Start Allgemeines DEGAG Kapital GmbH – bilanziell überschuldetes Unternehmen mit Katastrophenbilanz

DEGAG Kapital GmbH – bilanziell überschuldetes Unternehmen mit Katastrophenbilanz

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das gesehen aus Anlegersicht, denn das Unternehmen hatte im Jahr 2016 Genussrechte mit einer BaFin-Gestattung herausgegeben.:

DEGAG Kapital GmbH

Hannover

Bekanntmachung
gemäß § 9 Abs. 2 Nr. 2 Vermögensanlagengesetz

Die DEGAG Kapital GmbH beabsichtigt, von der DEGAG Kapital GmbH begebene Genussrechte öffentlich anzubieten. Ein vollständiger Verkaufsprospekt wird bei der DEGAG Kapital GmbH, Theaterstraße 13, D-30159 Hannover, zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten.

Hannover, 29. November 2016

DEGAG Kapital GmbH

Nun legt man also für das Geschäftsjahr 2018 eine miese Bilanz vor, eine Bilanz, die Genussrechte-Zeichner dann den Genuss, den man eigentlich haben wollte, zu einem sauren Vergnügen macht, denn ein Genuss ist das sicherlich nicht.

Innerhalb nur eines Jahres hat sich der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag fast verdoppelt. Unglaublich!

DEGAG Kapital GmbH

Hannover

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DEGAG Kapital GmbH

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der DEGAG Kapital GmbH – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der DEGAG Kapital GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 25 VermAnlG i.V.m. § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zu den Verbindlichkeiten aus Genussscheinkapital und zu den Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Ich verweise auf die Ausführungen im Absatz „Allgemein“ des Lageberichts. Danach besteht der Zweck der Gesellschaft darin, Genussrechtsbeteiligungen herauszugeben und die erhaltenen liquiden Mittel ihren Schwestergesellschaften als Darlehen zur Verfügung zu stellen. Diese finanzieren hiermit Immobilienzukäufe oder Sanierungsmaßnahmen am Immobilienbestand. Aus diesem Grund bestehen die wesentlichen Posten des Jahresabschlusses in den Ausleihungen gegen verbundene Unternehmen und Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital. Meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 25 VermAnlG i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Hildesheim, 20. Juni 2019

gez. Dipl.-Kfm. Claus Hellberg, Wirtschaftsprüfer

BILANZ zum 31. Dezember 2018

DEGAG Kapital GmbH, Hannover

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.877,00 10.916,00
II. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 40.665.000,00 21.588.000,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.189.524,05 197.091,67
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.921.930,26 959.990,78
C. Rechnungsabgrenzungsposten 645.519,50 0,00
– davon aus Disagio Euro 645.519,00 (Euro 0,00)
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 4.042.480,56 2.168.595,87
50.470.331,37 24.924.594,32

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Verlustvortrag -2.193.595,87 -97.839,57
III. Jahresfehlbetrag -1.873.884,69 -2.095.756,30
nicht gedeckter Fehlbetrag 4.042.480,56 2.168.595,87
buchmäßiges Eigenkapital 0,00 0,00
B. Rückstellungen
1. sonstige Rückstellungen 32.000,00 32.000,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.432.736,72 491.886,90
– davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 1.432.736,72 (Euro 491.886,90)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 140.000,00
– davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 0,00 (Euro 140.000,00)
3. Genussrechtskapital 48.517.300,00 23.978.300,00
– davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 0,00 (Euro 0,00)
– davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Euro 48.517.300,00 (Euro 23.978.300,00)
4. sonstige Verbindlichkeiten 488.294,65 282.407,42
50.438.331,37 24.892.594,32
– davon aus Steuern Euro 130.004,98 (Euro 61.511,74)
– davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 488.294,65 (Euro 282.407,42)
50.470.331,37 24.924.594,32

