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FiNUM.Private Finance AG (vormals: SRQ FinanzPartner AG)
Berlin
Rechnungslegung/
Finanzberichte
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012 31.01.2014
 
 

FiNUM.Private Finance AG

(vormals: SRQ FinanzPartner AG)

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

Lagebericht

1. Wirtschaftsbericht

1.1 Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis

1.1.1 Allgemeine wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Jahr 2012 war insgesamt ein äußerst schwieriges Jahr für die Eurozone, aber auch in Teilen für Deutschland. Insbesondere im Schlussquartal 2012 konnte sich auch Deutschland nicht mehr von der Rezession in der Eurozone und dem weltweiten Konjunkturabschwung entkoppeln. So ging die Wirtschaftsleistung in Deutschland im 4. Quartal um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal zurück. Noch drastischer war der Einbruch insbesondere in den südeuropäischen Ländern u.a. in Portugal (-1,8%), Spanien (-0,7%) und Italien (-0,9%). Über das gesamte Jahr zeigte sich die deutsche Wirtschaft im Vergleich zu den übrigen Mitgliedsländern jedoch erfreulich robust und konnte das BIP in Summe um 0,7 Prozent steigern.

Unverändert turbulent und volatil ging es an den Finanzmärkten zu. Während die Banken zu den großen Sorgenkindern und Problemfällen gehörten, zeigten sich die Börsen positiv gestimmt. Zwar verzeichnete der DAX im Jahresverlauf hohe Schwankungen, insgesamt entwickelte er sich stetig nach oben. Gegenüber dem Eröffnungskurs am 02.01.2012 von 5.900 Punkten konnte der DAX bis zum Schluss der Börsen am 28.12.2012 einen Anstieg auf 7.612 Punkte verzeichnen. Diese Entwicklung spiegelt auch die gute Verfassung der deutschen Wirtschaftsunternehmen wider.

Aus der Finanzbranche dagegen gab es im Jahr 2012 fast durchgängig negative Schlagzeilen. Insbesondere die Großbanken mussten u.a. ihre Verwicklungen in Zinsmanipulationen offenlegen, was zu einem noch stärkeren Vertrauensverlust bei den Bürgern aber auch den politischen Kräften führte. Der Ruf nach härteren Sanktionen und Beteiligung der Banken an den Folgen und Kosten der von ihnen verursachten Finanzkrise wurde in 2012 immer lauter. Politik und Aufsichtsbehörden verschärfen daher den Druck und die Auflagen für die Finanzbranche deutlich. Diese Regulierungsbestrebungen und Sanktionen tangieren jedoch undifferenziert alle Marktteilnehmer im Finanzsektor und wirken sich daher auch auf die geschäftliche Entwicklung und die zukünftigen Perspektiven aus.

1.1.2 Unternehmensentwicklung

Im Rahmen der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft, wurden mit dem Kaufvertrag vom 30.09.2011 die von der DAB bank AG, München, gehaltenen Anteile an der SRQ FinanzPartner AG, Berlin, an die FiNUM.Private Finance Holding GmbH, Wiesbaden, verkauft. Die FiNUM.Private Finance Holding GmbH, Wiesbaden, ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Aragon AG, Wiesbaden. Mit Erfüllung der aufschiebenden Bedingungen hat der Kaufvertrag zum 31.12.2011 seine Wirksamkeit entfaltet. Die ehemalige SRQ FinanzPartner AG wurde mit Eintragung im Handelsregister vom 30.01.2012 in die FiNUM.Private Finance AG, Berlin, umfirmiert. Mit dem Verschmelzungsvertrag vom 09.08.2012 und dem Nachtrag vom 27.08.2012 wurde eine weitere hundertprozentige Tochtergesellschaft der Aragon AG, Wiesbaden, die ehemalige FINUM.FINANZHAUS GmbH, Köln, auf die FiNUM.Private Finance AG, Berlin, verschmolzen.

Um eine Vergleichbarkeit der Zahlen des Jahres 2012 mit dem vorherigen Geschäftsjahr zu ermöglichen, sind in allen Tabellen des Lageberichts, des Anhangs sowie in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung neben den Vorjahreswerten der ehemaligen SRQ FinanzPartner AG auch die aus den Einzelabschlüssen der zwei verschmolzenen Gesellschaften konsolidierten Werte - soweit möglich und sinnvoll - dargestellt. Die konsolidierten Werte sind durch die Spaltenbezeichnung "2011 angepasst" kenntlich gemacht. Im Fließtext werden die Zahlen des Geschäftsjahres 2012 grundsätzlich mit den angepassten Vorjahreswerten verglichen.

In Folge dieser Verschmelzung war das Jahr 2012 überwiegend geprägt von der Zusammenführung der beiden genannten Unternehmen. Im Januar 2012 wurden allen Beratern der beiden Vorgängerinstitute neue Handelsvertreterverträge für die FiNUM.Private Finance AG, Berlin, angeboten. Für die Berater der ehemaligen FiNUM.FINANZHAUS GmbH, Köln, wurden die Verträge mit aufschiebender Wirksamkeit für das nicht KWG-relevante Geschäft geschlossen, da der Haftungsdachwechsel für diese Berater erst unterjährig per 01.06.2012 vom Haftungsdach Jung, DMS & Cie. GmbH, Wien, zum Haftungsdach FiNUM.Private Finance AG, Berlin, erfolgte.

Parallel zu den formalen Rahmenbedingungen für das Zusammengehen und der Verschmelzung beider Häuser, wurde in 2012 an der technischen, personellen und emotionalen Migration intensiv gearbeitet. Insbesondere im Bereich der IT- und Systemwelten waren umfangreiche Anpassungen und Änderungen erforderlich. Ende September wurde u.a. eine neue Abwicklungsplattform (Efi 2.0) für das Versicherungs- und Vorsorgegeschäft, entwickelt von der Aragon IT Service GmbH, Troisdorf, einer Tochtergesellschaft der Aragon AG, Wiesbaden, eingeführt. Damit wurden die bisherigen Abwicklungssysteme, EFi 1.0 für die ehemalige FiNUM.FINANZHAUS GmbH, Köln, sowie die pma Finanz- und Versicherungsmakler GmbH, Münster, für die FiNUM.Private Finance AG, Berlin, vormals SRQ FinanzPartner AG, Berlin, auf eine einheitliche Abwicklungs- und Dokumentenverwaltungssystematik zusammengeführt.

Damit wurden die grundlegenden Änderungen an der IT- und Abwicklungsinfrastruktur, bis auf die erforderlichen Nacharbeiten und Weiterentwicklungen, abgeschlossen. Insgesamt hat die FiNUM.Private Finance AG mit ihrer individuell auf die Bedürfnisse der Berater und des Unternehmens zugeschnittenen Kundenmanagement-Lösung (CRM), den darauf basierenden Beratungs-Tools und Schnittstellen zu den wesentlichen Geschäftspartnern sowie EFi 2.0 eine leistungsstarke IT-Systemlandschaft im Einsatz, die eine effiziente Beratung, Abwicklung der Geschäftsvorfälle sowie eine entsprechende Skalierbarkeit ermöglicht.

Eine Migration von zwei Unternehmen bindet naturgemäß viele Ressourcen und tangiert auch das operative Tagesgeschäft. So war auch die geschäftliche Entwicklung in 2012 neben den Einflüssen der Börsen und der Märkte tangiert vom Zusammengehen der beiden Häuser. Durch den in Teilen unterschiedlichen Detaillierungsgrad bei der Verbuchung der Geschäftsvorfälle in beiden Vorgängerinstituten sind die aggregierten Zahlen aus 2011 in Bezug auf die Vergleichbarkeit mit den Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2012 mit einer gewissen Unschärfe zu interpretieren.

Grundsätzlich musste im Geschäftsjahr 2012 insbesondere bei den Erlösen aus den Segmenten mit einem überwiegenden Anteil aus Neugeschäft signifikante Rückgänge verzeichnet werden. So lagen die Provisionserlöse aus dem Wertpapiergeschäft mit 2.579 T€ um 33,79 Prozent unter dem Niveau zum Jahresultimo 2011. Auch im Segment der Erlöse aus dem Versicherungsgeschäft musste ein Rückgang um 19,83 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 3.662 T€ verzeichnet werden. Am deutlichsten war der Rückgang der Erlöse im Bereich der Beteiligungen, die im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 37,43 Prozent auf 1.045 T€ zurückgingen. Dagegen konnten in den Segmenten mit überwiegend stetigen bzw. wiederkehrenden Erträgen die Erlöse aus dem Dienstleistungsgeschäft insbesondere Honorare mit 1.961 T€ um 15,49 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert gesteigert werden. Deutlich positiv entwickelten sich die Bestandsprovisionen, welche im Vergleich zum Vorjahr um 10,66 Prozent auf 2.544 T€ zulegten. Dies ist allerdings zum Teil auch auf die positive Performance an den Börsen zurückzuführen.

