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Anlegergeld Vernichtung: PI Fondsmanagement GmbH & Co. KG

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Ja und dies im 6-stelligen Bereich laut der gestern veröffentlichten Bilanz.

PI Fondsmanagement GmbH & Co. KG

Röthenbach a.d.Pegnitz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

bestehend aus Lagebericht, Jahresabschluss, Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Inhaltsverzeichnis

A. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021
I. Grundlagen des Unternehmens
I.1 Geschäftsmodell des Unternehmens
II. Wirtschaftsbericht
II.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
II.2 Geschäftsverlauf
II.3 Lage
II.3.1 Ertragslage
II.3.2 Vermögens- und Finanzlage
III. Prognose- Chancen- und Risikobericht
III.1 Prognosebericht
III.1.1 Wirtschaftliches Umfeld
III.1.2 Entwicklung der verwalteten Immobilienfonds
III.1.3 Ausblick
III.1.4 Voraussichtliche Erlös-, Liquiditäts- und Ergebnisentwicklung 2022
III.2 Risikobericht
III.2.1 Risikomanagementsystem
III.2.2 Wesentliche Risiken
III.2.3 Gesamtbewertung der Risikosituation
III.3 Chancenbericht
III.4 Risikoberichterstattung über Finanzinstrumente
III.5 Finanzielle Leistungsindikatoren
III.6 Ausblick
B. Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis 31.12.2021
I. Bilanz zum 31.12.2021
II. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2021 bis 31.12.2021
C. Anhang
I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
III. Angaben zur Bilanz
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
V. Sonstige Angaben
D. Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
E. Sonstige Berichtsbestandteile

A. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

I. Grundlagen des Unternehmens

I.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die PI Fondsmanagement GmbH & Co. KG, Röthenbach an der Pegnitz, ist eine externe Kapitalverwaltungsgesellschaft (nachfolgend auch „Gesellschaft“ oder „KVG“ genannt) im Sinne der §§ 20, 22 Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB). Sie ist auf die kollektive Verwaltung von Alternativen Investmentfonds („AIF“) mit dem Anlageschwerpunkt Wohnimmobilien spezialisiert. Daneben verfügt die Gesellschaft über die Erlaubnis zur individuellen Vermögensverwaltung und Anlageberatung auf Gegenstände, die keine Finanzinstrumente im Sinne des § 1 Abs. 11 des Kreditwesengesetz sind.

Die Registrierung der KVG gemäß § 44 Abs. 1, 3 i.V.m. § 2 Abs. 5 KAGB erfolgte am 31. Juli 2014 durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Die Erlaubnis gemäß §§ 20, 22 KAGB erfolgte am 18.02.2015 durch die BaFin und umfasst die kollektive Vermögensverwaltung von geschlossenen Alternativen Investmentvermögen („AIF“) für Immobilien und erneuerbare Energien für Privatanleger (Publikumsfonds) und professionelle und semi-professionelle Anleger (Spezialfonds) im Inland.

Die AIF dürfen Sachwerte in Form von Immobilien im Sinne des § 261 Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. Abs. 2 Nr. 1 KAGB, Anteile oder Aktien an Gesellschaften im Sinne von § 261 Abs. 1 Nr. 3 KAGB erwerben sowie Bankguthaben nach § 195 KAGB halten.

Die KVG verwaltet AIF im Sinne des KAGB. Die Tätigkeit umfasst die Anlage und Verwaltung des Kommanditanlagevermögens des AIF, insbesondere den An- und Verkauf von Vermögensgegenständen sowie deren Bewirtschaftung und Instandhaltung sowie die allgemeine Verwaltungstätigkeit des AIF. Die Tätigkeit der KVG umfasst somit die Portfolioverwaltung und das Risikomanagement sowie administrative Aufgaben von AIF.

Die KVG darf ihre Aufgaben im rechtlich zulässigen Umfang auf externe Dienstleister auslagern bzw. Aufgaben an Dritte über-tragen (§ 36 KAGB).

Das Ziel der KVG ist aktuell die Verwaltung von für Anleger attraktive Wohnimmobilienfonds und damit die Erwirtschaftung von laufenden Erträgen aus den Vergütungen für die Geschäftsbesorgung der AIF im Interesse der Anleger.

Hauptaufgabe der externen KVG nach KAGB ist das Portfoliomanagement, die Administration und das Risikomanagement für die verwalteten AIF durchzuführen. Ersteres ist für die Auswahl, den Erwerb, die laufende Bewirtschaftung und die Veräußerung der Immobilien verantwortlich. Das Risikomanagement identifiziert, bewertet, steuert, überwacht und berichtet die wesentlichen Risiken mit Hilfe geeigneter Verfahren.

Zum 31.12.2021 verwaltete die KVG einen geschlossenen Spezial AIF und drei geschlossene Publikums AIF in der Anlageklasse Bestands-Wohnimmobilien in Deutschland.

I. Wirtschaftsbericht

II.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahresdurchschnitt 2021 insgesamt trotz des COVID-19 Erregers positiv entwickelt. Mit 2,7%1 des preis- und kalenderbereinigten Bruttoinlandsproduktes (BIP) befreite sich die deutsche Wirtschaft aus der tiefen Rezession des Vorjahres. Im Vergleich zum Jahr 2019 war das BIP in 2021 noch um 2,0 % niedriger.

Immobilien-Investments betrafen in 2021 ähnlich wie im Vorjahr ca. 74,5 % des Platzierungsvolumens bei geschlossenen Sachwertanlagen für Privatanleger. Damit blieb der Anteil der geschlossenen Immobilieninvestments (unabhängig von der Rechtsform) seit 2019 auf einem hohen Niveau. In absoluten Zahlen ergab sich für Immobilien-Investments gegenüber 2020 ein Zuwachs von knapp 40 %, der sogar leicht über der 35 % Steigerung des Gesamtmarkts liegt.

Nachdem geschlossene Immobilienangebote (national und international) für Privatanleger im Jahr 2019 die Schwelle von 1,5 Mrd. EUR überschritten hatten, lag der Wert im Jahr 2021 sogar bei 1,8 Mrd.2

Das Interesse an Investitionen in Wohnimmobilien ist, nicht zuletzt aufgrund mangelnder rentabler Alternativanlagen, ungebrochen hoch. Davon profitieren insbesondere kleinere Anbieter, die mit einer Nischenstrategie attraktive Renditen erwirtschaften können, was angesichts der insgesamt am Immobilienmarkt hohen Nachfrage und den damit verbundenen gestiegenen Preisen für Sachwerte tendenziell schwieriger wird. Daran änderten auch der COVID-19 Erreger, der Klimawandel und zuletzt der Krieg in der Ukraine nichts.

II.2 Geschäftsverlauf

Die KVG ist seit 2015 volllizensiert im regulierten Markt im Anwendungsbereich des KAGB und der dazugehörigen europarechtlichen Normen und Richtlinien tätig. Ziel der Gesellschaft ist, als exklusiver und kompetenter Nischenanbieter im Markt wahrgenommen zu werden und entsprechend anspruchsvolle Kapitalverwaltungsmandate zu akquirieren und auszuführen. In diesem Bereich sieht die KVG in Zukunft eine stabile und nachhaltige Ertrags- und Vermögensentwicklung.

