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen wird zum 31. Dezember 2020 von der DEGAG Deutsche Grundbesitz Aktiengesellschaft erstellt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus zugesagten aber noch nicht ausgereichten Darlehensmitteln an verbundene Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 30.938,0.

Daneben bestehen noch finanzielle Verpflichtungen aus zukünftig anfallenden Bestandsprovisionen. Diese belaufen sich auf insgesamt TEUR 2.133,0. Hiervon sind im Geschäftsjahr 2021 TEUR 490,0 fällig.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Birger Dehne, Kaufmann (Hannover)

Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Arbeitnehmer.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Hannover, den 15. Juni 2021

DEGAG WI8 GmbH

gez. Birger Dehne

Geschäftsführung

LAGEBERICHT zum 31. Dezember 2020

Allgemein

Die DEGAG WI8 GmbH wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 28. Februar 2019 gegründet. Sie ist beim Amtsgericht Hannover unter der Nummer HRB 218123 im Handelsregister eingetragen. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung eigenen Vermögens. Die DEGAG WI8 GmbH betreibt keine Geschäfte, die nach dem Kreditwesengesetz (KWG) oder dem Kapitalanlagegesetz genehmigungspflichtig sind. Die Gesellschaft ist befugt, alle Tätigkeiten auszuüben, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu fördern.

Der Geschäftszweck der Gesellschaft besteht insbesondere darin, Genussrechtsbeteiligungen herauszugeben und die erhaltenen liquiden Mittel ihren Schwestergesellschaften als Darlehen zur Verfügung zu stellen. Die Schwestergesellschaften sind insgesamt Immobilienbestandshalter und setzen die erhaltenen Mittel für Immobilienzukäufe oder Sanierung der vorhandenen Portfolien ein.

Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Das globale reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat im Jahr 2020 vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie nach Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) um 3,5% im Vergleich zu 2019 abgenommen. Dies ist nach den Ausführungen der Weltbank in ihren World Economic Prospects vom Januar 2021 die tiefste globale Rezession seit dem zweiten Weltkrieg, bei der sie für mehr als 90% der Entwicklungs- und Schwellenländer mit einem Rückgang des BIP pro Kopf rechnet.

Ebenfalls wurde die wirtschaftliche Entwicklung in den Mitgliedstaaten der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWU) im vergangenen Jahr durch die Corona-Pandemie und die zu ihrer Eindämmung getroffenen Maßnahmen beeinträchtigt. Die Wirtschaftsleistung in den Ländern der EWU sank, gemessen am preisbereinigten BIP, um 6,8% gegenüber dem Vorjahr. Das ist der höchste Rückgang des preisbereinigten BIP seit Gründung der EWU 1999. In den Mitgliedstaaten der Währungsunion fiel die Rezession jedoch unterschiedlich tief aus. So schrumpfte das preisbereinigte BIP in Frankreich, Italien und Spanien stärker als in Deutschland.

In Deutschland schrumpfte das preisbereinigte BIP in 2020 um 5,0% im Vergleich zum Vorjahr. Im Durchschnitt der letzten zehn Jahre war es um 1,9% gewachsen. Positive Impulse für die Veränderungsrate der preisbereinigten BIP kamen 2020 allein von den preisbereinigten Konsumausgaben des Staates (+3,4%) und den preisbereinigten Bauinvestitionen (+1,5%). Demgegenüber schrumpften die preisbereinigten privaten Konsumausgaben (-6,0%) bei gleichzeitigem Rückgang der Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland (-1,1%). Trotz milliardenschwerer Konjunkturmaßnahmen hat sich die Arbeitslosigkeit spürbar ausgeweitet.