Das Anlegerverhalten war 2012 geprägt von Verunsicherung und einem gewissen Grad an Ratlosigkeit, da durch die Niedrigzinspolitik der Notenbanken die vermeintlich sicheren „Fluchthäfen“ wie Tages- oder Festgeld in Bezug auf die erzielbaren Renditen unattraktiv geworden sind. Dennoch nahmen viele Anleger inflationsbedingt lieber einen Vermögensverlust in Kauf, als in alternative, risikoreichere Anlageformen zu investieren. Im Wertpapiergeschäft konnte aufgrund der im Jahresverlauf positiven Börsen- und Kursentwicklung grundsätzlich wieder ein ansteigendes Interesse festgestellt werden. Der DAX konnte im Jahresverlauf 2012 einen Zuwachs von 29,06 Prozent erzielen. Außer bei den Bestandsprovisionen konnte die konsolidierte FiNUM.Private Finance AG jedoch nicht von dieser Entwicklung profitieren.

Im Bereich der Versicherungen und Vorsorge mussten am Markt Rückgänge im Neugeschäft zwischen 20 bis 25 Prozent verzeichnet werden. Für diese marktinduzierten Entwicklungen gab es verschiedene Faktoren. Zum einen wirkte sich die Deckelung der Provisionen im Bereich der Krankenversicherung auf maximal 9 Monatsbeiträge auf das Ertragspotential insgesamt aus. Im Bereich der Lebensversicherungen hatten der massive Rückgang der Garantieverzinsung und die nachhaltige Diskussion über die wirtschaftliche Stabilität vieler Versicherer, deutlichen Einfluss auf das Neugeschäftspotential. Und auch die Hoffnung der Vertriebe, durch die Einführung der Unisex-Tarife ein starkes Jahresendgeschäft erzielen zu können, erfüllte sich in der Breite nicht.

Im Bereich der Sachwertanlagen hier insbesondere im Bereich der unternehmerischen Beteiligungen wirkten sich die durch die Finanzkrise verursachten Belastungen und negativen Effekte auf das Geschäftsaufkommen aus. Das Management zahlreicher Beteiligungsgesellschaften mussten ihre Anteilseigner mit negativen Entwicklungen, Sanierungskonzepten und Abwicklungsszenarien konfrontieren. Zudem belastete die teilweise undifferenzierte negative mediale Berichterstattung die Einstellung vieler Anleger gegenüber der Assetklasse einer unternehmerischen Beteiligung. Erschwerend kommt hinzu, dass zahlreiche Anwälte ein für sich lukratives Geschäftsmodell dahingehend entdeckt zu haben glauben, indem sie Anleger mit nicht belegbaren Erfolgsversprechen in juristische Auseinandersetzungen lenken. Dieser Trend wird sich aufgrund der anhaltenden Schwierigkeiten in dem Segment insgesamt auch zukünftig nicht abschwächen.

Wie bereits schon im Vorjahr führten die Verunsicherung und die Probleme in den klassischen Assetklassen dazu, dass sich viele Anleger mit alternativen Investmentformen beschäftigten. So blieb die Immobilie – ob als Kapitalanlage oder zur Eigennutzung – hoch im Kurs. Zusammen mit Erhaltungs- oder Erweiterungsinvestitionen konnten sich die Erlöse aus dem Segment der Finanzierungen positiv entwickeln. Als Fluchtburg vor einer möglichen hohen Inflation oder dem Niedergang des Euros wurden weiterhin – wenn auch nicht mehr in dem Umfang wie in 2011 - Edelmetalle und hier vor allem Gold und Silber genutzt. Darüber hinaus hatten spezielle Nischenprodukte wie Wechselkoffer im Bereich Straßenfracht oder Container, Resonanz bei unseren Anlegern.

Die zunehmende Regulierung und die Intention der Politik, die Verursacher im Finanzsektor an den Folgen der Finanzkrise zu beteiligen bzw. künftige Fehlentwicklungen zu vermeiden, führte auch in Deutschland verstärkt zu einer Diskussion über mögliche Vergütungsmodelle im Vertrieb. Anders als in England, welches nur noch Beratung gegen Honorar zulässt, wird in Deutschland über eine Trennung zwischen reiner Honorar- und Provisionsberatung diskutiert. Im Bereich der Provisionserträge, haben sich die Erträge aus Honorarberatung auch in diesem Jahr als einer der Stabilisatoren erwiesen. Der Anteil hiervon an den Gesamterträgen lag 2012 bei 14,70 Prozent. Ein weiterer Stabilisator unserer Ertragsstruktur waren die Bestandsprovisionen, welche bei einem Anteil von 19,07 Prozent an den Gesamterträgen lagen. Zusammen mit sonstigen stetigen Erträgen lag der Anteil an den Gesamterträgen bei knapp 40 Prozent. Ziel ist, diese Entwicklung in den kommenden Jahren weiter auszubauen.

Ende 2012 waren 132 Finanzplaner in der Kundenberatung tätig. Damit mussten wir im Jahresverlauf einen Rückgang um netto 46 Berater verzeichnen. Neben einer aktiven Steuerung durch die Regionalverantwortlichen und die Geschäftsleitung, waren primär eigenmotivierte Veränderungen hierfür ursächlich.

Im Rahmen der Entscheidung über den Zusammenschluss der beiden Vorgängerinstitute wurde eine gemeinsame Planung für 2012 erstellt. Dadurch dass die finalen Abschlusszahlen der FiNUM.FINANZHAUS GmbH, Köln, erst im April 2012 zur Verfügung gestellt werden konnten und diese teilweise gravierende Änderungen zu den getroffenen Planannahmen aufwiesen, wurde die Ursprungsplanung mehrfach revidiert.

Für die sehr unbefriedigende Ergebnisentwicklung in 2012 waren im Wesentlichen folgende Faktoren verantwortlich:

Ertragsentwicklung

Wie bereits dargestellt, war die Ertragsentwicklung in den wesentlichen Kerngeschäftsfeldern teilweise deutlich gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Bei der Analyse dieser Entwicklung ist jedoch eine differenzierte Betrachtung auf Ebene der beiden Vorgängerinstitute, die SRQ FinanzPartner AG, Berlin, (ex SRQ) und die FiNUM.FINANZHAUS GmbH, Köln, (ex FiFH) erforderlich. Während ex SRQ bei den operativen Provisionserträgen nahezu den Vorjahreswert von 8.548 T€ erreichen konnte, lag ex FiFH bei nur knapp über der Hälfte der operativen Erträge aus 2011, die bei 7.087 T€ lagen. Ursächlich hierfür war eine deutlich reduzierte Berateranzahl bei der ex FiFH, aber vor allem eine signifikant gesunkene Produktivität in den Segmenten Investment/Wertpapiere und Versicherungen/Vorsorge bei den Beratern der ex FiFH. Neben den bereits beschriebenen marktinduzierten negativen Einflussfaktoren, waren migrationsbedingte (technisch, operativ, emotional) Gründe hierfür maßgeblich verantwortlich. Zudem hat die ex FiFH ihre Erträge im Wesentlichen aus Neugeschäft realisiert d.h. ein stabilisierender Ertragsfaktor aus Honoraren und Bestandsprovisionen fehlte hier. Somit schlug sich die nachlassende operative Vertriebsleistung signifikant in der Gesamtertragsentwicklung nieder.

Kostenentwicklung

Bei einem Zusammenschluss von zwei Unternehmen entstehen in der Phase der Migration sogenannte Migrationsaufwendungen. Diese sind einerseits operativ z.B. durch die Umstellung auf das neue Corporate Identity (CI) und andererseits vor allem durch Aufwendungen für die technische, operative und personelle Migration bedingt. Darüberhinaus gibt es aus der Zusammenlegung von zwei Unternehmen Restrukturierungskosten u.a. aus der Standortzusammenlegung vom Standort Köln nach Berlin, personell bedingte Kosten, Abschreibungen etc., welche in der Regel durch Restrukturierungsrückstellungen ergebnisneutral gestellt werden. Im Rahmen einer Migration von zwei Unternehmen gelingt es selten, die entsprechenden Rückstellungen punktgenau abzuschätzen, daher musste im Verlauf des Jahres 2012 konstatiert werden, dass zum einen die bei ex FiFH gebildeten Restrukturierungsrückstellungen in erheblichem Umfang nicht ausreichen werden. Ferner mussten im Jahresverlauf und im Jahresabschluss zahlreiche Sondereffekte und Belastungen, resultierend überwiegend aus der ex FiFH, verarbeitet werden. Auch aus der Verschmelzung heraus resultierten nicht unerhebliche Belastungen für das Geschäftsjahr 2012 und die Folgejahre. Durch den erheblichen nicht durch Eigenkapital gedeckten Jahresfehlbetrag der ex FiFH, wurde um eine Verschmelzung formal durchführen zu können, der Kundenstamm der ex FiFH aktiviert und wird als immaterieller Vermögenswert in der Bilanz abgebildet. In Folge dieser Aktivierung sind operativ jährliche Abschreibungen auf den Kundenstamm erforderlich. In Summe führten die Effekte sowohl bei der Ertrags- als auch bei der Kostenentwicklung zu dem vorliegenden Jahresfehlbetrag.