Die KVG verwaltete ganzjährig den geschlossenen Spezial AIF und drei geschlossene Publikums AIF in der Anlageklasse Be-stands-Wohnimmobilien in Deutschland.

Eine wesentliche Tätigkeit der KVG war neben der operativen Verwaltung der AIF, die Einwerbung von Anlegerkapital für den geschlossenen Publikums AIF „PI Pro∙Investor Immobilienfonds 5 GmbH & Co. geschlossene Investment KG“ (Im Folgenden PI Immo 5). Damit werden Privatanlegern Investitionen in das Segment Wohnimmobilien ermöglicht. In 2021 wurden über die Objektgesellschaft des PI Immo 4 sieben Immobilien und über die Objektgesellschaft des PI 5 eine Immobilie erworben und in die Verwaltung aufgenommen.

In 2021 konnte sich die KVG entsprechend dem wachsenden Geschäftsvolumen im Bereich Portfoliomanagement personell verstärken. Insgesamt war der Geschäftsverlauf für die KVG dennoch herausfordernd, da die Anlageklasse Bestands-Wohnimmobilien inzwischen stark umkämpft ist, und wird vom Management der KVG als insgesamt neutral beurteilt.

1 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 14. Januar 2022; https:/​/​www.destatis.de/​DE/​Presse/​ Pressemitteilungen/​2021/​01/​PD21_​020_​811.html
2 Kapital-markt intern, Ausgabe 08/​45. Jahrgang; https:/​/​www.kapital-markt-intern.de/​start/​aktuelles/​k-mi- platzierungszahlen-2020-betongold-weitgehend-solide/​

II.3 Lage

II.3.1 Ertragslage

Die PI Fondsmanagement GmbH & Co. KG generierte Provisionserträge in Höhe von TEUR 1.551 (Vj. TEUR 1.731) insbesondere aus laufenden Fixvergütungen für die kollektive Vermögensverwaltung TEUR 977 (Vj. TEUR 718), aus Initialvergütungen TEUR 221 (Vj. TEUR 539), aus Transaktionsgebühren TEUR 347 (Vj. TEUR 469) sowie aus Risikomanagement- und übrigen Vergütungen. Daneben erzielte die Gesellschaft TEUR 32 (Vj. TEUR 183) sonstige Erträge. Im Vorjahr betrafen sie im Wesentlichen aperiodische Umsatzerlöse der Geschäftsjahre 2018 und 2019 aufgrund einer Umsatzsteuer-Änderung.

Die Aufwendungen betrafen im Wesentlichen den Personalaufwand (TEUR 433; Vj. TEUR 318) und die anderen Verwaltungsaufwendungen (TEUR 688; Vj. TEUR 581). Die Verwaltungsaufwendungen resultieren insbesondere aus Kosten und Aufwandsentschädigungen für die Übernahme der Geschäftsführung der KVG TEUR 290 (Vj. TEUR 272), Fahrzeugkosten inkl. Kfz-Versicherung TEUR 35 (Vj. TEUR 29) sowie Beiratsvergütungen TEUR 46 (Vj. TEUR 45) und die Rechts- und Beratungskosten TEUR 65 (Vj. TEUR 48). Relevant sind auch die Provisions- (TEUR 631; Vj. TEUR 457) und Zinsaufwendungen (TEUR 82; Vj. TEUR 82). Die Provisionsaufwendungen betreffen Dienstleistungen von Dritten für die Übernahme von Objekten in die Verwaltung und die Objektbuchhaltung. Der dazu erforderliche Aufwand ist im Vorjahresvergleich deutlich angestiegen, hat aber auch zu einer deutlichen Verbesserung der Qualität geführt.

Per Saldo verzeichnete die KVG ein Jahresergebnis von TEUR – 275 (Vj. TEUR 427). Damit konnte die KVG nicht an das sehr erfreuliche positive Jahresergebnis des Vorjahres anschließen und das Planergebnis wurde nicht erreicht.

II.3.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Aktivseite der Bilanz besteht im Wesentlichen aus dem Bankguthaben in Höhe von TEUR 484 (Vj. TEUR 902), Sonstigen Vermögensgegenständen TEUR 45 (Vj. TEUR 263) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 574 (Vj. TEUR 31). Letztere betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Initial-, Transaktions- und laufenden Verwaltungsvergütungen gegen die von der KVG verwalteten Fonds für das Geschäftsjahr.

Die Passivseite der Bilanz besteht im Wesentlichen aus sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 122 (Vj. TEUR 172) und Rückstellungen in Höhe von TEUR 427 (Vj. TEUR 261).

Die KVG ist ausschließlich durch Eigenkapital und nachrangige Verbindlichkeiten finanziert. Bankfinanzierungen wurden keine aufgenommen. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt saldiert zum 31.12.2021 TEUR 425 (Vj. TEUR 624). Es bestehen nachrangige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 156 (Vj. TEUR 150), die wirtschaftlich Eigenkapitalcharakter haben.

Die Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2021 jederzeit allen Zahlungsverpflichtungen nachgekommen. Die liquiden Mittel aus Forderungen an Kreditinstitute weisen zum Bilanzstichtag einen Bestand in Höhe von TEUR 484 (Vorjahr TEUR 902) aus. Der gemäß § 25 Abs. 7 KAGB vorzuhaltende Betrag an liquiden Mitteln zum 31. Dezember 2021 betrug TEUR 322 (Vj. TEUR 209). Sowohl zum Bilanzstichtag als auch unterjährig wurde die Anforderung an die vorzuhaltenden liquiden Mittel jederzeit eingehalten.

Wesentliche Leistungsindikatoren für die Unternehmenssteuerung der KVG sind Provisionserlöse, Liquidität und Eigenmittel. Das Risikomanagement überwachte monatlich die Höhe der Eigenmittel auf Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben. Auch die Liquidität der KVG wurde entsprechend monatlich geprüft. Die Provisionserlöse sind im Wesentlichen vom Vertriebserfolg und von Transaktionen abhängig. Mittelbar gilt dies auch für die Leistungsindikatoren Liquidität und Eigenmittel. Daher lag ein wesentlicher Schwerpunkt der Arbeit der KVG darin, das Vertriebsnetz weiter auszubauen, Immobilien für die AIF zu erwerben und diese zu sanieren.

III. Prognose- Chancen- und Risikobericht

III.1 Prognosebericht

III.1. 1 Wirtschaftliches Umfeld

Ein anhaltend niedriges Zinsniveau sowie die Fortführung der Zinspolitik der EZB mit teilweise negativen Zinsen auf Einlagen erhöhen weiter den Anlagedruck auf alle Investoren im In- und Ausland. Zwar ändert sich derzeit die Situation etwas, was die KVG genau beobachtet. Die dauerhaft hohe Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in Innenstadtlagen, nicht zuletzt getrieben durch stetigen Einwohnerzuwachs in den größeren Städten, sorgt weiterhin für entscheidende Marktimpulse. Auch mangels vergleichsweiser risikoarmer Alternativen und unter dem Druck weiter zu diversifizieren, konzentrieren private und institutionelle Investoren zunehmend ihren Blick auf die Investition in Bestandsobjekte in den Metropolregionen Deutschlands. Diese Entwicklung haben bislang auch staatliche Regulierungsmaßnahmen, wie die Verabschiedung der Mietpreisbremse, die Einführung eines Mietendeckels, die Verschärfung der Energieeinsparverordnung oder die Erhöhung der Grunderwerbsteuer in einigen Bundesländern nicht einschränken können. Nennenswerte Auswirkungen des COVID-19 Erregers auf den Markt für Wohnimmobilien konnten bislang nicht festgestellt werden.