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2018

DEGAG Kapital GmbH, Hannover

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2018 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2018
Euro Euro Euro Euro Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.115,00 0,00 0,00 0,00 15.115,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 15.115,00 0,00 0,00 0,00 15.115,00
II. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 21.588.000,00 19.077.000,00 0,00 0,00 40.665.000,00
Summe Finanzanlagen 21.588.000,00 19.077.000,00 0,00 0,00 40.665.000,00
Summe Anlagevermögen 21.603.115,00 19.077.000,00 0,00 0,00 40.680.115,00
kumulierte Abschreibungen 01.01.2018 Abschreibungen Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibungen 31.12.2018 Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro Euro Euro Euro Euro Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.199,00 5.039,00 0,00 0,00 9.238,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 4.199,00 5.039,00 0,00 0,00 9.238,00 0,00
II. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 4.199,00 5.039,00 0,00 0,00 9.238,00 0,00
Buchwert 31.12.2018
Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.877,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 5.877,00
II. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 40.665.000,00
Summe Finanzanlagen 40.665.000,00
Summe Anlagevermögen 40.670.877,00

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018

DEGAG Kapital GmbH, Hannover

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. sonstige betriebliche Erträge 1.289,35 0,64
2. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.039,00 4.199,00
3. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.880.542,09 2.497.473,90
4. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.231.149,36 1.309.468,02
– davon aus verbundenen Unternehmen Euro 3.231.149,36 (Euro 1.309.468,02)
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.220.742,31 903.552,06
6. Ergebnis nach Steuern -1.873.884,69 -2.095.756,30
7. Jahresfehlbetrag 1.873.884,69 2.095.756,30

ANHANG zum 31. Dezember 2018

DEGAG Kapital GmbH, Hannover

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Nach den in § 267a HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine Kleinstkapitalgesellschaft. Die größenabhängigen Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen. Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB aufgestellt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für kleine Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Das gesetzliche Gliederungsschema ist um den Posten „Genussrechtskapital“ erweitert worden.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: DEGAG Kapital GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Hannover
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Hannover
Register-Nr.: HRB 214046

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei den Finanzanlagen werden die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Sämtliche Forderungen weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkannbaren und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Forderungen

In den Forderungen sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 829,6 enthalten (Vorjahr: Verbindlichkeit TEUR 140,0).

Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit Gesamt davon kleiner 1 J. mit einer Restlaufzeit größer 1 J. größer 5 J.
TEUR TEUR TEUR TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 1.432,7 1.432,7 0,0 0,0
(Vorjahr) (491,9) (491,9) (0,0) (0,0)
gegenüber verbundenen Unternehmen 0,0 0,0 0,0 0,0
(Vorjahr) (140,0) (140,0) (0,0) (0,0)
Genussrechtskapital 48.517,3 0,0 48.517,3 4.827,1
(Vorjahr) (23.978,3) (0,0) (23.978,3) (2.427,5)
sonstige Verbindlichkeiten 488,3 488,3 0,0 0,0
(Vorjahr) (282,4) (282,4) (0,0) (0,0)
Summe 50.438,3 1.921,0 48.517,3 4.827,1
(Vorjahr) (24.892,6) (914,3) (23.978,3) (2.427,5)

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 1 HGB) aufgestellt.

Im Geschäftsjahr sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.732,5 angefallen (Vorjahr: TEUR 2.350,8). Es handelt sich hierbei um Vertriebsprovisionen für die Zeichnungen des Genussrechtskapitals.

Sonstige Angaben

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der DEGAG Deutsche Grundbesitz Aktiengesellschaft, Hannover, einbezogen. Dieser Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen wird zum 31. Dezember 2018 von der DEGAG Deutsche Grundbesitz Aktiengesellschaft erstellt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus zukünftig anfallenden Bestandsprovisionen. Diese belaufen sich auf insgesamt TEUR 1.200,3. Hiervon sind im Geschäftsjahr 2019 TEUR 258,0 fällig.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Birger Dehne, Kaufmann (Hannover)

Der Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt und befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen.

Mitarbeiter

Sowohl im Geschäftsjahr als auch im Vorjahr beschäftigte die Gesellschaft keine Mitarbeiter.