1.1.3 Gesamterträge

Im Geschäftsjahr 2012 wurden Gesamterträge i.H.v. EUR 13,34 Mio. (Vorjahr: EUR 15,86 Mio.) erwirtschaftet. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

  2012
TEUR
2011
TEUR
Veränderung
TEUR
Veränderung
in %
Zinserträge 10 13 -3 -23,08
Provisionserträge 12.742 15.635 -2.904 -18,50
Sonstige betriebliche Erträge 588 214 384 174,77
Summe 13.340 15.862 -2.523 -15,90

Die wesentliche Ergebniskomponente unseres Geschäftserfolgs sind die erzielten Provisionserträge aus der Vermittlung von Finanzinstrumenten an unsere Kunden. Die Vermittlungstätigkeit stellt den einzigen Geschäftsbereich des Unternehmens dar, in dem wir unsere Kernkompetenz konzentrieren. In diesem Rahmen werden auch Beratungsleistungen erbracht.

Die erzielten Provisionserträge setzen sich wie folgt zusammen:

  2012
TEUR
2011
TEUR
Veränderung
in %
Bestandsprovisionen 2.544 2.299 10,66
Provisionen für die Vermittlung von Wertpapieren 2.579 3.895 -33,79
Provisionen für die Vermittlung von Versicherungen 3.662 4.568 -19,83
Provisionen für die Vermittlung von Beteiligungen 1.045 1.670 -37,43
Provisionen für Dienstleistungen u.a. Honorare 1.961 1.698 15,49
Sonstige Provisionserträge 952 1.505 -36,74
Summe 12.743 15.635 -18,50

1.1.4 Kostenentwicklung

Im Geschäftsjahr 2012 sind Gesamtkosten i.H.v. EUR 15,97 Mio. (Vorjahr: EUR 18,33 Mio.) entstanden. Die Provisionsaufwendungen korrelieren mit der Entwicklung der Provisionserträge.

  2012
TEUR
2011
TEUR
Veränderung
TEUR
Veränderung
in %
Zinsaufwendungen 187 143 44 30,77
Provisionsaufwendungen 8.714 10.452 -1.738 -16,63
Personalaufwand 1.238 1.198 40 3,34
Verwaltungsaufwendungen 4.290 4.493 -203 -4,52
Abschreibungen 191 43 148 344,19
Sonstige Aufwendungen 877 2.005 -1.128 -56,26
Wertberichtigungen 479 0 479 100,00
Steuern 0 0 0 0,00
Summe 15.976 18.334 -2.358 -12,86

1.1.5 Ergebnisentwicklung

Insgesamt ergibt sich für das Geschäftsjahr 2012 ein Jahresfehlbetrag i.H.v. TEUR 2.635 (Vorjahr: TEUR 2.472).

Einen wesentlichen Beitrag leisteten hier die bereits beschriebenen Altlasten der ehemaligen FiNUM.FINANZHAUS GmbH sowie die Sonderbelastungen aus der Migration und Verschmelzung. Ferner schlug sich der Rückgang der Produktivität und damit ein deutlich reduziertes Provisionsaufkommen in der Ergebnisentwicklung nieder.

1.2 Lage zum Bilanzstichtag

1.2.1 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2012 ergab sich ein Jahresfehlbetrag i.H.v. TEUR 2.635.

Im Verhältnis zu den erzielten Provisionserträgen ergibt sich im Geschäftsjahr eine Personalaufwandsquote i.H.v. 9,72 Prozent (Vorjahr 7,66 Prozent). Bezogen auf die Gesamterträge, liegt die Quote bei 9,28 Prozent (Vorjahr 7,55 Prozent).

1.2.2 Vermögensstruktur

Die Vermögensstruktur der FiNUM.Private Finance AG, Berlin, stellt sich wie folgt dar:

  2012
TEUR
in % vom Gesamtvermögen 2011
TEUR
in % vom Gesamtvermögen
Vermögen gesamt 6.101   6.315  
davon nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0 0,00 1.573 24,91
davon Umlaufvermögen 3.965 64,99 4.515 71,50
davon Anlagevermögen 2.136 35,01 227 3,59

Die Erhöhung des Anlagevermögens ist zum größten Teil auf die Aktivierung des Kundenstammes der ehemaligen FiNUM.FINANZHAUS GmbH, Köln, als immaterieller Vermögenswert zurückzuführen.

1.2.3 Kapitalstruktur

Die Kapitalstruktur der FiNUM.Private Finance AG, Berlin, hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verändert. Das Eigenkapital wurde durch die Zuführung in die Kapitalrücklage in 2012 deutlich erhöht, so dass trotz des Jahresfehlbetrages die Eigenkapitalquote bei rund 45 Prozent des Gesamtkapitals liegt.

  2012
TEUR
Quote in % vom Gesamtkapital 2011
TEUR
Quote in % vom Gesamtkapital
Gesamtkapital 6.101   6.315  
davon Eigenkapital 2.761 45,26 0 0,00
davon Fremdkapital 3.140 54,74 6.315 100,00

1.2.4 Liquiditätslage

Die verfügbaren liquiden Mittel betrugen zum 31.12.2012 TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 85). Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über einen Kontokorrentrahmen bei der UniCredit Bank AG, München, i.H.v. TEUR 500. Die Liquiditätssituation der Gesellschaft wurde in 2012 vor allem durch liquiditätswirksame Sondereffekte im Rahmen der Migration spürbar belastet. Zudem führte ein reduziertes Geschäftsaufkommen zu geringeren Zahlungseingängen bei der Gesellschaft. Zur Abdeckung des erforderlichen Liquiditätsbedarfs stellte der Gesellschafter entsprechende Mittel zur Verfügung.

Die Provisionsansprüche der Finanzpartner an die FiNUM.Private Finance AG, Berlin, sind nach den vertraglichen Vereinbarungen erst an die Berater auszuzahlen, wenn die entsprechenden Provisionserträge (Forderungen an Kreditinstitute und Kunden) bei uns eingegangen sind.

1.2.5 Mitarbeiter

Zum Ende des Geschäftsjahres 2012 sind bundesweit insgesamt 132 (Vorjahr: 178) Finanzpartner als gebundene Vermittler für die FiNUM.Private Finance AG (vormals: SRQ FinanzPartner AG), Berlin, tätig. Diese Entwicklung liegt infolge der Auswirkungen der Finanzkrise unter unseren Erwartungen.

In der Zentrale in Berlin sind zum Bilanzstichtag 21 fest angestellte Mitarbeiter (2 Vorstände, 19 Mitarbeiter, davon 4 Aushilfen) beschäftigt.

2. Prognosebericht

2.1 Voraussichtliche Entwicklung der Ertragslage

2013 rechnen wir mit einem unverändert herausfordernden Marktumfeld. Das Verhalten vieler Anleger wird dabei weiter von Verunsicherung hinsichtlich der Anlagemöglichkeiten geprägt sein. Durch die Niedrigzinspolitik der Notenbanken, die in 2013 weiter anhalten wird, bleiben die vermeintlich sicheren Anlageformen wie Tages- oder Festgeld unter Renditeaspekten unattraktiv. Da unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Inflationsrate ein realer Vermögensverlust droht, werden sich die Anleger zunehmend für alternative Anlageformen wieder verstärkt öffnen. Insbesondere die positive Performance der Aktien in 2012, aber auch die Renaissance des sogenannten Betongoldes Immobilen, werden die Geschäftstätigkeit in 2013 beleben.

2012 war als Migrationsjahr geprägt von Veränderungen und dem Zusammenschluss der beiden Vorgängerinstitute FiNUM.FINANZHAUS GmbH, Köln und SRQ FinanzPartner AG, Berlin. Nachdem die wesentlichen Arbeiten und Herausforderungen, die eine derartige Migration begleiten, in 2012 abgeschlossen wurden, sollte in 2013 – verbunden mit einem sich leicht aufhellenden Marktumfeld – die Produktivität der Berater in der Breite wieder ansteigen.

Auch gehen wir davon aus, dass wir nach dem Abschluss der Migrationsarbeiten und durch die Auswirkungen der Regulierung per 1. Juli 2013, wieder verstärkt neue Beraterinnen und Berater für unser Haus gewinnen können.

Eine verbesserte Produktivität, die verbreiterte Beraterbasis in Kombination mit umgesetzten Kostensynergien, werden zu einer ansteigenden Ertragsbasis führen und damit die wirtschaftliche Stabilität der Gesellschaft fördern. Für 2013 gehen wir unter Berücksichtigung der prognostizierten Annahmen von einem Erreichen der Gewinnschwelle aus.

2.2 Voraussichtliche Entwicklung der Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft basiert nicht auf Werten (Beteiligungen, Wertpapiere), die von den Folgen der Finanzkrise negativ betroffen sein könnten. Somit sind hieraus keine außerordentlichen Abschreibungen und Wertminderungen zu erwarten. Neu hinzugekommen ist durch die Verschmelzung mit der ehemaligen FiNUM.FINANZHAUS GmbH, Köln, der aktivierte Kundenstamm, welcher über eine Laufzeit von 15 Jahren linear abgeschrieben wird. Aus der jährlich erforderlichen Bewertung der Nachhaltigkeit des Kunden-stammes könnte bei ungünstigem Verlauf eine Wertminderung und damit ein Wertberichtigungsbedarf entstehen, der die Vermögenslage – je nach Umfang – entsprechend beeinflussen kann.

Bei der von uns prognostizierten Ertragslage ist von einer ausgeglichenen Entwicklung der Vermögenslage auszugehen.