III.1. 2 Entwicklung der verwalteten Immobilienfonds

Bei dem von der KVG verwalteten Immobilien Spezial-AIF „PI Spezial Wohnportfolio Deutschland GmbH & Co. geschlossene Investmentkommanditgesellschaft“ wurde die Investitionsphase in 2018 abgeschlossen. Seither wird der Fonds auf Basis einer stark reduzierten Vergütung im Rahmen der zur Verfügung stehenden Liquidität verwaltet.

Der Immobilien Publikums-AIF „PI Pro Investor Immobilienfonds 3 GmbH & Co. geschlossene Investment KG“ (nachfolgend „PI3“), mit Investitionsziel Bestands-Wohnimmobilien in Deutschland wurde im Herbst 2018 mit einem Volumen von TEUR 30.670 geschlossen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts konnte der Publikums-AIF bereits 23 Immobilien erwerben, die in Wilhelmshaven, Essen, Viersen und Ilsenburg belegen sind.

Der Immobilien Publikums-AIF „PI Pro Investor Immobilienfonds 4 GmbH & Co. geschlossene Investment KG“, mit Investitionsziel Bestands-Wohnimmobilien in Deutschland wurde im Herbst 2018 aufgelegt. Der Fonds wurde mit einem Platzierungsvolumen von TEUR 47.845 zum 31. Mai 2021 geschlossen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts konnte der Publikums-AIF bereits 32 Immobilien erwerben, die in Wilhelmshaven, Kreuztal, Meiningen, Obermaßfeld-Grimmenthal und Ritschenhausen belegen sind.

Der Immobilien Publikums-AIF „PI Pro Investor Immobilienfonds 5 GmbH & Co. geschlossene Investment KG“, mit Investitionsziel Bestands-Wohnimmobilien in Deutschland wurde im August 2021 aufgelegt. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts wurden vier Immobilien erworben, die in Wilhelmshaven, Vechta und Hettstedt belegen sind.

III.1. 3 Ausblick

Die Platzierung des PI Immo 5 verläuft bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts plangemäß, so dass von einem guten Platzierungserfolg in 2022 ausgegangen wird. Der Ankauf von weiteren Immobilien und Sanierung bereits bestehender Immobilien ist Kernaufgabe der KVG. Darüber hinaus finden immer wieder Verhandlungen für die Erteilung individueller Verwaltungs- und/​oder Beratungsmandate für Sachwertinvestitionen einzelner Investoren statt.

Der von der Weltgesundheitsorganisation WHO aufgrund des Ausbruchs des COVID-19 Erregers ausgerufene internationale Gesundheitsnotstand ist auch im Jahr 2022 noch nicht vollständig beendet. Phasen mit niedrigerer Inzidenz und Lockerungen staatlicher Maßnahmen wechseln mit Phasen höherer Inzidenz und verstärkten staatlichen Maßnahmen.

Die Auswirkungen des COVID-19 Erregers auf die KVG und die von der KVG verwalteten AIF im Jahr 2021 werden in Ziffer III.2.2. Wesentliche Risiken erläutert. Dort wird auch auf Risiken aus dem Klimawandel und den Krieg in der Ukraine eingegangen.

Im Ergebnis resultieren vom COVID-19 Erreger, dem Klimawandel und dem Krieg in der Ukraine sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die KVG und die von ihr verwalteten AIF. Die Gesellschaft beobachtet den weiteren Verlauf der Pandemie genau.

III.1. 4 Voraussichtliche Erlös-, Liquiditäts- und Ergebnisentwicklung 2022

Die KVG wurde mit dem Ziel gegründet, für Anleger attraktive Kapitalanlagen in Wohnimmobilien und Erneuerbaren Energien zu verwalten. Die hierfür notwendige Organisation wurde erfolgreich umgesetzt und die damit verbundenen Kosten und so entstandenen Anlaufverluste wurden von den Gesellschaftern über Einlagen in die Eigenmittel der Gesellschaft übernommen sowie über Nachrangdarlehen von den Gesellschaftern und verbundenen Unternehmen finanziert.

Im Jahr 2021 erzielte die KVG einen Verlust, nachdem im Vorjahr ein Gewinn erzielt wurde.

Da die Investitionen in deutsche Wohnimmobilien mit einer einfachen, nachvollziehbaren Wertschöpfungsstrategie auch gerade bei Privatanlegern weiter hoch im Kurs stehen und die KVG ein leistungsfähiges Vertriebsnetz aufgebaut hat, erwartet die KVG, dass im Verlauf des Jahres 2022 signifikante Zeichnungen des vorgesehenen Kommanditkapitals des PI Immo 5 umsetzbar sein werden. Bis zur Erstellung des Lageberichts konnte der PI Immo 5 bereits TEUR 23.515 Kapital einwerben. Die Platzierung läuft plangemäß.

Im Zuge der Weiterentwicklung der KVG konnte ein erfahrenes und kompetentes Team zusammengestellt werden, das nunmehr seit Jahren mit großem Engagement an der erfolgreichen Umsetzung der Unternehmensziele arbeitet. Die KVG sieht sich zur Bewerkstelligung ihrer Aufgaben personell gut aufgestellt, wenngleich aufgrund des Unternehmenswachstums Bedarf an weiteren, qualifizierten Mitarbeitern besteht.

Für 2022 geht das Unternehmen von einem ausgeglichenen Ergebnis aus. Der Preisanstieg am Markt für Wohnimmobilien setzt sich fort und erschwert den Ankauf attraktiver Objekte zu angemessenen Preisen, wenngleich sich die Situation im Vergleich zu 2021 etwas verbessert hat. Dies limitiert die Höhe der Transaktionsgebühren. Auf der Kostenseite sind steigende Personalaufwendungen aufgrund von Neueinstellungen und steigende Aufwendungen für die Verwaltung aufgrund der hohen Portfolioinvestitionen zu nennen.

III.2 Risikobericht

III.2.1 Risikomanagementsystem

Die KVG hat im Rahmen ihres Risikomanagements und der ordnungsgemäßen Geschäftsorganisation angemessene Regelungen getroffen, anhand derer sich die finanzielle Lage der KVG und der von der KVG verwalteten AIF jederzeit mit hinreichender Genauigkeit bestimmen lässt und die eine vollständige Dokumentation der Geschäftstätigkeit und damit eine lückenlose Überwachung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gewährleisten.

Dabei ist Risikomanagement nicht dahingehend zu verstehen, dass hierdurch alle Risiken umfassend vermieden werden können, jedoch führt das Risikomanagement dazu, dass es zu einer Risikoreduzierung und zu einem strukturierten Risikocontrolling kommt.

Die Ausgestaltung des Risikomanagementsystems im Rahmen des KAGB orientiert sich dabei an den bereits bestehenden Richtlinien zum Risikomanagement wie den Mindestanforderungen an Risikomanagementsysteme für Investmentgesellschaften (InvMaRisk) vom 30. Juni 2010 bzw. der Mindestanforderungen an das Risikomanagement von Kapitalverwaltungsgesellschaften (KAMaRisk) ab dem 10.1.2017.