Nachtragsbericht

Im Januar 2019 wurde die Verlängerung der Genussrechts-Beteiligung mit der Bezeichnung „DEGAG Wohninvest 7“ bei der BaFin beantragt.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Hannover, den 20. Juni 2019

DEGAG Kapital GmbH

gez. Birger Dehne, Geschäftsführung

LAGEBERICHT zum 31. Dezember 2018

DEGAG Kapital GmbH, Hannover

Allgemein

Die DEGAG Kapital GmbH wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 4. Juli 2016 gegründet. Sie ist beim Amtsgericht Hannover unter der Nummer HRB 214046 im Handelsregister eingetragen. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung eigenen Vermögens. Die DEGAG Kapital GmbH betreibt keine Geschäfte, die nach dem Kreditwesengesetz (KWG) oder dem Kapitalanlagegesetz genehmigungspflichtig sind. Die Gesellschaft ist befugt, alle Tätigkeiten auszuüben, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu fördern.

Der Geschäftszweck der Gesellschaft besteht insbesondere darin, Genussrechtsbeteiligungen herauszugeben und die erhaltenen liquiden Mittel ihren Schwestergesellschaften als Darlehen zur Verfügung zu stellen. Die Schwestergesellschaften sind insgesamt Immobilienbestandshalter und setzen die erhaltenen Mittel für Immobilienzukäufe oder Sanierung der vorhandenen Portfolien ein.

Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft hat sich trotz einer regen Entwicklung in den USA insgesamt abgekühlt. In Europa hat der lange Zeit hohe Ölpreis die Kaufkraft und damit das Wachstum gebremst. In wichtigen Schwellenländern machten sich bei gestiegenen US-Zinsen ferner strukturelle Probleme bemerkbar. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg mit 1,5% langsamer als im Vorjahr (2,2%). Komfortable Auftragsbestände, ein ungeachtet erster Eintrübungen noch gutes Geschäftsklima sowie kaum verminderte Beschäftigungszuwächse zeugten von immer noch robusten binnenwirtschaftlichen Auftriebskräften. Die Investitionsbereitschaft ließ unter dem Eindruck großer Unwägbarkeiten für die globalen Handelsbeziehungen, etwa durch den Handelsstreit zwischen den USA und China, im Verlauf des Jahres aber doch nach. Zudem wirkte der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften bremsend.

Der Immobilienpreisanstieg setzte sich bei weiterhin günstigen Zinsen und soliden Beschäftigungstrend fort. Der Nachfrageüberhang blieb bestehen, da gemessen am Bevölkerungswachstum der Metropolregionen unverändert zu wenig neue Wohnungen errichtet werden.

Die Europäische Zentralbank hielt auch 2018 an ihrer Niedrigzinspolitik fest. Ihr Anleihekaufprogramm ließ sie jedoch auslaufen. Am Kapitalmarkt zogen die Zinsen zu Jahresbeginn vorübergehend an und lagen zum Jahresschluss mit 0,25% für zehnjährige Bundesanleihen tiefer als im Jahresdurchschnitt. Der Kreditbestand aller Banken in Deutschland gegenüber inländischen Unternehmen und Privatpersonen weitete sich im Berichtsjahr um 3,6% aus, wobei Kredite für den Wohnungsbau mit einem Plus von 4,9% überdurchschnittlich nachgefragt wurden.

Am Arbeitsmarkt setzte sich die positive Entwicklung der Vorjahre fort. Die Arbeitslosenquote in Deutschland lag zum Jahresende bei 4,9% und damit 0,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahresstand. Im Geschäftsgebiet der DEGAG Kapital GmbH lag die Quote mit 6,2% zwar höher aber gegenüber dem Vorjahreswert ergab sich ein Rückgang um 0,6 Prozentpunkte, der somit stärker ausfiel als im Bundestrend.