Auch die Entwicklung an den Finanzmärkten stand 2020 im Zeichen der Corona-Pande- mie. In Reaktion auf die sich abzeichnende Wirtschaftskrise hat die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) im März 2020 ihr Leitzinsband von 1,50% bis 1,75% auf nur noch 0,00% bis 0,25% abgesenkt. Außerdem wurde die Liquiditätszuführung in die Märkte über Repos (repurchase agreement operations) und Wertpapierankäufe stark ausgeweitet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ab März 2020 mehrere zielgerichtete Maßnahmen eingeführt und im Jahresverlauf sukzessive aufgestockt, ohne die Leitzinsen noch weiter zu senken.

Zu starken Kursverlusten an den Aktienmärkten kam es im Laufe des ersten Quartals 2020, bevor nach dem Tiefpunkt im März eine Aufholjagd begann. Der US-Leitindex S&P 500 konnte Ende 2020 sogar neue Höchststände erreichen. Der deutsche Leitindex DAX 30 stand Ende 2020 letztendlich ungefähr auf dem Wert vom Vorjahresende. Im Durchschnitt des Jahres 2020 lag er mit 12.339 Punkten rund 2% über dem Vorjahresschnitt.

Auch für den Immobilienmarkt war 2020 aufgrund der Corona-Pandemie ein außergewöhnliches Jahr. Im Gegensatz zu Gewerbeimmobilien ließ sich die Nachfrage am Wohnungsmarkt nicht von der Corona-Pandemie beeindrucken. Vielmehr wurde das Wohnen aufgewertet. Seit dem Ausbruch der Pandemie hat wohl jeder mehr Zeit zu Hause verbracht, so dass die Wertschätzung für eine schöne Wohnung eher noch zugenommen hat.

Geschäftsverlauf

Mit der Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr ist die Gesellschaft insgesamt zufrieden. Sie wurde Ende Februar 2019 gegründet und hat erst im Oktober 2019 den eigentlichen Geschäftsbetrieb aufgenommen.

Das von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) genehmigte Produkt Genussrechts-Beteiligungen „DEGAG WohnInvest 8“ der DEGAG WI8 GmbH wurde Ende September 2019 an den Markt gebracht. Es wurden bis zum 31. Dezember 2020 insgesamt 71.053.040 Euro (Vorjahr: 16.084.525 Euro) durch Anleger eingezahlt. Hiervon wurden zum Stichtag 31. Dezember 2020 insgesamt 59.062.000 Euro (Vorjahr: 12.873.000 Euro) an Schwestergesellschaften sowie an die Gesellschafterin als Darlehen weitergereicht.

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beläuft sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 auf 73.083.878 Euro (Vorjahr: 17.632.042 Euro) wobei ein Jahresfehlbetrag von 6.337.972 Euro (Vorjahr: Jahresfehlbetrag 1.885.351 Euro) ausgewiesen wird.

Aufgrund der besonderen „Finanzierungsform“ durch Genussrechtskapital sind herkömmliche Betrachtungen des Jahresergebnisses bzw. daraus abzuleitenden Kennzahlen und Leistungsindikatoren auf die Gesellschaft nicht anwendbar.

Eine für uns wichtige Kennzahl ist das Verhältnis der vergebenen Darlehen zu dem erhaltenen Genussrechtskapital, da sich hieraus eine Tendenz hinsichtlich des zukünftigen Zinsergebnisses ableiten lässt. Der Wert im Berichtsjahr beträgt 83,12% (Vorjahr: 80,03%). Wir erwarten, dass sich dieses Verhältnis in Zukunft zwischen 83% und 86% bewegen wird.

Ertragslage

Das Ergebnis des Geschäftsjahres ist insbesondere durch Vertriebskosten der Genussrechtsserie „DEGAG WohnInvest 8“ belastet. Sie belaufen sich auf 6.563.414 Euro (Vorjahr: 1.568.872 Euro).

Den Zinserträgen in Höhe von 4.179.277 Euro (Vorjahr: 91.916 Euro) stehen Zinsaufwendungen in Höhe von 3.262.981 Euro (Vorjahr: 80.563 Euro) gegenüber.