Die KVG hat ein Risikomanagementsystem implementiert, um eine wirksame interne Berichterstattung und Weitergabe von Informationen auf allen maßgeblichen Ebenen sowie einen wirksamen Informationsfluss mit allen beteiligten Dritten zu schaffen, umzusetzen und aufrechtzuerhalten.

Der Prozess für das Risikomanagement umfasst dabei mehrere Phasen:

Zunächst erfolgt die Risikoidentifikation, -erfassung und -klassifizierung durch die KVG. Dazu hat sie geeignete Verfahren festgelegt, die sicherstellen, dass alle wesentlichen Risiken auf Ebene der KVG und des AIF erkannt werden („risk mapping“). Wesentliche Risiken sind dabei solche, die sich nachhaltig auf die Wirtschafts-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken können.

Die Risikobewertung und -klassifizierung wird in der Regel auf Basis qualitativer Verfahren durchgeführt und in einer Risiko-Matrix mit den Ausprägungen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß dargestellt.

Die Risikomessung und -überwachung erfolgt insbesondere hinsichtlich der Größen Liquidität, Eigenkapital und Jahresergebnis durch Stresstests.

Die KVG hat Maßnahmen zur Vermeidung von Risiken festgelegt, zur Prävention, bei drohendem Risikoeintritt und tatsächlichem Risikoeintritt.

Abschließend erfolgt die Risikokommunikation und -reporting in standardisierter und regelmäßiger Form.

Die KVG hat die Interne Revision, den Datenschutzbeauftragten, das Finanz- und Rechnungswesen sowie den Geldwäschebeauftragen an fachlich geeignete Dritte ausgelagert.

Im Jahr 2021 ergaben sich mit Ausnahme der in III.2.2./​Operationelle Risiken und Gegenparteirisiken dargestellten Sachverhalte keine weiteren wesentlichen Punkte, die zu berichten sind. Eine außerplanmäßige Risikoinventur war nicht erforderlich.

III.2.2 Wesentliche Risiken

Wesentliche Risiken sind aufgrund ihrer Art und Umfang dazu geeignet, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu beeinträchtigen.

Die wirtschaftliche Entwicklung der von der KVG verwalteten AIF ist aufgrund der gegenseitigen Wechselwirkungen dazu geeignet, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig zu beeinträchtigen.

Daher werden nachfolgend auch die wesentlichen Risiken der verwalteten AIF erläutert.

Die Einzelrisiken werden folgenden Gruppen zugeordnet: Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken, Personalwirtschaftliche Risiken, Operationelle Risiken, Gegenparteirisiken, Fremdfinanzierungsrisiken, aufsichtsrechtliche Risiken.

Marktpreisrisiken

Das wesentliche Marktpreisrisiko für die KVG besteht darin, sich die Immobilienmärkte im Aufschwung befinden. Die Nachfrage übersteigt in vielen Fällen das Angebot. Dies führt zum Risiko steigender Kaufpreismultiplikatoren bzw. sinkender Mietrendite. Die Geschäftsführung der KVG pflegt einen intensiven Kontakt zu Immobilienmaklern und Hausverwaltungen sowie anderen Marktteilnehmern. Die Erfahrungen aus angekauften bzw. erwerbbaren Immobilien zeigen, dass es der KVG gelingt, Objekte entsprechend den Anlagebedingungen zu erwerben.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko betrifft die Gefahr, dass gegenwärtige oder künftige Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht durch die vorhandenen Zahlungsmittel ausgeglichen werden oder diese Zahlungsmittel nur zu schlechteren Konditionen beschafft werden können.

Die KVG hat ein Liquiditätsmanagementsystem sowohl auf der Ebene der KVG als auch der von ihr verwalteten AIF implementiert, dass der Gesellschaft bei der Steuerung der Liquidität zur Verfügung steht.

Sofern die Umsatzerlöse zukünftig nicht ausreichen, die laufenden Kosten der Gesellschaft zu decken, besteht das Risiko, dass sich das Liquiditätsrisiko mit den damit verbundenen Rechtsfolgen materialisiert.

Beim PI Immo 3 verursachten höher als erwartete Aufwendungen für Sanierungen einen Liquiditätsengpass, dem mit einem Stopp der quartalsweisen Entnahmen an die Gesellschafter und mit dem Einleiten des Verkaufsprozesses für zwei Fondsimmobilien begegnet wurde.

Die KVG erzielte in 2021 ein negatives Ergebnis und auch ein Liquiditätsdefizit. Somit folgte ein wirtschaftlich schwaches Jahr einem wirtschaftlich starken Jahr.

Personalwirtschaftliche Risiken

Es besteht grundsätzlich das Risiko, dass qualifizierte Mitarbeiter nicht in der Gesellschaft gehalten werden können. Die KVG begegnet dieser Gefahr durch ein unternehmerisch geprägtes Umfeld, das den Neigungen der Mitarbeiter entspricht, sowie durch die Verteilung des Knowhows auf mehrere Mitarbeiter, um Abgänge kompensieren zu können.

Für das Jahr 2022 ist die Einstellung von mindestens zwei weiteren Mitarbeitern geplant, um das Unternehmenswachstum auch personell abzubilden.

Operationelle Risiken

Das Kontrollversagen von internen Verfahren, Mitarbeitern, Systemen oder externer, extremer Ereignisse und deren Auswirkungen auf die KVG und die von ihr verwalteten AIF betrifft das operationelle Risiko.

Die KVG verfügt über eine Schadensfalldatenbank, in der sämtliche Schäden zu erfassen und an den Risikomanager zu melden sind. Dieser hat daraufhin Gegenmaßnahmen zu erlassen. Ferner erfolgt die laufende Überwachung und Steuerung der operationellen Risiken im Rahmen einer Risikomanagement Software.

Darüber hinaus verfügt die KVG über eine Compliance Funktion zur Überwachung, Einhaltung und Aktualisierung der rechtlichen Risiken und ein IT-Notfallkonzept.

Im Jahr 2020 war die KVG mit Informationsdefiziten im Bereich der Mietbuchhaltung, besonders des Jahres 2019 konfrontiert, die bei der Übernahme der Immobilien in Wilhelmshaven in die drei Fonds entstanden sind. Dies führte zu einem erheblichen Arbeitsaufwand bei der Erfassung der Informationen in der Mietbuchhaltung und zu einer verzögerten Veröffentlichung des Vorjahresabschlusses. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts 2021 sind die Informationsdefizite aus 2019 beseitigt und die ausgelagerte Mietbuchhaltung personell verstärkt. Die Geschäftsleitung geht von einer termingerechten Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2021 aus.

Gegenparteirisiken

Das Gegenparteirisiko bedeutet, dass Auftragnehmer, Mieter, Käufer und Verkäufer ihre geschuldete Leistung nicht vertragsgerecht erbringen.

Die KVG führt im Rahmen des Risikomanagements eine Risikoanalyse hinsichtlich der wesentlichen Vertragspartner bei Vertragsschluss durch sowie eine nachfolgende laufende Überwachung. Generell erfolgt eine Diversifikation der Risiken. Der PI Immo 3 befindet sich in einem Rechtstreit mit einem Vertragspartner, der einerseits Objekte an den AIF verkauft und andererseits Bauleistungen für den Fonds erbracht hat. Hier flossen im Rahmen eines Vergleichs dem PI Immo 3 bisher TEUR 450 zu. Im Übrigen wurden die Leistungen in der Regel vereinbarungsgemäß erbracht.