2.3 Voraussichtliche Entwicklung der Finanzlage

Die Altlasten der ehemaligen FiNUM.FINANZHAUS GmbH, Köln, sowie die migrationsbedingten Sondereffekte, haben einen wesentlichen Beitrag zu dem deutlichen Verlust im Geschäftsjahr 2012 geleistet. Durch die aufgrund des Jahresfehlbetrages 2011 der ehemaligen FiNUM.FINANZHAUS GmbH, Köln, erforderlich gewordene Aktivierung des Kundenstammes, sowie die bereits angeführten Effekte, haben im Jahresverlauf eine Anpassung der Eigenkapitalposition erforderlich gemacht. Über die Wandlung in 2012 unterjährig gewährter Gesellschafterdarlehen in die Kapitalrücklage wurde die Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft signifikant gestärkt.

Die Liquiditätsausstattung des Unternehmens wurde unterjährig durch eine entsprechende Liquiditätsplanung und -steuerung begleitet und sichergestellt. Neben der Kreditlinie HypoVereinsbank, München, in Höhe von TEUR 500, wurde darüber hinausgehender Liquiditätsbedarf über Gesellschafterdarlehen abgedeckt. Nachdem in 2013 keine Sondereffekte in dem Umfang wie in 2012 auftreten sollten, wird sich die Liquiditätsbasis im Jahresverlauf verbessern. Eine gemeinsam mit dem Gesellschafter abgestimmte Liquiditätsplanung stellt sicher, dass ein weitergehender Liquiditätsbedarf über entsprechende Mittel abgedeckt sein wird.

2.4 Zusammenfassende Prognose

2.4.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Deutschland konnte sich 2012 von den schwerwiegenden Auswirkungen der Euro-Krise und den weltwirtschaftlichen Problemen ein gutes Stück entkoppeln. Obwohl auch Deutschland mit einer rückläufigen Wirtschaftsleistung kämpfen musste und insbesondere im vierten Quartal rezessive Tendenzen zu verzeichnen waren, konnten sich die deutschen Unternehmen im internationalen Vergleich gut behaupten.

Für 2013 liegt die Konsensusmeinung für das Wirtschaftswachstum in Deutschland zwischen 0,5 bis 0,7 Prozent. Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen ist gut, die Arbeitsmarktsituation entwickelt sich weiter positiv, einziges Problemkind bleibt die zurückhaltende Investitionsneigung, welche sich erst gegen Ende des Jahres entspannen dürfte.

Dagegen kommt die übrige Euro-Zone nur langsam aus der Rezession. Insgesamt geht die EU-Kommission von einem rückläufigen Bruttoinlandsprodukt in der Größenordnung von 0,3 Prozent aus. Dabei werden die Sorgenkinder Italien und Spanien mit minus 1,0 Prozent den größten Rückgang zu verzeichnen haben. Aber auch Portugal und Griechenland müssen mit weiteren Einbrüchen rechnen. Frankreich, eines der Schwergewichte neben Deutschland in der Euro-Zone wird voraussichtlich wieder nur eine Nullrunde vermelden können.

Für das globale Wirtschaftswachstum prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) für 2013 eine Steigerungsrate von 0,6 Prozent und für 2014 einen Anstieg auf 1,5 Prozent.

2.4.2 Finanzdienstleistungsbranche

Die Folgen der Finanzkrise haben die Finanzdienstleistungsbranche sowie die politischen Systeme und Staaten auch 2012 massiv tangiert und beschäftigt. Szenarien von Staatsbankrotten, Austritte von Mitgliedsländern aus der Euro-Zone, aber auch immer neue Verfehlungen der Banken die bekannt wurden, wie beispielsweise der Libor-Skandal, haben die Nachrichten bestimmt. Ferner hat die Diskussion um Managergehälter und insbesondere die Bonusvergütungen die negative Stimmungslage gegenüber der gesamten Finanzbranche verstärkt und geprägt.

Auch 2013 werden die Auswirkungen dieser Vertrauenskrise die Märkte und auch das Anlegerverhalten tangieren. Die Niedrigzinspolitik der Notenbanken, welche 2013 unverändert fortgeführt wird und die latent vorhandene Angst vieler Anleger vor einer schleichenden Geldentwertung über die Inflationsrate, machen Anlagealternativen in vermeintlich sichere Angebote wie Tages-, Spar- oder Festgeld weiterhin unattraktiv. Um einen Vermögenserhalt oder einen Vermögenszuwachs zu erzielen, müssen die Anleger bereit sein, ein höheres Risiko in alternativen Asset-Klassen einzugehen. Angesichts der robusten Verfassung der deutschen Wirtschaft und der grundsätzlich positiven Einschätzung bezüglich der konjunkturellen Entwicklung, sehen wir 2013 als ein Jahr mit Chancen für den Anleger insbesondere an den Aktienmärkten.

Auch in 2012 ist die negative Berichterstattung über die Banken nicht abgeflaut. Neu bekannt gewordene Skandale und Exzesse, werden Politik und Behörden dazu anhalten weitere Verschärfungen gegenüber dem Finanzsektor zu initiieren. Bereits in 2012 sind weitergehende Regulierungen in Kraft getreten bzw. auf den Weg gebracht worden. So trat am 1. Juni 2012 die Regulierung von geschlossenen Fonds für KWG-lizensierte Banken und Institute in Kraft. Per 1. Juni 2012 wurde die Mitarbeiteranzeigenverordnung (MaAnzV) eingeführt, welche die Qualifikationsanforderungen an die Berater und die Prüfung derer Zuverlässigkeit reguliert. Mit Wirkung vom 1. November 2012 wurde das Mitarbeiter- und Beschwerderegister eingeführt, an welches alle Kundenbeschwerden von Beratern zu melden sind, um somit die Qualität der Beratung stärker zu monitoren. Schlusspunkt der aktuellen Regulierungsaktivitäten bildet das sogenannte Zuwendungsverzeichnis, in welchem die Verwendung der erhaltenen Provisionen oder sonstige Zuwendungen erstmalig im Januar 2014 für das Geschäftsjahr 2013 erfasst werden müssen.

Grundsätzlich sehen wir diese Entwicklungen positiv, da sie auf qualitative Verbesserungen bei der Erbringung von Finanzdienstleistungsgeschäften abzielen. Jedoch sehen wir dabei den entscheidenden Hebel nicht in der Steigerung der Anzahl der Maßnahmen und Regelungen, sondern vielmehr in der Anwendung der bereits existierenden und sehr umfassenden Vorgaben.

Die unabhängigen – zugelassenen – Finanzdienstleister müssen sich den veränderten Rahmenbedingungen kontinuierlich und flexibel anpassen. Allerdings werden die Handlungsspielräume zunehmend enger. Dabei spielt das aufgrund mangelnden Anlegervertrauens reduzierte Geschäftspotenzial ebenso eine Rolle, wie die Fragestellung, welche Vergütungsstrukturen zukünftig noch zulässig sind. Die Diskussion über die Einführung eines Berufsbildes Honorarberater und eine entsprechende Trennung zwischen honorar- und provisionsbasierter Vergütung, wird derzeit in den politischen Gremien diskutiert und kann je nach Trennschärfe Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle haben. Parallel müssen die Unternehmen mit einer steigenden Kostenquote kämpfen, da die erhöhten aufsichtsrechtlichen und gesetzlichen Anforderungen vielfältige Zusatzinvestitionen u.a. in IT und Risikomanagement erfordern.

Wir sehen uns für die anstehenden Herausforderungen gut positioniert und werden die kontinuierlichen Veränderungsprozesse aktiv begleiten. Die verbreiterte Beraterbasis, optimierte Prozesse, über zehn Jahre Markterfahrung und erfolgreich am Markt, bieten eine sehr gute Grundlage und Ausgangsbasis für ein kontinuierliches Wachstum und eine erfolgreiche Zukunft.

2.4.3 Chancen der künftigen Entwicklung

2013 aber auch die darauffolgenden Jahre werden weiterhin von den Auswirkungen der Krisen der letzten Jahre tangiert werden. Auch wenn die aktuelle Situation einen verhaltenen Optimismus zulässt, können Einzelereignisse wie ein Staatsbankrott, politische Unruhen oder geopolitisch relevante kriegerische Auseinandersetzungen, diesen fragilen Status schnell wieder in eine Abwärtsspirale überführen.

Trotz dieser latenten Risiken sehen wir die FiNUM.Private Finance AG, Berlin, gut positioniert um sich den künftigen Herausforderungen erfolgreich zu stellen.

Da unser Geschäftsmodell auf einem breit diversifizierten Beratungsansatz basiert, ist es uns möglich die Ertragsstruktur auf unterschiedliche Produktsparten zu verteilen. Durch den Zusammenschluss mit der ehemaligen FiNUM.FINANZHAUS GmbH, Köln, konnten wir unseren Ertragsmix im Bereich der Versicherungen und Vorsorge signifikant erhöhen beziehungsweise verbreitern.

Mit unserem unabhängigen und objektiven Beratungsansatz adressieren wir bewusst gehobene Privatkunden, die heute noch in den Banken und Sparkassen meist sehr einseitig betreut werden. Verschiedene Umfragen und Marktforschungsergebnisse ordnen genau dieser Kundengruppe eine hohe Wechselbereitschaft zu. Daher sehen wir hier mittelfristig gute Chancen, einen vernünftigen Anteil aus diesem attraktiven Kundensegment für uns gewinnen zu können. Als FiNUM.Private Finance AG haben wir nach dem erfolgreichen Zusammenschluss der beiden Vorgängerinstitute eine gute Ausgangsposition, um Kunden aber auch Berater von unserem attraktiven Leistungsspektrum zu überzeugen.