Der Wohnimmobilienmarkt ist von regionalen Anbietern und der Nachfrage der privaten Haushalte geprägt. Das Bevölkerungswachstum in der Landeshauptstadt Hannover und den angrenzenden Kommunen führt zu einer steigenden Nachfrage auf dem Wohnimmobilienmarkt. In den letzten fünf Jahren (seit 2013 bis Ende 2017) ist die Bevölkerung in der Stadt Hannover um etwa 17.300 Menschen (plus 3,3%) auf rund 541.800 Menschen gewachsen. Im gleichen Zeitraum wurden nur rund 3.855 neue Wohnungen in der Stadt Hannover fertig gestellt, so dass aktuell und perspektivisch ein erheblicher Bedarf an neuem Wohnraum besteht.

Geschäftsverlauf

Mit der Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr ist die Gesellschaft insgesamt zufrieden. Sie wurde erst im Jahr 2016 gegründet und hat erst im Dezember 2016 den eigentlichen Geschäftsbetrieb aufgenommen.

Das von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) genehmigte Produkt Genussrechts-Beteiligungen „Serie L“ der DEGAG Kapital GmbH wurde zum Ende des Jahres 2016 an den Markt gebracht. Bis zum 31. Dezember 2018 wurden insgesamt 48.517.300 Euro durch Anleger gezeichnet. Hiervon wurden zum Stichtag 31. Dezember 2018 41.494.590 Euro an Schwestergesellschaften sowie an die Gesellschafterin als Darlehen weitergereicht.

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beläuft sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 auf 50.470.331 Euro (Vorjahr: 24.924.594 Euro) wobei ein Jahresfehlbetrag von 1.873.885 Euro (Vorjahr: Jahresfehlbetrag 2.095.756 Euro) ausgewiesen wird.

Aufgrund der besonderen „Finanzierungsform“ durch Genussrechtskapital sind herkömmliche Betrachtungen des Jahresergebnisses bzw. daraus abzuleitenden Kennzahlen und Leistungsindikatoren auf die Gesellschaft nicht anwendbar.

Eine für uns wichtige Kennzahl ist das Verhältnis der vergebenen Darlehen zu dem erhaltenen Genussrechtskapital, da sich hieraus eine Tendenz hinsichtlich des zukünftigen Zinsergebnisses ableiten lässt. Der Wert im Berichtsjahr beträgt 85,5% (Vorjahr: 90,0%). Wir erwarten, dass sich dieses Verhältnis in Zukunft zwischen 85% und 90% bewegen wird.

Ertragslage

Das Ergebnis des Geschäftsjahres ist insbesondere durch Vertriebskosten der Genussrechtsserie L belastet. Sie belaufen sich auf 2.732.452 Euro (Vorjahr: 2.350.769 Euro).

Den Zinserträgen in Höhe von 3.231.149 Euro (Vorjahr: 1.309.468 Euro) stehen Zinsaufwendungen in Höhe von 2.220.742 Euro (Vorjahr: 903.552 Euro) gegenüber.

Letztendlich weist die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag von 1.873.885 Euro (Vorjahr: Jahresfehlbetrag 2.095.756 Euro) aus.

Finanzlage

Die Zahlungsfähigkeit der DEGAG Kapital GmbH war im Berichtsjahr aufgrund einer planvollen und ausgewogenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben. Die liquiden Mittel betrugen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 insgesamt 3.921.930 Euro (Vorjahr: 959.991 Euro).

Nach der derzeitigen Finanzplanung ist die Zahlungsfähigkeit auch für die absehbare Zukunft gesichert.

Vermögenslage

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 weist die Gesellschaft eine bilanzielle Überschuldung aus, welche insbesondere durch die Vertriebsprovisionen verursacht ist. Das Geschäftsmodell der Gesellschaft ist mittelfristig angelegt, so dass voraussichtlich ab dem Jahr 2019 Überschüsse erzielt werden.

Den ausgereichten Darlehen in Höhe von 41.494.590 Euro (Vorjahr: 21.588.000 Euro) stehen gezeichnete Genussrechtsbeteiligungen in Höhe von 48.517.300 Euro (Vorjahr: 23.978.300) Euro gegenüber.

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet.

Kapitalstruktur

Die Zusammensetzung und die Entwicklung der Kapitalstruktur der DEGAG Kapital GmbH ist der Bilanz (Anlage 1) zu entnehmen.