Fremdfinanzierungsrisiken

Das Fremdfinanzierungsrisiko betrifft in erster Linie die von der KVG verwalteten AIF und darin das Risiko, dass Fremdmittel in geplanter Höhe und zu geeigneten Konditionen akquiriert werden können.

Das Zinsumfeld hat sich in 2021 kaum verändert. Die Geschäftsleitung erwartet auch in 2022 keine größeren Bewegungen im Bereich der langfristigen Immobilienfinanzierung in Deutschland trotz erster Anzeichen für inflationsbedingt steigende Zinsen. Dennoch wird dieses zentrale Risiko genau beobachtet. Die Bereitschaft der Banken, Fremdfinanzierungen für den Immobilienankauf zu gewähren ist derzeit vorhanden. Die Erfahrungen aus abgeschlossenen und angebotenen Finanzierungen bei den AIF zeigen, dass es der KVG gelingt, Finanzierungen für die verwalteten Fonds entsprechend der Anlagebedingungen zu erhalten.

Aufsichtsrechtliche Risiken

Die KVG unterliegt der Regulierung des KAGB, und damit u.a. den Vorschriften zu den vorzuhaltenden Eigenmitteln, Liquiditäts- und Risikomanagement und Organisation. Aufgrund der erstmals erfolgten Regulierung besteht in einigen Punkten branchenweit Unsicherheit in der Anwendung der Vorschriften.

Die KVG trägt diesem Risiko – z.B. erhöhter Investitionsbedarf zur Einhaltung der sich ständig ändernden Regularien und Ordnungsgelder bis hin zum Entzug der Lizenz im Falle der Nichteinhaltung der Vorschriften – durch eine eigenständige Compliance Funktion sowie durch den ständigen Dialog mit Rechtsberatern Rechnung. Ferner betreibt die KVG ein Auslagerungsmanagement, das die Qualität der Vertragspartner kontrolliert. Gleichzeitig profitiert die KVG von deren Knowhow im Bereich der ausgelagerten Funktionen. Die KVG hat die Tätigkeit der Internen Revision, des Datenschutzbeauftragten, des Finanz- und Rechnungswesens sowie des Geldwäschebeauftragten auf fachlich geeignete Dritte ausgelagert. Dies setzt zudem personelle Ressourcen zur vertieften Überwachung der aufsichtsrechtlichen Vorgaben insgesamt sowie zur verstärkten Weiterentwicklung des operativen Geschäfts frei.

Auswirkungen von COVID-19 auf die KVG

Die Auswirkungen auf die KVG und die von der KVG verwalteten AIF sind, aufgrund der Anlagestrategie der Fonds, preiswerten Wohnraum zu bewirtschaften, überwiegend indirekt. Die Mieter der im Fondsvermögen der AIF befindlichen Wohnungen verfügen häufig über geringe Einkommen und sind überproportional von Kurzarbeit betroffen, was Einnahmeneinbußen auf bereits niedrigem Niveau nach sich zieht. Daher ist das Begleichen der laufenden Miete für die betroffen Mieter aufgrund der Pandemie schwieriger geworden.

Andererseits wurde die Asset-Klasse Wohnimmobilien verstärkt von Investoren als sicherer Hafen entdeckt. Die Immobilienpreise stiegen auch im Jahr 2021 an. Dies ist einerseits positiv für die Wertentwicklung der Bestandsimmobilien, aber andererseits ist der Erwerb von attraktiven Objekten zu angemessenen Preisen eine Herausforderung. Auch die Kosten für Bau-stoffe sind in 2021 gestiegen, da einer steigenden Nachfrage aufgrund von Lieferkettenproblemen ein begrenztes Angebot gegenübersteht. Im Ergebnis erhöhen sich die Anschaffungskosten der Immobilien und verringert die Liquidität der Fonds.

Somit resultieren vom COVID-19 Erreger sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die KVG und die von ihr verwalteten AIF. Die Gesellschaft beobachtet den weiteren Verlauf der Pandemie genau.

Auswirkungen des Klimawandels auf die KVG

Die Bekämpfung des Klimawandels hat bereits erste Auswirkungen auf die KVG und die von ihr verwalteten AIF. Die am 10. März 2021 in Kraft getretene EU-Verordnung „über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor“ wird von der KVG bereits angewendet.

Weitere Verordnungen, insbesondere zur einheitlichen Kennzeichnung von Finanzprodukten (Taxonomie), sind in Vorbereitung. Die KVG entwickelt derzeit diesbezüglich ihr Risikomanagementsystem weiter.

Direkte Auswirkungen durch den Klimawandel sind insofern spürbar, als beim Immobilienankauf im Rahmen der kalkulierten Investitionskosten das Thema Nachhaltigkeit noch stärker berücksichtigt wird. Weitere Folgen des Klimawandels sind steigende Rohstoffpreise, die einerseits zu erhöhten Nebenkosten für die eher einkommensschwachen Mieter der von der KVG verwalteten AIF führen und damit das Mietausfallrisiko erhöhen und anderseits höhere Kosten für Investitions- und Sanierungsmaßnahmen bedingen.

Die KVG beobachtet die Entwicklungen im Markt und wird daraus die erforderlichen Maßnahmen ableiten und in Umsetzung bringen.

Krieg in der Ukraine

Am 24. Februar 2022 begann der Ukrainekrieg, der vielfältige Folgen auf die KVG und die von ihrem verwalteten Fond hat.

Er führte bereits zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses zu mehreren Millionen Flüchtlingen aus der Ukraine, von denen ein Teil bereits in Deutschland ist oder beabsichtigt nach Deutschland zu kommen. Insgesamt dürfte somit die Nachfrage nach preiswertem Wohnraum zunehmen, da zudem die Asset-Klasse Wohnimmobilien verstärkt von Investoren als sicherer Hafen entdeckt wurde. Die Immobilienpreise steigen auch im Jahr 2022. Dies ist einerseits positiv für die Wertentwicklung der Bestandsimmobilien, aber andererseits ist der Erwerb von attraktiven Objekten zu angemessenen Preisen eine Herausforderung. Auch die Kosten für Baustoffe sind in 2022 gestiegen, da einer steigenden Nachfrage auch aufgrund von Lieferkettenproblemen ein begrenztes Angebot gegenübersteht. Im Ergebnis erhöhen sich die Anschaffungskosten der Immobilien und verringern die Liquidität der Fonds.

Andererseits steigen sanktionsbedingt die Energiekosten, insbesondere für Öl und Gas. Die Mieter der im Fondsvermögen der AIF befindlichen Wohnungen verfügen häufig über geringe Einkommen und sind überproportional von steigenden Energiekosten betroffen. Daher ist das Begleichen der laufenden Miete inklusive der Nebenkosten für die betroffen Mieter aufgrund des Krieges schwieriger geworden. Nicht vergessen werden darf, dass die im Vorjahresnachtragsbericht ausgeführten Probleme durch den COVID-19 Erreger nach wie vor die Mieter betreffen.

Somit resultieren vom Krieg in der Ukraine sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die KVG und die von ihr verwalteten AIF. Die Gesellschaft beobachtet den weiteren Verlauf der Pandemie und des Ukraine-Krieges genau.