Unverändert bleiben konsequentes Kostenmanagement, der weitere Ausbau der Risikosteuerung, professionelle Technik sowie hoch qualifizierte Berater und Mitarbeiter wichtige Bausteine unseres Erfolgs. Der immer härter werdende Wettbewerb um die vermögenden Privatkunden, die zunehmenden aufsichtsrechtlichen Verpflichtungen, die stetig wachsende Produktvielfalt sowie die Komplexität eines ganzheitlichen Beratungsansatzes stellen höchste Anforderungen an Mensch und Technik in Bezug auf eine professionelle Leistungserstellung und -abwicklung.

Mit unserer Kundenbasis von rund 30.000 Kunden und einem betreuten Kundenvermögen von knapp EUR 2 Mrd. und rund 130 Beratern in Deutschland haben wir uns eine gute Ausgangsbasis geschaffen, um im Rahmen der anstehenden strukturellen Veränderungen und der Umverteilung von Marktanteilen eine aktive und bestimmende Rolle zu übernehmen.

Wichtige Wachstumstreiber für unser Geschäftsmodell sind die Gewinnung von neuen erfahrenen Beratern, die Steigerung der Produktivität sowie die Verstetigung der Ertragsstruktur über den Ausbau der Honorar- und Bestandserträge. Der gleiche Stellenwert wie der Personalgewinnung kommt der Bindung und Motivation unserer bestehenden Berater zu. Unser – in Kombination der Bausteine – einzigartiges Geschäftsmodell des modernen Private Banking bietet unseren Beratern neben einem attraktiven Vergütungsmodell, den bestmöglichen Support für ihre tägliche Arbeit, eine State oft the Art Technikausstattung auch eine leistungsbezogene Versorgungszusage. Diese auf eine langfristige Zusammenarbeit ausgerichtete Incentivierung wird die Motivation und Loyalität unserer Berater weiter verstärken.

Höchstmögliche Qualität in der Geschäftsabwicklung sowie die Erschließung neuer Kundensegmente sind weitere wesentliche Bestandteile unserer Geschäftsstrategie. Wir werden weiterhin alle externen und internen Leistungsbestandteile unseres Geschäftsmodells, hinsichtlich Qualität, Wertbeitrag und Wirkungsgrad, überprüfen. Dies ist Basis für die erfolgreiche Weiterentwicklung unseres Unternehmens und für schnelle zielgerichtete Entscheidungen bei möglichen Handlungsfeldern oder sich bietenden Opportunitäten.

In unseren Kernaktivitäten sind wir gut aufgestellt. 2012 mussten wir aufgrund der außerordentlichen Effekte und Belastungen aus dem Zusammenschluss der ehemaligen SRQ FinanzPartner AG, Berlin, und der ehemaligen FiNUM.FINANZHAUS GmbH, Köln, ein wirtschaftlich sehr schlechtes Geschäftsergebnis verzeichnen. Durch die erfolgte Bereinigung und die eingeleiteten Maßnahmen haben wir die Grundlage für eine Rückkehr zur Profitabilität gelegt. Daher sehen wir dem Geschäftsjahr 2013 angesichts des prognostizierten Geschäftsklimas und den Wachstumsopportunitäten – trotz aller latent vorhandenen Risiken positiv entgegen.

2.4.4 Risiken der künftigen Entwicklung

Die spezifischen Unternehmensrisiken müssen differenziert betrachtet werden. Unsere Bilanz enthält durch den im Rahmen der Verschmelzung erworbenen aktivierten Kundenstamm der ehemaligen FiNUM.FINANZHAUS GmbH, Köln, eine Vermögensposition, die infolge einer Wertberichtigung aus der jährlich durchzuführenden Bewertung der Nachhaltigkeit des Kundenstammes negative Auswirkungen haben könnte. Darüber hinaus grenzen unsere effizienten Kostenstrukturen, überschaubare Außenverpflichtungen und eine flexibel anpassbare Geschäfts- und Organisationsstruktur hier potentielle Risiken ein. Eine existentielle Bedrohung für unser Unternehmen könnte dagegen durch einen dramatischen Einbruch der erwarteten Erträge, dem Abgang einer größeren Gruppe von Beratern oder einem nicht durch die Versicherung gedeckten größeren Schadensfall entstehen.

Grundlegende Risiken für die gesamte Finanzdienstleistungsbranche ergeben sich aus der allgemeinen Kapitalmarktentwicklung und den damit verbundenen Auswirkungen auf das Anlegerverhalten der Kunden.

Speziell die Folgen der Finanzmarktkrise und hier vor allem die Stabilität von Staaten und Währungssystemen können zusätzliche und in ihren Auswirkungen nur schwer kalkulierbare Effekte auslösen:

a) Die bereits eingetretenen Folgen der Finanzmarktkrise (schwierigere Kundengewinnung, geringere Geschäftsaufkommen, mangelndes Anlegervertrauen, verstärkter Wettbewerb um Berater und deren Kundenbestände) werden die Ergebnisentwicklung auch im Jahr 2013 negativ beeinflussen. Eine kurzfristige Kompensation über andere Ertragsquellen und/oder Kosteneinsparungen ist nicht möglich. Die geplanten Wachstumszahlen können nicht erreicht werden.

b) Die für 2013 prognostizierte konjunkturelle Entwicklung bleibt deutlich unter den Erwartungen. Ferner führt die steigende Belastung der Bürger und eine steigende Inflation (mehr brutto aber weniger netto) zu einem rückläufigen Konsumverhalten und beeinflusst die Entwicklung der Unternehmensgewinne. Die mangelnde Stabilität des Euros und die damit verbundenen Wechselkursschwankungen können zu einer negativen Rückkopplung bei den exportstarken Unternehmen führen. Dieses Negativszenario hat Auswirkungen auf Aktienkurs- und Marktentwicklungen und hätte damit auch negative Folgen für unser Unternehmen.

c) Die bereits geltenden Regulierungen und Vorschriften haben längst zu einer deutlichen Verringerung der Produktivzeiten der Berater geführt. Weitere Regularien und Vorgaben können bei einer davon ausgelösten Überregulierung zu einer weiteren Kapazitätsbindung führen, was sich negativ auf die Geschäftspotentiale, Motivation der Berater und die Ergebnisentwicklung auswirken könnte.

d) Weitere Konsequenzen werden sich für die Qualität der Beratung, den Umfang der Aufklärung über Finanzinstrumente, die Qualifikation unserer Mitarbeiter, Produkt- und Strategienauswahl, Intensität der Überwachung etc. ergeben. Als bereits konkretisierte Bespiele sind die Regelungen zu Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk), Compliance, Geldwäsche und Internen Kontrollsystem zu nennen. Aus diesen Maßnahmen sind bereits heute Kostensteigerungen entstanden, welche sich mittelfristig noch weiter erhöhen dürften.

e) Die bereits geführten Diskussionen über Art und Form von Vergütungsmodellen im Vertrieb bzw. für den Berater können zu spürbaren Veränderungen führen. Sollte die provisionsbasierte Beratung künftig noch stärker reglementiert werden, hätte dies signifikante Auswirkungen auch für unser Unternehmen. Durch die geplante Splittung der Vergütungsmodelle in eine rein honorarbasierte und eine provisionsbasierte Vergütung, werden die bestehenden Geschäftsmodelle vieler Berater tangiert. Folge könnten - zumindest temporär – Ertragseinbußen sein.

f) Die Finanzkrise hat aufgrund ihrer Auswirkungen auf die Kursentwicklung und Performance von verschiedenen Kapitalanlagen teilweise zu großer Enttäuschung und Unmut auf Seiten der Anleger geführt. Medien, Verbraucherschützer und sogenannte Anlegerschutzanwälte forcieren seit geraumer Zeit die Beschwerde- bzw. Klagebereitschaft. Hinzu kommt, dass die Rechtsprechung teilweise einseitig zu Lasten der Finanzdienstleistungsunternehmen argumentiert. Die geltenden Gesetze und Regularien sind sehr weitreichend und umfassend, allerdings bestehen teilweise noch Interpretationsspielräume, welche im Falle einer rechtlichen Auseinandersetzung ein latentes Risikopotential mit sich bringen. Teilweise werden Rahmenbedingungen rückwirkend – insbesondere bei steuerlichen Komponenten – verändert. Sollten sich diese Entwicklungen verstärkt fortsetzen, dann können Rechts- und Haftungsrisiken entstehen.

g) Schließlich werden sich infolge der Konsolidierung auf dem Finanzsektor das Konkurrenzverhalten der Banken, die gesamte Kapitalmarktstruktur, das Markt- und Geschäftsumfeld und damit die Bedingungen für unser Wachstum ändern. Daraus können sowohl Risiken als auch Chancen für uns erwachsen.

Insgesamt sind infolge der Finanzkrise tiefgreifende Veränderungen auf dem Finanzsektor, härter werdende Bedingungen unseres Marktumfeldes sowie höhere Anforderungen an unsere Geschäftstätigkeit zu erwarten. Mit Auswirkungen auf die künftige Entwicklung unseres Unternehmens muss gerechnet werden.

3. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder der voraussichtlichen Entwicklung der FiNUM.Private Finance AG, Berlin, wesentlich sind, sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

4. Risikobericht

4.1 Risikomanagementziele und -methoden

4.1.1 Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem der FiNUM.Private Finance AG, Berlin, ist ein dreistufiges System, das aus folgenden Komponenten aufgebaut ist:

a) In den Geschäftsprozess integrierte (systemimmanente) Kontrollen

Diese sind überwiegend in elektronischer Form (Pflichteingaben, elektronischer Datenabgleich, automatisierte Fehlermeldungen) installiert. Weiterhin bestehen sie in Form interner Organisationsabläufe, die laufende Kontrollen nach dem Vier-Augen-Prinzip, Abgrenzung von Entscheidungskompetenzen, Zuweisung von Kontrollfunktionen, Schwellenwerte für Meldepflichten etc. beinhalten.

b) Prozessunabhängige und bereichsübergreifende Kontrollen

Diese bestehen sowohl in Form laufender Kontrollen nach dem Vier-Augen-Prinzip durch die verantwortlichen Bereichsleiter als auch in Form von High-Level-Controls durch den Vorstand. Diese schließen die permanente Überwachung der Ertrags- und Liquiditätsentwicklung, Plan-Ist-Vergleiche sowie Berichte an den Aufsichtsrat und dessen Überwachungsfunktion ein.

c) Jährliche Interne Revision durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mit Wirkung zum 1. Januar 2011 wurde die Interne Revision an die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, ausgelagert. Die abgestimmten Revisionshandlungen wurden vom 23.04. bis 11.05.2012 durchgeführt.

4.1.2 Risikomanagementziele

Als Ziele unseres Risikomanagements haben wir definiert:

a) Risikofrüherkennung

Risiken sollen möglichst bereits erkannt werden, bevor sie negative Auswirkungen auf unsere Unternehmensentwicklung haben. Diesem Ziel dienen Frühwarnsysteme, unter die insbesondere die ersten beiden Stufen unseres Risikomanagementsystems fallen.

b) Risikovermeidung

Das Optimum besteht in der Vermeidung von Risiken für die Unternehmensentwicklung. Diesem Ziel dient die Risikofrüherkennung. Risikofaktoren sollen möglichst bereits bei ihrer Entstehung gehemmt, umgangen, gegengesteuert werden, so dass negative Auswirkungen auf die Unternehmensentwicklung von vornherein vermieden werden.

c) Risikosteuerung und -reduzierung

Bereits eingetretene oder nicht vermeidbare Risiken sind so zu reduzieren, dass ihre Auswirkung auf die Unternehmensentwicklung kompensiert werden kann. Risikosteuerung besteht in der Anwendung effektiver Gegenmaßnahmen und strategischer Konsequenzen. Diese müssen rechtzeitig, angemessen und geeignet sein, um negative Folgen abzuwenden.

d) Risikotransfer

Übertragbare Risiken sind durch ausreichende Sicherungsmaßnahmen abzuwälzen. In unserem Fall wird dies über einen angemessenen Versicherungsschutz, Leasing von Anlagegütern, bedingte Zahlungsverpflichtungen sowie Rückstellungsbildung gewährleistet. Sicherungsgeschäfte oder Sicherungsinstrumente sind nicht erforderlich, da keine entsprechenden Risiken eingegangen werden.

4.2 Einzelne Risikobereiche

4.2.1 Ertrags- und Liquiditätsrisiken

Risiken einer nicht erwartungsgemäßen Geschäfts- und Umsatzentwicklung könnten aus den oben dargestellten Risiken der künftigen Entwicklung erwachsen. Diese könnten im Falle unzureichender oder unwirksamer Gegenmaßnahmen zu Ertrags- und Liquiditätsrisiken führen. Aktuell sind diese nicht gegeben. Um ihnen vorzubeugen, bestehen folgende Maßnahmen:

a) Steuerung potentieller Ertragsrisiken

Der Unternehmenssteuerung dient die Aufstellung von Wirtschaftsplänen für Folgezeiträume. Darin werden die Umsatz- und Ertragsentwicklung anhand erwarteter und angestrebter Wachstumsziele geplant und die Kosten budgetiert. Jahrespläne werden auf Monatsplanungen heruntergebrochen.

Den monatlichen sowie kumulierten Planzahlen werden die laut Buchführung und betriebswirtschaftlicher Auswertung erzielten Ist-Werte gegenüber gestellt. Die Erfassung der Geschäftsvorfälle erfolgt bei uns im Hause taggenau, so dass ein äußerst zeitnaher Soll-Ist-Vergleich möglich ist.

Dieser wird monatlich durchgeführt und auf Vorstandsebene ausgewertet. Ursachen für wesentliche Abweichungen werden unverzüglich ermittelt. Gegenmaßnahmen (z.B. Kostenreduzierung) oder strategische Anpassungen (z.B. Verlassen oder Ausweiten von Geschäftsfeldern) könnten im Bedarfsfall sofort beschlossen und eingeleitet werden.

b) Steuerung potentieller Liquiditätsrisiken

Aus dem Ertragsplan wird ein Liquiditätsplan abgeleitet, der die erwarteten Finanzmittelbestände, Zu- und Abgänge ausweist.

Die Entwicklung des Finanzmittelbestandes wird durch täglichen Kontenabruf auf Vorstandsebene überwacht. Der Soll-Ist-Vergleich zum Liquiditätsplan erfolgt ebenfalls monatlich entsprechend der Überwachung der Ertragsentwicklung. Eine drohende Unterdeckung würde rechtzeitig erkannt werden. Gegenmaßnahmen könnten auch hier sofort beschlossen und eingeleitet werden.

Liquiditätsrisiken wird durch Vorhalten ausreichender Liquiditätsreserven, strenge Liquiditätsüberwachung, sparsame Mittelverwendung und Vorhalten nicht in Anspruch genommener Kontokorrentlinien bei der Geschäftsbank vorgebeugt. Hinzu kommen ein effektives Forderungsmanagement sowie von den Provisionseinnahmen abhängige Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Finanzpartnern.

Im Rahmen der neuen Konzernzugehörigkeit zur Aragon AG, Wiesbaden, wird die Liquiditätsentwicklung und -ausstattung mit den Verantwortlichen abgestimmt. Somit ist die ausreichende Liquiditätsausstattung der Gesellschaft gewährleistet.

4.2.2 Änderungs-, Ausfall- und Schwankungsrisiken

Möglichen Preisänderungsrisiken wird durch unser auf einem diversifizierten Beratungsansatz basierenden Geschäftsmodell entgegengewirkt. Auf der breiten Gesamtpalette an Produkten ist es möglich, in unterschiedlichste Produktbereiche auszuweichen. Bei Wegfall oder Einbruch einer Sparte können die dadurch ausfallenden Erträge durch andere Sparten zumindest teilweise kompensiert werden.

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sind in unserem Geschäftsmodell kalkulierbar. Die aufgrund der Provisionsstaffel im Verlauf eines Jahres abnehmende Marge beim Roherlös sowie die saisonal unterschiedlichen Umsätze werden in der Budgetplanung bereits berücksichtigt.

Die FiNUM.Private Finance AG, Berlin, hält keine Finanzinstrumente in ihrem Eigenbestand. Daraus resultierende Risiken betreffen uns daher nicht. Sicherungsinstrumente sind nicht erforderlich.

5. Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand der FiNUM.Private Finance AG, Berlin, hat gem. § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen aufgestellt und folgende Schlusserklärung zur Beurteilung aller berichtspflichtigen Rechtsgeschäfte und Maßnahmen abgegeben:

„Schlusserklärung

Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Andere Maßnahmen im Sinne von § 312 AktG wurden weder getroffen noch unterlassen.“

 

Berlin, 11. April 2013

Claus Quahl, Vorstandsvorsitzender

Jürgen Schneider, Vorstand

Bilanz

Aktiva

  31.12.2012
EUR
31.12.2011 angepasst
EUR
31.12.2011
EUR
1. Barreserve      
a) Kassenbestand 193,98 1.376,95 400,90
3. Forderungen an Kreditinstitut      
a) täglich fällig 45.820,40 83.146,60 459,36
b) andere Forderungen 1.664.252,04 1.063.692,17 1.063.692,17
4. Forderungen an Kunden 1.260.653,87 1.792.723,48 926.585,10
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.500,00 12.500,00  
11. Immaterielle Anlagewerte 2.045.227,61 110.937,61 3.575,67
12. Sachanlagen 78.269,81 103.480,01 64.231,01
14. Sonstige Vermögensgegenstände 929.289,87 1.222.426,23 535.509,89
15. Rechnungsabgrenzungsposten 64.283,07 351.557,20 63.214,37
18. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   1.573.186,15  
Summe der Aktiva 6.100.490,65 6.315.026,40 2.657.668,47