Risikobericht

Der professionelle und verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Gesellschaft. Die Geschäftsführung beschließt die Risikopolitik einschließlich der anzuwendenden Methoden und Verfahren zur Risikosteuerung und -überwachung. Sie trägt die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement.

Die Gesellschaft versteht unter Risiko die negative Abweichung von einem erwarteten Wert. Dabei wird das Ausfallrisiko der vergebenen Darlehen gegenüber den Schwestergesellschaften als wesentlich bewertet. Die Gesellschaft hat sich zur Absicherung dieser Darlehen von der Muttergesellschaft, der DEGAG Deutsche Grundbesitz Aktiengesellschaft, eine Patronatserklärung eingeholt. Die Muttergesellschaft hat hierin die uneingeschränkte, unbedingte, unbefristete und unwiderrufliche Verpflichtung erklärt, dass sie dafür sorgt, dass die Schwestergesellschaften stets so geleitet und finanziell so ausgestattet werden, dass ihre Bonität erhalten bleibt und sie jederzeit in der Lage sind, ihre Verpflichtungen aus den Darlehen der DEGAG Kapital GmbH zu erfüllen. Die zur Verfügung gestellten Darlehensmittel wurden bei den Schwestergesellschaften zur Wertsteigerung der Immobilien investiert. Die tatsächlichen Verkehrswerte liegen laut einem Gutachten deutlich über den handelsrechtlichen Buchwerten.

Prognose- und Chancenbericht

Die folgenden Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung der DEGAG Kapital GmbH im Jahr 2019 stellen Einschätzungen dar, die auf der Grundlage der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen werden. Prognosen sind naturgemäß mit Unsicherheit behaftet. Treten die zugrunde gelegten Annahmen nicht ein, können die tatsächlichen von den erwarteten Ergebnissen abweichen.

Nach der am 4. April 2019 veröffentlichten Gemeinschaftsdiagnose („Frühjahrsgutachten“) der führenden deutschsprachigen Wirtschaftsforschungsinstitute im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie durchläuft die deutsche Wirtschaft nunmehr eine Abkühlungsphase, in der die gesamtwirtschaftliche Überauslastung zurückgeht. Die Institute erwarten für das Jahr 2019 nur noch ein Wirtschaftswachstum von 0,8% und damit mehr als einen Prozentpunkt weniger als noch im Herbst 2018.

Die Gefahr einer ausgeprägten Rezession mit negativen Veränderungsraten des Bruttoinlandsprodukts über mehrere Quartale halten die Institute jedoch bislang für gering, jedenfalls solange sich die politischen Risiken nicht weiter zuspitzen. Für das Jahr 2020 bestätigen die Institute ihre Prognose aus dem vergangenen Herbst: Das Bruttoinlandsprodukt dürfte im Jahr 2020 um 1,8% zunehmen.

Zum Teil ist die Abkühlung der Weltkonjunktur im Lauf des Jahres 2018 wohl eher als eine Normalisierung nach dem ausgesprochen starken Aufschwungsjahr 2017 zu verstehen. Darüber hinaus ist sie aber auch Folge der hohen wirtschaftspolitischen Risiken. Denn nach wie vor ist unklar, wie es mit den Handelsstreitigkeiten zwischen den USA auf der einen und China bzw. der Europäischen Union (EU) auf der anderen Seite weitergeht. In Europa kommt als zweite Unsicherheit der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union hinzu. Es ist unklar, ob dieser vertraglich geregelt oder ungeregelt erfolgt.

Gegenwind für die internationale Konjunktur kam zudem von der amerikanischen Geldpolitik. Die US-Notenbank hat ihren Leitzins im Jahr 2018 um insgesamt einen Prozentpunkt auf 2,25-2,5% erhöht, und in der Folge verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen in vielen Schwellenländern zeitweise deutlich. Dazu kamen als dämpfende Sondereffekte im dritten Quartal 2018 Naturkatastrophen in Japan sowie ein vielerorts schwacher Kfz-Absatz, der zum Teil auf Schwierigkeiten bei der Umstellung auf ein neues Abgasprüfsystem in der EU und in anderen Ländern zurückgeht.