Weiter Vorgänge von besonderer Bedeutung, die sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres ereignet haben, sind nicht eingetreten.

III.2.3 Gesamtbewertung der Risikosituation

Die Geschäftsleitung betrachtet das Marktrisiko und darin das Einkaufsmarktrisiko derzeit als zentrales Risiko für die KVG. Entsprechend wurde das Team zur Akquisition von geeigneten Objekten weiter verstärkt und der Kontakt zu potenziellen Ver-käufern und Maklern ausgebaut. Es ist ein Risikomanagementsystem etabliert, dass die Geschäftsführung in die Lage versetzt, Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und Gegensteuerungsmaßnahmen zu ergreifen. Bestandsgefährdende Risiken sind zum Bilanzstichtag und für das folgende Geschäftsjahr nicht erkennbar.

III.3 Chancenbericht

Das Betätigungsfeld der KVG fällt angesichts eingeschränkter Alternativanlagemöglichkeiten auf einen fruchtbaren Boden. So besteht die Chance, dass sich mehr Privatanleger für die Zeichnung der bestehenden und kommenden Publikums AIF entscheiden als erwartet.

Weiterhin besteht in diesem Bereich die Chance, dass die geringe Anzahl von Wettbewerbsprodukten zu einem höheren Zuspruch und Zeichnungsvolumen führen als geplant.

Eine zunehmende Volatilität in den Wertpapiermärkten könnte eine solche Entwicklung zusätzlich befördern.

Die zwischenzeitlich verbreitet umgesetzte Regulierung auf Vermittlerebene könnte ebenfalls zu einer größeren Produktnachfrage für die KVG führen.

III.4 Risikoberichterstattung über Finanzinstrumente

Die KVG setzt für sich keine Finanzinstrumente ein. Auch für die von ihr verwalteten AIF wurden im Berichtszeitraum keine Finanzinstrumente eingesetzt.

III.5 Finanzielle Leistungsindikatoren

Der Erfolg der KVG wird insbesondere anhand der vereinnahmten Erträge für die Übernahme des Risikomanagements sowie des Portfoliomanagements ermittelt. Wesentlicher Leistungsindikator sind damit die Vertriebs- und Investitionsaktivitäten, da sich die nachhaltigen Gebühren für die Fondsverwaltung im Wesentlichen an diesen Parametern bemessen.

Bei sämtlichen Analysen und Steuerungsmaßnahmen werden die aufsichtsrechtlichen Vorgaben insbesondere zu den Eigenmittelvorgaben des § 25 KAGB berücksichtigt.

III.6. Ausblick

In 2022 ist insbesondere die erfolgreiche Platzierung des Publikums AIF PI Immo 5 mit dem Investitionsziel Bestands-Wohnimmobilien in Deutschland geplant. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts konnten TEUR 23.515 eingeworben werden. Die Platzierung verläuft plangemäß.

Die Geschäftsführung hat auf dieser Basis eine Unternehmensplanung aufgestellt, wonach – bedingt durch die Platzierung und Verwaltung von vier AIFs die KVG nachhaltig profitabel sein wird.

Das Marktumfeld für die von der KVG angebotenen Produktlösungen und Dienstleistungen ist weiter als günstig zu bewerten. Niedrigzinsphase und mangelnde Alternativanlagen bei gleichzeitigem Anlagedruck der Zielgruppen der KVG scheinen weiterhin vorzuherrschen. Insbesondere auf diesen Annahmen basiert die vorgenannte Unternehmensplanung.

 

Röthenbach a.d. Pegnitz, den 22.03.2022

PI Geschäftsführungs GmbH

Jürgen Wienold

Claus Burghardt

I. Jahresbilanz zum 31.12.2021

A AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
täglich fällig 483.971,10 901.590,11
2. Forderungen an Kunden 574.432,79 31.358,80
3. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.042,00 2,00
4. Sachanlagen 1.341,00 3.168,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände 44.828,70 263.383,09
6. Rechnungsabgrenzungsposten 11.513,44 7.298,70
7. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag
a) Kommanditkapital -27.500,00 -27.500,00
b) Kapitalkonto II 178.751,47 148.527,04
c) Kapitalkonto III -21.865,49 -19.105,49
d) Kapitalkonto IV -46.000,00 -46.000,00
83.385,98 55.921,55
Bilanzsumme 1.213.515,01 1.262.722,25

B PASSIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 121.786,30 172.074,00
2. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 39.862,00 39.862,00
b) andere Rückstellungen 387.422,97 221.051,60
427.284,97 260.913,60
3. Nachrangige Verbindlichkeiten 156.191,98 149.389,80
4. Eigenkapital
a) Kommanditkapital 222.500,00 222.500,00
b) Kapitalkonto II -1.446.261,73 -1.201.718,64
c) Kapitalkonto III 524.513,49 452.063,49
d) Kapitalkonto IV 1.207.500,00 1.207.500,00
508.251,76 680.344,85
1.213.515,01 1.262.722,25
Für Anteilsinhaber verwaltete Investmentvermögen 78.214.246,83 71.272.015,44
Anzahl verwaltete Investmentvermögen 4 4

II. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2021 bis 31.12.2021

2021 2020
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 0,00 0,00
2. Zinsaufwendungen -82.012,18 -82.012,18
3. Provisionserträge 1.550.686,21 1.730.766,82
4. Provisionsaufwendungen -631.026,04 -456.491,35
5. Sonstige betriebliche Erträge 31.909,22 183.199,48
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -351.189,83 -251.941,58
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
darunter für Altersversorgung EUR 394,14 (EUR 394,14) -81.529,72 -66.239,20
-432.719,55 -318.180,78
b) andere Verwaltungsaufwendungen -688.298,71 -581.373,51
-1.121.018,26 -766.180,36
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -2.065,00 -2.294,88
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.419,47 -6.704,46
9. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -264.945,52 466.909,14
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag -9.822,00 -39.862,00
11. Jahresüberschuss/​ -fehlbetrag -274.767,52 427.047,14
12. Belastung auf Kapitalkonten 274.767,52 0,00
13. Gutschrift auf Kapitalkonten 0,00 427.047,14

C. Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die PI Fondsmanagement GmbH & Co. KG, Röthenbach a.d. Pegnitz, ist seit der Erteilung der Erlaubnis durch die BaFin am 18.02.2015 eine externe Kapitalverwaltungsgesellschaft für inländisches Investmentvermögen (kollektive Vermögensverwaltung) im Sinne des § 17 Abs. 2 Nr. 1 Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB).

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 wurde demzufolge nach den allgemeinen Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den rechtsformspezifischen Vorschriften des § 38 KAGB i.V.m. §§ 340a bis 340o des Handelsgesetzbuches (HGB) und den Bestimmungen der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: PI Fondsmanagement GmbH & Co. KG
Firmensitz laut Registergericht: Röthenbach a.d.Pegnitz
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Nürnberg
Register-Nr.: 16603

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die Aufstellung des Jahresabschlusses wurden unverändert zum Vorjahr übernommen.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Anlagewerte bis zu einem Netto-Einzelwert von 800,00 Euro wurden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Forderungen an Kunden und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit dem Nennbetrag bewertet.

Forderungen an Kreditinstitute wurden mit dem Nennbetrag bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Andere Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen mit den unternehmensindividuell en Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

III. Angaben zur Bilanz

Forderung an Kreditinstitute

Der Ausweis betrifft das laufende Geschäftskonto.

