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Bafin schlägt Alarm: Warnung vor angeblichen SpaceX-Aktien von Imperion Finance

wolfgangvogt_lb (CC0), Pixabay
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Die Finanzaufsicht Bafin warnt Anleger eindringlich vor Angeboten der Plattform ImperionFinance beziehungsweise Imperion Finance. Das Unternehmen mit angeblichem Sitz in London erweckt den Eindruck, Investoren könnten über seine Dienste Anteile am Raumfahrtunternehmen SpaceX erwerben. Nach Angaben der Bafin verfügt die Gesellschaft jedoch weder über die erforderliche Erlaubnis für Finanz- oder Wertpapierdienstleistungen noch liegt ein gesetzlich vorgeschriebener Wertpapierprospekt vor.

Besonders brisant: Die Anbieter richten sich gezielt an Personen, die bereits zuvor vermeintliche Aktien der Starlink Inc. erworben haben sollen. Diesen Anlegern wird nun angeboten, ihre angeblichen Starlink-Anteile gegen Zahlung eines weiteren Geldbetrags in SpaceX-Aktien umzutauschen. Die Bafin sieht hierin ein erhebliches Risiko für Verbraucher.

Begehrte Marken als Lockmittel

SpaceX gehört zu den bekanntesten Technologieunternehmen der Welt. Das von Elon Musk gegründete Raumfahrtunternehmen ist bislang nicht börsennotiert, weshalb echte Beteiligungsmöglichkeiten für Privatanleger äußerst begrenzt sind. Gerade diese Exklusivität macht die Marke für Betrüger attraktiv.

Nach Beobachtungen der Aufsichtsbehörden werden immer wieder Aktien prominenter Unternehmen zum Kauf angeboten, obwohl die Anbieter über keinerlei Berechtigung verfügen. In zahlreichen Fällen erhalten Anleger nach der Zahlung keine Wertpapiere, während die Anbieter anschließend nicht mehr erreichbar sind. Teilweise existieren die angebotenen Aktien nach Angaben der Behörden überhaupt nicht.

Keine Erlaubnis, kein Prospekt

Nach deutschem Recht dürfen Wertpapiere grundsätzlich nur dann öffentlich angeboten werden, wenn zuvor ein von der Bafin gebilligter Wertpapierprospekt veröffentlicht wurde. Für die angeblichen SpaceX-Aktien liegt ein solcher Prospekt nicht vor.

Zudem benötigen Unternehmen, die Wertpapiere vermitteln oder verkaufen, eine entsprechende Erlaubnis der Finanzaufsicht. Nach Angaben der Bafin besitzt ImperionFinance beziehungsweise Imperion Finance keine Zulassung nach dem Kreditwesengesetz oder dem Wertpapierinstitutsgesetz.

Anleger sollten besonders vorsichtig sein

Die Warnung reiht sich in eine Vielzahl von Fällen ein, bei denen Betrüger mit bekannten Unternehmensnamen und vermeintlich exklusiven Investitionsmöglichkeiten werben. Experten raten Anlegern deshalb, bei Angeboten zu nicht börsennotierten Unternehmen besondere Vorsicht walten zu lassen.

Vor einer Investition sollten Interessenten prüfen, ob der Anbieter in den offiziellen Unternehmensdatenbanken der Bafin registriert ist und ob für das angebotene Wertpapier ein gültiger Prospekt vorliegt. Hohe Renditeversprechen, Zeitdruck oder die Aufforderung zu Nachzahlungen gelten als typische Warnsignale.

Die Bafin, das Bundeskriminalamt und die Landeskriminalämter warnen regelmäßig vor derartigen Betrugsmaschen im Internet. Wer Zweifel an einem Angebot hat, sollte keine Zahlungen leisten und sich vorab bei den zuständigen Behörden oder unabhängigen Finanzexperten informieren.

Mit ihrer aktuellen Warnung macht die Bafin deutlich: Wo mit exklusiven SpaceX-Aktien geworben wird, sollten Anleger derzeit besonders genau hinschauen. Nicht jedes vermeintliche Investment in das Unternehmen hinter Elon Musks Raumfahrtplänen ist auch tatsächlich echt.

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