Passiva

     
  31.12.2012
EUR
31.12.2011 angepasst
EUR
31.12.2011
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten      
a) täglich fällig 202.948,11 87.380,08 87.380,08
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   67.009,38 32.671,86
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.172.099,35 4.068.248,53 676.064,79
6. Rechnungsabgrezungsposten 1.100,00 3.374,99 3.374,99
7. Rückstellungen      
a) andere Rückstellungen 1.963.542,85 2.089.013,42 1.373.296,59
12. Eigenkapital      
a) Gezeichnetes Kapital 66.590,00 166.590,00 66.590,00
b) Kapitalrücklage 5.767.376,12 856.085,01 856.085,01
c) Bilanzverlust -3.073.165,78 -2.595.861,16 -437.794,85
d) Nicht gedeckter Fehlbetrag   1.573.186,15  
Summe der Passiva 6.100.490,65 6.315.026,40 2.657.668,47

Gewinn- und Verlustrechnung

  31.12.2012
EUR
31.12.2011 angepasst
EUR
31.12.2011
EUR
1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 10.130,89 12.700,88 8.207,43
2. Zinsaufwendungen 186.780,74 142.830,89 9.646,92
5. Provisionserträge 12.741.933,56 15.635.203,57 8.547.972,29
6. Provisionsaufwendungen 8.713.611,91 10.452.093,49 5.723.004,67
8. Sonstige betriebliche Erträge 587.536,08 214.381,71 167.039,48
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen      
a) Personalaufwand      
aa) Löhne und Gehälter 1.087.469,62 1.051.009,73 871.518,96
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen 150.794,83 147.424,48 119.096,09
b) Andere Verwaltungsaufwendungen 4.289.559,36 3.415.222,42 2.314.153,46
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 190.647,70 43.134,94 30.707,31
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 876.902,38 1.139.131,33 61.906,77
13. Abschreibung und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere 479.204,92 0,00 0,00
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -2.635.370,93 -528.561,12 -406.814,98
21. Außerordentliche Aufwendungen   1.942.996,60  
22. Außerordentliches Ergebnis   -1.942.996,60  
24. Sonstige Steuern   423,00  
27. Jahresfehlbetrag -2.635.370,93 -2.471.980,72 -406.814,98
28. Verlustvortrag -437.794,85 -123.880,44 -30.979,87
34. Bilanzverlust -3.073.165,78 -2.595.861,16 -437.794,85

Anhang

A. Angaben zur Form der Darstellung und zur Gliederung

Die FiNUM.Private Finance AG, Berlin, vormals SRQ FinanzPartner AG, ist ein Finanzdienstleistungsinstitut i.S.d. § 1 Abs. 1a KWG und hat gem. § 340 Abs. 4 HGB die Vorschriften zur Rechnungslegung von Kreditinstituten anzuwenden. Unabhängig von Größe und Rechtsform haben Rechnungslegung und Jahresabschluss den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften zu entsprechen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des Aktiengesetzes, des Kreditwesengesetzes und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die Bilanz ist in Kontoform aufgestellt worden. Die in Formblatt 1 der RechKredV bezeichneten Positionen sind gesondert und in der vorgeschriebenen Form ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden, die in Formblatt 3 der RechKredV bezeichneten Posten sind gesondert und in der vorgeschriebenen Reihenfolge ausgewiesen.

Auf der außerordentlichen Hauptversammlung der FiNUM.Private Finance AG, Berlin, welche am 13.1.2012 in den Räumlichkeiten unter notarieller Aufsicht durchgeführt wurde, wurde die Umfirmierung der SRQ FinanzPartner AG, Berlin, in die FiNUM.Private Finance AG, Berlin, beschlossen. Die Eintragung beim Registergericht erfolgte am 30.1.2012.

Die FiNUM.Private Finance AG, Berlin, ist mit Verschmelzungsvertrag vom 9.8.2012 und dem Nachtrag vom 27.8.2012 am 9.8.2012 mit der FINUM.FINANZHAUS GmbH, Köln, mit Wirkung zum 2.1.2012 durch Übertragung ihres Vermögens unter Auflösung ohne Abwicklung als Ganzes verschmolzen. Um die Aussagekraft des Jahresabschlusses zu verbessern, wurde der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung eine dritte Spalte hinzugefügt (Vorjahr angepasst). Eine Erläuterung zu dem Umgang mit den Vorjahreszahlen befindet sich im Lagebericht unter 1.1.2 Unternehmensentwicklung 2. Absatz.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Grundsätze

Bilanzierung und Bewertung erfolgten gem. §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie 340 ff. HGB i.V. m. Abschn. 2 bis 4 RechKredV. Abweichungen von den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften sind nicht vorgekommen. Fremdwährungsposten sind nicht enthalten. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich keine Änderung erfahren.

2. Barreserven und Forderungen

Die Barreserve (Kassenbestand) zum Bilanzstichtag ist mit dem Nominalwert angesetzt.

Forderungen gegenüber Kreditinstituten sind zum Nennbetrag angesetzt. Forderungsverluste sind nicht eingetreten.

Forderungen gegenüber Kunden sind mit ihrem Nennbetrag bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Forderungsverluste sind direkt abgeschrieben worden.

Es wurden Einzelwertberichtigungen für erkennbare Ausfallrisiken vorgenommen.

3. Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (Software und Lizenzen) sowie Sachanlagen wurden gem. § 253 Abs. 1 HGB mit Ihren Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, aktiviert. Die Anschaffungskosten wurden gem. § 255 Abs. 1 HGB ermittelt. Herstellungskosten für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind nicht angefallen.

Planmäßige Abschreibungen erfolgten gem. § 253 Abs. 3 HGB linear und zeitanteilig entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert waren nicht vorzunehmen, da außergewöhnliche Wert-minderungen zum Bilanzstichtag nicht eingetreten sind. Wertaufholungen gem. § 253 Abs. 5 HGB waren nicht vorzunehmen. Steuerrechtliche Abschreibungen wurden nicht vorgenommen.

Die im Geschäftsjahr angeschafften, geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als € 150,00 bis zu € 410,00 wurden gem. § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG unter entsprechender Wahlrechtsausübung im Berichtsjahr direkt abgeschrieben. Von der Bildung eines Sammelpostens gemäß § 6 Abs. 2a EStG wurde im Berichtsjahr kein Gebrauch gemacht.

4. Sonstige Vermögensgegenstände und Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennbetrag angesetzt. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert waren zum Bilanzstichtag nicht erforderlich.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gem. § 250 Abs. 1 i.V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 und 5 HGB entsprechend der Verursachung der Aufwendungen gebildet. Sie enthalten vor dem Bilanz-stichtag getätigte Ausgaben, die erst nach dem Bilanzstichtag als Aufwand zu erfassen sind.

5. Verbindlichkeiten und Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die Verbindlichkeiten sind gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Es existieren keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind. Passive Rechnungsabgrenzungsposten gem. § 250 Abs. 2 i.V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 und 5 HGB entsprechend der Realisierung der Erträge gebildet. Sie enthalten vor dem Bilanzstichtag zugeflossene Einnahmen, die erst nach dem Stichtag als Ertrag zu erfassen sind.

6. Rückstellungen

Rückstellungen wurden gem. § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB gebildet. Der Wertansatz erfolgte gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Auf eine Abzinsung gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB der Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurde wegen Unwesentlichkeit verzichtet. Die Rückstellungen decken alle wesentlichen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten ab.

7. Eigenkapital

Das Eigenkapital wurde zum Nennbetrag bilanziert und setzt sich aus dem gezeichneten Kapital, der Kapitalrücklage und dem Bilanzverlust zusammen. Sonderposten mit Rücklageanteil, Genussrechts-kapital oder Kapital aus Einlagen stiller Gesellschafter sind nicht vorhanden.

8. Latente Steuern

Zum Bilanzstichtag bestehen temporäre Bewertungsdifferenzen zwischen einzelnen Posten in der Handelsbilanz und der Steuerbilanz. Von dem Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zur Aktivierung der aktiven latenten Steuern wurde kein Gebrauch gemacht. Die Bildung passiver latenter Steuern war nicht erforderlich.

C. Erläuterung zur Bilanz

Wesentliche Beträge bestimmter Bilanzposten

Bei den Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von T€ 1.710 (Vj. T€ 1.147) handelt es sich im Wesentlichen um Guthaben auf Tages- und Festgeldkonten in Höhe von T€ 306 (Vj. T€ 291) sowie Provisionsforderungen aus dem Vermittlungsgeschäft in Höhe von T€ 1.404 (Vj. T€ 856). Die Forderungen an Kunden in Höhe von T€ 1.261 (Vj. T€ 1.793) bestehen zum einen aus Provisionsforderungen gegenüber Vertriebspartnern aus dem Vermittlungsgeschäft in Höhe von T€ 552 (Vj. T€ 1.422), aus Honorarforderungen gegenüber Kunden für erbrachte Beratungsleistungen in Höhe von T€ 609 (Vj. T€ 371) sowie aus Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 100 (Vj. T€ 247, ausgewiesen unter den sonstigen Vermögensgegenständen).

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die Beteiligung an der FFCM Verwaltungs GmbH, Wiesbaden. Die FFCM Verwaltungs GmbH ist eine 100 %-ige Tochter der ehemaligen FINUM.FINANZHAUS GmbH mit einem Stammkapital über T€ 25, welches zu 50 % eingezahlt ist. Die ausstehenden 50 % in Höhe von T€ 12,5 sind nicht eingefordert. Die Gesellschaft wurde mit Eintragung ins Handelsregister am 29.10.2012 aufgelöst und befindet sich aktuell in Liquidation.