Letztendlich weist die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag von 6.337.972 Euro (Vorjahr: Jahresfehlbetrag 1.885.351 Euro) aus. Im Vergleich zur Planung für das Geschäftsjahr ist der Verlust niedriger ausgefallen, da weniger Genussrechtskapital gezeichnet wurde als ursprünglich eingeplant war. Hierdurch sind geringere Vertriebsprovisionen angefallen.

Finanzlage

Die Zahlungsfähigkeit der DEGAG WI8 GmbH war im Berichtsjahr aufgrund einer planvollen und ausgewogenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben. Die liquiden Mittel betrugen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 insgesamt 2.262.137 Euro (Vorjahr: 2.129.793 Euro).

Nach der derzeitigen Finanzplanung ist die Zahlungsfähigkeit auch für die absehbare Zukunft gesichert.

Vermögenslage

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 weist die Gesellschaft eine bilanzielle Überschuldung aus, welche insbesondere durch die Vertriebsprovisionen verursacht ist. Das Geschäftsmodell der Gesellschaft ist mittelfristig angelegt, so dass voraussichtlich ab dem Jahr 2021 Überschüsse erzielt werden.

Den ausgereichten Darlehen in Höhe von 59.062.000 Euro (Vorjahr: 12.873.000 Euro) stehen gezeichnete Genussrechtsbeteiligungen in Höhe von 71.053.040 Euro (Vorjahr: 16.084.525 Euro) gegenüber.

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet.

Kapitalstruktur

Die Zusammensetzung und die Entwicklung der Kapitalstruktur der DEGAG WI8 GmbH ist der Bilanz (Anlage 1) zu entnehmen.

Risikobericht

Der professionelle und verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Gesellschaft. Die Geschäftsführung beschließt die Risikopolitik einschließlich der anzuwendenden Methoden und Verfahren zur Risikosteuerung und -überwachung. Sie trägt die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement.

Die Gesellschaft versteht unter Risiko die negative Abweichung von einem erwarteten Wert. Dabei wird das Ausfallrisiko der vergebenen Darlehen gegenüber den Schwestergesellschaften als wesentlich bewertet. Die Gesellschaft hat sich zur Absicherung dieser Darlehen von der Muttergesellschaft, der DEGAG Deutsche Grundbesitz Aktiengesellschaft, eine Patronatserklärung eingeholt. Die Muttergesellschaft hat hierin die uneingeschränkte, unbedingte, unbefristete und unwiderrufliche Verpflichtung erklärt, dass sie dafür sorgt, dass die Schwestergesellschaften stets so geleitet und finanziell so ausgestattet werden, dass ihre Bonität erhalten bleibt und sie jederzeit in der Lage sind, ihre Verpflichtungen aus den Darlehen der DEGAG WI8 GmbH zu erfüllen. Die zur Verfügung gestellten Darlehensmittel wurden bei den Schwestergesellschaften zur Wertsteigerung der Immobilien investiert. Die tatsächlichen Verkehrswerte liegen laut einem Gutachten deutlich über den handelsrechtlichen Buchwerten.

Prognose- und Chancenbericht

Die folgenden Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung der DEGAG WI8 GmbH im Jahr 2021 stellen Einschätzungen dar, die auf der Grundlage der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen werden. Prognosen sind naturgemäß mit Unsicherheit behaftet. Treten die zugrunde gelegten Annahmen nicht ein, können die tatsächlichen von den erwarteten Ergebnissen abweichen.

In ihrem Frühjahrsgutachten prognostizieren die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 3,7% im laufenden Jahr und um 3,9% im Jahr 2022. Der erneute Shutdown verzögert die wirtschaftliche Erholung, aber sobald die Infektionsgefahren vor allem durch das Impfen gebannt sein werden, wird eine kräftige Erholung einsetzen. Etwa zu Beginn des kommenden Jahres dürfte die Wirtschaft zur Normalauslastung zurückkehren.