Die Finanzpolitik ist regional unterschiedlich ausgerichtet. In den USA wirkt sie weniger expansiv, die Impulse der Ende 2017 beschlossenen Steuerreform und der Ausgabeprogramme laufen im Prognosezeitraum aus. In Japan soll im Herbst 2019 die Mehrwertsteuer erhöht werden, was einen restriktiven Impuls bedeutet. Dagegen wechselt im Euroraum die Finanzpolitik in diesem Jahr von einer in etwa neutralen zu einer leicht expansiven Ausrichtung, vor allem aufgrund der Maßnahmen in Deutschland und Italien. Schließlich hat die chinesische Regierung kräftige Steuersenkungen für Konsumenten und Unternehmen beschlossen, um die Konjunktur zu stabilisieren.

Die Anlageinvestitionen werden zwar weniger dynamisch expandieren als zuletzt, jedoch rechnen die Institute nicht mit einem Einbruch der Investitionstätigkeit, wie er in früheren Abschwungphasen meist zu beobachten war. Ein Grund dafür ist, dass die Investitionstätigkeit im vorangegangenen Aufschwung nur moderat ausgeweitet wurde, sodass die für Boomphasen an sich typischen Übertreibungen im Kapazitätsaufbau diesmal wohl weniger stark ausgeprägt gewesen sind. Der Wohnungsbau ist weiterhin eine Stütze der Bauinvestitionen, auch weil die Finanzierungskosten niedrig bleiben. Die üppigen Auftragsbestände und die kräftige Preisentwicklung deuten darauf hin, dass die Ausweitung der Bautätigkeit vor allem durch Kapazitätsengpässe in der Bauwirtschaft begrenzt wird.

Die DEGAG Kapital GmbH erwartet für das Jahr 2019 einen leichten Anstieg der Bilanzsumme durch weitere Einzahlungen von Genussrechtsbeteiligungen. Die Schwestergesellschaften werden insbesondere durch Sanierungsmaßnahmen einen großen Kapitalbedarf haben. Die Voraussetzungen für den Bedarf von entsprechenden Darlehen der Gesellschaft an die Schwestergesellschaften sind somit erfüllt.

Aufgrund des anhaltenden Zinstiefs suchen weiterhin immer mehr Anleger alternative Investitionsmöglichkeiten. Hier hat sich die Gesellschaft am Markt bereits gut positioniert und durch Vertriebspartner ihr Finanzprodukt potentiellen Investoren von Kleinanlegern bis zu institutionellen Anlegern angeboten.

Die Gesellschaft rechnet für das Geschäftsjahr 2020 erstmals mit einem Jahresüberschuss, da das voraussichtliche Finanzergebnis die Vertriebsprovisionen voraussichtlich übersteigen wird.

Angaben nach § 24 VermAnlG

Die Gesellschaft in ihrer Eigenschaft als Emittentin von Vermögensanlagen hat keine besonderen Gewinnbeteiligungen gewährt. Die Gesamtsumme der im abgelaufenen Geschäftsjahr gezahlten Vergütungen betrug 2.207.217 Euro (Vorjahr: 903.516 Euro). Es handelt sich hierbei ausschließlich um feste von der Emittentin gezahlte Vergütungen. Die Zahl der Begünstigten belief sich zum Bilanzstichtag auf 1.471 (Vorjahr 796).

Die Gesellschaft beschäftigt weder Angestellte noch selbständige Mitarbeitende, die aufgrund ihrer Tätigkeit durch die Emission der Genussrechte begünstigt werden. Demzufolge wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr weder feste noch variable Vergütungen an Führungskräfte oder andere Mitarbeiter gezahlt.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter zur Lagedarstellung

Die Geschäftsführung versichert, dass der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft im Lagebericht so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild abgegeben wird. Weiterhin wird versichert, dass die wesentlichen Chancen und Risiken im Lagebericht beschrieben sind.

 

Hannover, den 20. Juni 2019

DEGAG Kapital GmbH

gez. Birger Dehne, Geschäftsführung

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