Forderungen an Kunden

In diesem Posten sind Forderungen an verwaltete Immobilienfonds aus Tätigkeitsvergütungen enthalten. Sämtliche Forderungen sind, wie auch im Vorjahr, innerhalb von drei Monaten fällig.

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sachanlagen umfassen ausschließlich von der PI Fondsmanagement GmbH & Co. KG im Rahmen ihrer Tätigkeit genutzte Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Anlagenspiegel zum 31.12.2021

PI Fondsmanagement GmbH & Co. KG

Röthenbach a.d. Pegnitz

Anschaffungs-Herstellungskosten
01.01.2021
Zugänge
Geschäftsjahr
Abgänge
Geschäftsjahr
Umbuchungen
Geschäftsjahr
Anschaffungs-Herstellungskosten
31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
a) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.830,00 14.280,00 2.830,00 0,00 14.280,00
c) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.830,00 14.280,00 2.830,00 0,00 14.280,00
Sachanlagen
6.806,38 0,00 0,00 0,00 6.806,38
9.636,38 14.280,00 2.830,00 0,00 21.086,38
kumulierte Abschreibungen
01.01.2021
Abschreibungen
Geschäftsjahr
Abgänge
Geschäftsjahr
kumulierte Abschreibungen
31.12.2021
Zuschreibungen
Geschäftsjahr
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
a) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.828,00 238,00 2.828,00 238,00 0,00
c) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.828,00 238,00 2.828,00 238,00 0,00
Sachanlagen
3.638,34 1.827,00 0,00 5.465,38 0,00
6.466,38 2.065,00 2.828,00 5.703,38 0,00
Buchwert
31.12.2021
Buchwert
31.12.2020
EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
a) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte 0,00 0,00
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.042,00 2,00
c) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
14.042,00 2,00
Sachanlagen
1.341,00 3.168,00
15.383,00 3.170,00

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen werden unter anderem die Gewerbesteuerabgrenzung des Geschäftsjahres in Höhe von 23.278,00 Euro (i.V. 0,00 Euro), Forderungen aus Umsatzsteuer in Höhe von 10.982,06 Euro (i.V. 262.939,10 Euro), Forderungen an Krankenkassen in Höhe von 9.216,14 Euro (i.V. 0,00 Euro) sowie eine Forderung gegen Kommanditisten in Höhe von 250,04 Euro (i.V. 443,99 Euro) ausgewiesen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie auch im Vorjahr, innerhalb von sechs Monaten fällig.

Eigenkapital

Euro Euro
31.12.2021 31.12.2020
Kommanditkapital 250.000,00 250.000,00
Kapitalkonto II (Verlustkonto) -1.625.013,20 -1.350.245,68
Kapitalkonto III (Gewinnanteile, Entnahmen, anrechenbare Steuern) 546.378,98 471.168,98
Kapitalkonto IV (Einlagen) 1.253.500,00 1.253.500,00
Eigenkapital 424.865,78 624.423,30

Das Eigenkapital der Kommanditisten beträgt insgesamt 424.865,78 Euro und setzt sich aus 508.251,76 Euro Ausweis auf der Passiva sowie 83.385,98 Euro Ausweis auf der Aktiva (nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil Kommanditisten) zusammen.

Sonstige Verbindlichkeiten

31.12.2021 31.12.2020
Euro Euro Euro
Lieferungen und Leistungen von verbundenen Unternehmen 35.270,12 8.120,00
Lieferungen und Leistungen des Komplementärs 5.776,86 24.330,11
Lieferungen und Leistungen von Kommanditisten 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.776,86
Lieferungen und Leistungen von Dritten 39.259,74 135.441,82
Umsatzsteuer 0,00 0,00
Lohn- und Kirchensteuer, Sozialabgaben 5.281,92 4.182,07
85.588,64 172.074,00

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 35.270,12 Euro (i.V. 8.120,00 Euro) enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind, wie auch im Vorjahr, innerhalb von 3 Monaten fällig.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen die voraussichtliche Gewerbesteuernachzahlung für das Vorjahr.

Rückstellungen

31.12.2021 31.12.2020
Euro Euro
Personalkosten (rückständiger Urlaub, Berufsgenossenschaftsbeiträge) 18.800,00 12.690,00
Anlegerbetreuung 324.973,00 182.486,00
Jahresabschlusskosten (Erstellung, Prüfung, Steuererklärungen) 36.615,00 21.190,00
ausstehende Rechnungen 7.034,97 4.685,60
387.422,97 221.051,60

Nachrangige Verbindlichkeiten

31.12.2021 31.12.2020
Euro Euro
Darlehen PI Pro·Investor GmbH & Co. KG 73.369,50 73.369,50
Darlehen PI Komplementärs GmbH 20.000,00 20.000,00
Darlehen PI Beteiligungs UG (haftungsbeschränkt) 20.000,00 20.000,00
Zinsen zu Darlehen PI Pro·Investor GmbH & Co. KG 30.179,36 25.777,18
Zinsen zu Darlehen PI Komplementärs GmbH 6.321,56 5.121,56
Zinsen zu Darlehen PI Beteiligungs UG (haftungsbeschränkt) 6.321,56 5.121,56
156.191,98 149.389,80

Das Darlehen der PI Pro·Investor GmbH & Co. KG, Röthenbach a.d. Pegnitz, wird mit 6,0% p.a. p.r.t. verzinst und ist bis derzeit 31.12.2027 befristet. Die PI Pro·Investor GmbH & Co. KG hat am 26.07.2016 einen qualifizierten Rangrücktritt in Höhe Ihrer Darlehensforderungen einschließlich Zinsen gegenüber der PI Fondsmanagement GmbH & Co. KG erklärt. Sie tritt mit ihrer Forderung im Insolvenzverfahren hinter die in § 39 Abs. 1 Nr. 1 bis Nr. 5 InsO bezeichneten Forderungen zurück.

Das Darlehen der PI Komplementärs GmbH, Röthenbach a.d. Pegnitz, wird mit 6,0% p.a. p.r.t. verzinst und ist bis derzeit 31.12.2027 befristet. Die PI Komplementärs GmbH hat am 26.07.2016 einen qualifizierten Rangrücktritt in Höhe Ihrer Darlehensforderungen einschließlich Zinsen gegenüber der PI Fondsmanagement GmbH & Co. KG erklärt. Sie tritt mit ihrer Forderung im Insolvenzverfahren hinter die in § 39 Abs. 1 Nr. 1 bis Nr. 5 InsO bezeichneten Forderungen zurück.

Das Darlehen der PI Beteiligungs UG (haftungsbeschränkt), Röthenbach a.d. Pegnitz, wird mit 6,0% p.a. p.r.t. verzinst und ist bis derzeit 31.12.2027 befristet. Die PI Beteiligungs UG (haftungsbeschränkt) hat am 26.07.2016 einen qualifizierten Rangrücktritt in Höhe Ihrer Darlehensforderungen einschließlich Zinsen gegenüber der PI Fondsmanagement GmbH & Co. KG erklärt. Sie tritt mit ihrer Forderung im Insolvenzverfahren hinter die in § 39 Abs. 1 Nr. 1 bis Nr. 5 InsO bezeichneten Forderungen zurück.