Die Lage auf dem deutschen Immobilienmarkt ist heterogen. Im Wohnbereich ist eine Trendwende bei der Preisentwicklung kaum absehbar. Die Finanzierungsbedingungen sind weiterhin attraktiv, Verdiensteinbußen sind temporärer Natur. Teilweise konnten Haushalte coronabedingt auch hohe Ersparnisse bilden. Fortbestehende Kapazitätsbeschränkungen in der Bauwirtschaft, lange Planungs- und Genehmigungsverfahren und fehlendes Bauland in Ballungsgebieten verteuern die Immobilienobjekte ebenso wie höhere Anforderungen an die Energieeffizienz, komplexe Regulierungen für Neubauten oder Maßnahmen wie die Mietpreisbremse.

Demgegenüber sind Wirtschaftsimmobilien deutlich von der Corona-Krise betroffen und Mieten und Preise dürften sich kurzfristig kaum noch so stark wie in den vergangenen Jahren entwickeln. Liquiditätshilfen federten bislang die kurzfristigen Effekte der Pandemie ab, so dass sich noch kein erheblicher Rückgang der Miet- und Immobilienpreise bei Wirtschaftsimmobilien zeigte. Insolvenzen im Unternehmenssektor könnten aber zu Ausfällen von Wirtschaftsimmobilienkrediten führen, insbesondere im stationären Einzelhandel. Manifestiert sich der Leerstand, würde das auch auf die Banken durchschlagen.

Die DEGAG WI8 GmbH erwartet für das Jahr 2021 einen leichten Anstieg der Bilanzsumme. Die Schwestergesellschaften werden insbesondere durch Immobilienzukäufe und Sanierungsmaßnahmen einen großen Kapitalbedarf haben. Die Voraussetzungen für den Bedarf von entsprechenden Darlehen der Gesellschaft an die Schwestergesellschaften sind somit erfüllt.

Aufgrund des anhaltenden Zinstiefs suchen weiterhin immer mehr Anleger alternative Investitionsmöglichkeiten. Hier hat sich die Gesellschaft am Markt bereits gut positioniert und durch Vertriebspartner ihr Finanzprodukt potentiellen Investoren von Kleinanlegern bis zu institutionellen Anlegern angeboten.

Die Gesellschaft rechnet für das Geschäftsjahr 2021 erstmals mit einem Jahresüberschuss, da das voraussichtliche Finanzergebnis die Vertriebsprovisionen und sonstige Kosten voraussichtlich übersteigen wird. Ursprünglich hatte man erst im Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresüberschuss gerechnet.

Angaben nach § 24 VermAnIG

Die Gesellschaft in ihrer Eigenschaft als Emittentin von Vermögensanlagen hat keine besonderen Gewinnbeteiligungen gewährt. Die Gesamtsumme der im abgelaufenen Geschäftsjahr gezahlten Vergütungen betrug 2.827.021 Euro (Vorjahr: 67.134 Euro). Es handelt sich hierbei ausschließlich um feste von der Emittentin gezahlte Vergütungen. Die Zahl der Begünstigten belief sich zum Bilanzstichtag auf 2.029 (Vorjahr: 792).

Die Gesellschaft beschäftigt weder Angestellte noch selbständige Mitarbeitende, die aufgrund ihrer Tätigkeit durch die Emission der Genussrechte begünstigt werden. Demzufolge wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr weder feste noch variable Vergütungen an Führungskräfte oder andere Mitarbeiter gezahlt.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter zur Lagedarstellung

Die Geschäftsführung versichert, dass der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft im Lagebericht so dargestellt ist, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild abgegeben wird. Weiterhin wird versichert, dass die wesentlichen Chancen und Risiken im Lagebericht beschrieben sind.

 

Hannover, den 15. Juni 2021

gez. Birger Dehne

Geschäftsführung

„Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass der Jahresabschluss der DEGAG WI8 GmbH unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätze ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

gez. Birger Dehne“

Der Jahresabschluss wurde am 28. Juni 2021 festgestellt.

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