In den nachrangigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 156.191,98 Euro (i.V. 149.389,80 Euro) enthalten. Diese Verbindlichkeiten beinhalten 103.548,86 Euro (i.V. 99.146,68 Euro) gegenüber Gesellschaftern.

Der Gesamtbetrag der nachrangigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt 156.191,98 Euro. Sie sind sämtlich unbesichert.

Für Anteilsinhaber verwaltete Investmentvermögen

Die Angabe unter der Bilanz gibt die Nettoinventarwerte der verwalteten Investmentvermögen wieder. Dieses umfassen unter anderem die Immobilienvermögen, welche mit den Marktwerten bewertet sind.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen – wie im Vorjahr – keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB.

Aus ihrer Verwaltungsvergütung zahlt die KVG der PI Pro∙Investor GmbH & Co. KG für die laufende Anlegerbetreuung des PI 3 eine jährliche Gebühr bis zur Höhe von 0,47 % des durchschnittlichen Nettoinventarwertes nach Abschluss des Vertriebszeitraums, beginnend ab dem Wirtschaftsjahr 2018. Die Vergütung wird somit der Fondsgesellschaft nicht zusätzlich belastet. Die PI Pro∙Investor GmbH & Co. KG kann für laufende Anlegerbetreuung Vertriebspartner einsetzen und Teile ihrer Vergütung an die jeweiligen Vertriebspartner zahlen.

Aus ihrer Verwaltungsvergütung zahlt die KVG nach Abschluss des Vertriebszeitraums der PI Pro∙Investor GmbH & Co. KG für die laufende Anleger- und Vertriebspartnerbetreuung des PI 4 eine jährliche Gebühr bis zur Höhe von 0,40 % des durchschnittlichen Nettoinventarwertes zuzüglich Umsatzsteuer, beginnend ab dem Wirtschaftsjahr 2021. Die Vergütung wird somit der Fondsgesellschaft nicht zusätzlich belastet. Die PI Pro∙Investor GmbH & Co. KG kann für die laufende Anlegerbetreuung Vertriebspartner einsetzen und Teile ihrer Vergütung an die jeweiligen Vertriebspartner zahlen.

Aus den am Bilanzstichtag bestehenden Leasingverträgen und der laufenden Anlegerbetreuung resultieren Gesamtverpflichtungen in Höhe von 1.492.089,30 Euro (i. V 1.119.306,30 Euro).

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtverpflichtung von 1 Jahr 2 – 5 Jahre über 5 Jahre
Euro Euro Euro Euro
Laufende Anlegerbetreuung 1.349.620,04 233.581,35 994.638,69 121.400,00
Miet- und Leasingverpflichtungen 142.469,26 106.429,36 36.039,90 0,00
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 1.492.089,30 340.010,71 1.030.678,59 121.400,00

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Provisionserträge 31.12.2021 31.12.2020
Euro Euro
Vergütungen für Verwaltungsdienstleistungen:
Fondsmanagementgebühren 977.161,96 717.557,12
Risikomanagementgebühren 2.380,00 2.350,00
Konzeptionsgebühren 119.279,30 290.632,80
Einrichtungsgebühren 102.115,10 248.613,60
Portfoliomanagementvergütung 2.380,00 2.350,00
Transaktionsgebühren 347.369,85 469.263,30
1.550.686,21 1.730.766,82

Provisionsaufwendungen

Unter diesem Posten werden Gebühren für die ausgelagerten Funktionsbereiche Haftungsübernahme und Übernahme Geschäftsführung ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Erträge 31.12.2021 31.12.2020
Euro Euro
verrechnete Sachbezüge von Mitarbeitern 20.501,64 19.887,54
Übrige Erträge 11.407,58 7.566,40
Korrektur Umsatzsteuererklärungen 2018 und 2019 0,00 155.745,54
31.909,22 183.199,48
Andere Verwaltungsaufwendungen 31.12.2021 31.12.2020
Euro Euro
Geschäftsführungsvergütung inkl. Kfz-Kosten und Reisekosten 289.735,15 272.242,46
Fahrzeugkosten inkl. Kfz-Versicherung 34.508,75 29.148,68
Beiratsvergütung 45.696,00 45.120,00
Versicherungen, Beiträge, Gebühren ohne Kfz-Versicherungen 32.867,66 39.520,08
Haftungsvergütung 2.500,00 2.500,00
Rechts- und Beratungskosten 65.149,41 48.049,28
Abschluss- und Prüfungskosten 50.786,09 33.822,65
Werbe- und Reisekosten 11.734,10 18.510,29
Raumkosten 31.127,11 12.900,00
Buchführungskosten 11.723,35 9.938,75
Übrige Aufwendungen 112.471,09 69.621,32
688.298,71 581.373,51

V. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 0,00
Angestellte 10,40
leitende Angestellte 0,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 8,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 7,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 3,40

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres ereignet haben, sind nicht eingetreten.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die PI Geschäftsführungs GmbH, Röthenbach a.d. Pegnitz, geführt. Mitglieder der Geschäftsleitung der PI Geschäftsführungs GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr waren:

Herr Jürgen Wienold, München, KVG-Geschäftsführer-Risikomanagement und Administration

Herr Claus Burghardt, Ratingen, KVG-Geschäftsführer-Portfoliomanagement

Die Geschäftsführer sind in keinem Aufsichtsgremium von großen Kapitalgesellschaften tätig.

Organe der Gesellschaft (Beirat)

Herr Klaus Wolfermann, Kaufmann (Beiratsvorsitzender)

Herr Georg Seil, Consultant (stellvertretender Beiratsvorsitzender)

Herr Ralf Jantschke, Steuerberater

Vergütungen der Mitglieder der Unternehmensorgane

Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden Euro 45.696,00 gewährt. Die Vergütungen betreffen die Beiratstätigkeiten.

Als Aufwandsentschädigung für die Geschäftsführung im Berichtsjahr wurden Euro 289.735,15 (i.V. Euro 272.242,46) an die persönlich haftende Gesellschafterin gewährt.

Gesellschafter

Folgende Gesellschaft ist persönlich haftende Gesellschafterin:

Name PI Geschäftsführungs GmbH
Sitz Röthenbach a.d. Pegnitz
Rechtsform GmbH
Gezeichnetes Kapital: 25.000,00 Euro

Honorar des Abschlussprüfers

Für Abschlussprüfungsleistungen fielen im Geschäftsjahr 2021 Aufwendungen in Höhe von Euro 22.015,00 an. Weitere Vergütungen an den Abschlussprüfer wurden nicht gewährt.

Ergebnisverwendung

Die Ergebnisse wurden gemäß den Regelungen des Gesellschaftsvertrages auf die Gesellschafter verteilt und auf den dafür vorgesehenen Kapitalkonten verbucht.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Röthenbach a.d. Pegnitz, den 21.03.2022

PI Geschäftsführungs GmbH

Jürgen Wienold

Claus Burghardt

D. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PI Fondsmanagement GmbH & Co. KG , Röthenbach a. d. Pegnitz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PI Fondsmanagement GmbH & Co KG, Röthenbach a.d. Pegnitz (im Folgenden „Gesellschaft“) – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnis- sen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientier- ten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 30. Mai 2022

FFA Frankfurt Finance Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Gez. Schliemann, Wirtschaftsprüfer

E. Sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 03.06.2022 festgestellt.

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