Aus der Übertragung der FINUM.FINANZHAUS GmbH resultiert ein Kundenstamm (T€ 2.181) mit einem Buchwert zum 31.12.2012 von T€ 2.036 und einer jährlichen Abschreibung in Höhe von T€ 145, der aufgrund seines geschäftswertbildenden Charakters gem. § 7 Abs. 1 Satz 3 EStG über 15 Jahre abgeschrieben wird.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem als Anlage beigefügten Anlagegitter zu entnehmen. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 929,3 (Vj. T€ 1.222) betreffen vorwiegend Vorschusszahlungen und titulierte Rückforderungsansprüche gegenüber ausgeschiedenen Beratern in Höhe von T€ 595 (Vj. T€ 672), sowie Forderungen an Versicherungen aus Stornoreserve in Höhe von T€ 219 (Vj. T€ 52, wobei davon T€ 47 unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen wurden.).

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute in Höhe von T€ 203 (Vj. T€ 154) betreffen eine in Anspruch genommene genehmigte Überziehungslinie auf dem Kontokorrentkonto bei der HypoVereinsbank AG, München.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.172 (Vj. T€ 4.068) betreffen hauptsächlich Provisionsverbindlichkeiten gegenüber Finanzberatern in Höhe von T€ 538 (Vj. T€ 612), Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt in Höhe von T€ 145 (Vj. T€ 113) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 346 (Vj. T€ 2.684).

Eine Übersicht über die Entwicklung der Rückstellungen in der FiNUM.Private Finance AG liegt dem Anhang als Anlage bei.

Unterjährig wurden Einstellungen in die Kapitalrücklage aus den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.370 mit Beschluss vom 29.8.2012 sowie von T€ 3.418 mit Beschluss vom 5.12.2012 vorgenommen. Es handelt sich um die Umwandlung von Gesellschafterdarlehen in Kapitalrücklage.

Die Fristengliederung bestimmter Bilanzposten nach Restlaufzeiten gemäß § 9 RechKredV ist in einer Übersicht dem Anhang als Anlage beigefügt.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Wesentliche Beträge bestimmter Gewinn- und Verlustposten

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren entsprechend Formblatt 3 der RechKredV erstellt.

Die Provisionserträge in Höhe von T€ 12.742 (Vj. T€ 15.653) und Provisionsaufwendungen in Höhe von T€ 8.714 (Vj. T€ 10.452) ergeben sich aus dem Vermittlungsgeschäft von Finanzanlagen. Hieraus ergibt sich ein Provisionsüberschuss in Höhe von T€ 4.028 (Vj. T€ 5.183). Da es sich hierbei fast ausschließlich um Provisionen aus inländischen Geschäften handelt, ist eine Aufteilung nach geografischen Märkten nicht erforderlich.

Die Personalaufwendungen in Höhe von T€ 1.238 sind im Vergleich zum Vorjahr (T€ 1.198) leicht aufgrund von Tantiemezahlungen sowie Abfindungen um T€ 40 gestiegen. Hierin enthalten sind Aufwendungen für soziale Abgaben Höhe von T€ 151 (Vj. T€ 147).

Das weiterhin hohe Niveau der anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von T€ 4.290 (Vj. T€ 4.492) basiert ebenfalls auf der Verschmelzung mit der FINUM.FINANZHAUS GmbH, Köln. Unter anderem sind hierin personalabhängige Sachkosten für Finanzberater in Höhe von T€ 1.039, Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten in Höhe von T€ 229, IT-Aufwendungen in Höhe von T€ 1.759 sowie nicht abzugsfähige Vorsteuern in Höhe von T€ 457 enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von T€ 588 (Vj. T€ 214) sind Marketingzuschüsse in Höhe von T€ 201 (Vj. T€ 46) und periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 198 (Vj. T€ 23) enthalten, die größtenteils aus Provisionsnachzahlungen durch Produktpartner resultieren.

Die Abschreibungen haben sich aufgrund der Übernahme des Kundenstammes der FINUM.FINANZHAUS GmbH auf T€ 191 (Vj T€ 43) erhöht.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 877 (Vj. T€ 2.005) sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 81 (Vj. T€ 22) sowie Abschreibungen sonstiger Vermögensgegenstände unter anderem in Zusammenhang mit der Verschmelzung in Höhe von T€ 694 (Vj. T€ 28).

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere beinhalten Einzelwertberichtigungen für erkennbare Ausfallrisiken bei Provisionserträgen im Versicherungs- und Wertpapierbereich in Höhe von T€ 479 (Vj. T€ 0).

Das Ergebnis wurde im Geschäftsjahr nicht durch Einstellungen in oder Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil oder durch außerordentliche Erträge oder Aufwendungen beeinflusst.

E. Sonstige Angaben

1. Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns

Der Jahresabschluss wurde unter teilweiser Verwendung es Jahresergebnisses aufgestellt.

Der Bilanzverlust zum 31.12.2012 ermittelt sich wie folgt:

Jahresfehlbetrag € 2.635.370,93
Verlustvortrag aus dem Vorjahr € 437.794,85
Bilanzverlust vor Verwendung € 3.073.165,78
Gem. § 170 Abs. 2 AktG legt der Vorstand folgenden Vorschlag für die Verwendung des Bilanzverlustes vor:    
1. Verteilung an die Aktionäre 0,00
2. Einstellung in Gewinnrücklagen 0,00
3. Vortrag des Bilanzverlustes auf neue Rechnung 3.073.165,78

2. Sonstige Pflichtangaben

Zusammensetzung der Organe:

Die Vorstände der Gesellschaft sind:

Claus Quahl, Bankkaufmann, Finowfurt (Vorstandsvorsitzender)

Jürgen Schneider, Bankkaufmann, Berlin (Vorstand)

Wulf Schütz, Kaufmann, Hamburg (vom 27.3.2012 bis 20.7.2012).

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Vorschüsse und Kredite an Vorstandsmitglieder wurden nicht gewährt.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß aus drei Mitgliedern und setzte sich am Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

Dr. Sebastian Grabmaier, Vorstand Aragon AG, Aufsichtsratsvorsitzender

Ralph Konrad, Vorstand Aragon AG, stellvertr. Aufsichtsratsvorsitzender

Michael Vogel, Privatier

Die Bezüge des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr 2012 T€ 5. Vorschüsse und Kredite an Aufsichtsratsmitglieder wurden nicht gewährt.

Insgesamt waren zum Bilanzstichtag 21 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt (2 Vorstände sowie 19 weitere Mitarbeiter, darunter 4 Aushilfen).

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt T€ 67 und ist eingeteilt in 13.318 auf den Namen lautende, vinkulierte, nennbetragslose Stückaktien. Alle Aktien haben gleiche Stimm- und Gewinnbezugsrechte. Genussrechte wurden nicht ausgegeben.

Die außerordentliche Hauptversammlung hat mit notariell beurkundetem Beschluss vom 8.7.2010 den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 31.12.2014 ein- oder mehrmalig um bis zu T€ 33 durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar oder Sacheinlage zu erhöhen (neues genehmigtes Kapital)

Zum 31.12.2012 beläuft sich das genehmigte Kapital auf T€ 33.

Die Gesellschaft hielt im Geschäftsjahr 2012 und zum Bilanzstichtag 31.12.2012 eine 100 %-ige Beteiligung an der FFCM Verwaltungs GmbH, Wiesbaden, mit einem Stammkapital von T€ 25, welches zur Hälfte eingezahlt ist. Die Gesellschaft wurde mit Eintragung ins Handelsregister am 29.10.2012 aufgelöst und befindet sich aktuell in Liquidation.

Die FiNUM.Private Finance AG, Berlin, ist eine 100 %-ige Tochter der FiNUM.Private Finance Holding GmbH, Wiesbaden, die wiederum zu 100 % eine Tochter der Aragon AG, Wiesbaden, ist.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2012 der FiNUM.Private Finance AG, Berlin, wird in den Konzernabschluss der Aragon AG, Wiesbaden, einbezogen, der beim Amtsgericht Wiesbaden unter der Nummer HRB 22030 im elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt wird.

Das Honorar des Abschlussprüfers (Nettobetrag) gemäß § 285 Nr. 17 HGB für das Geschäftsjahr 2012 beträgt insgesamt T€ 22 (Vj. T€ 33) und entfällt auf die Jahresabschlussprüfung.

Vorschüsse und Kredite i.S.d. § 34 Abs. 2 Nr. 2 RechKredV wurden durch die Gesellschaft nicht gewährt.

Haftungsverhältnisse wurden nicht eingegangen. Es wurden keine Dienstleistungen für Dritte für Vermittlung und Verwaltung getätigt. Termingeschäfte sind nicht getätigt worden.

Die Zahlungsverpflichtungen für die Folgejahre aus Miet- und Leasingverpflichtungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 544 (Vj. T€ 571).

Der Abschluss des Geschäftsjahres wird beim elektronischen Bundesanzeiger in Bonn hinterlegt.

Der Vorjahresabschluss der FiNUM.Private Finance AG, Berlin, wurde am 28.12.2012 zur Veröffentlichung gemäß § 325 HGB beim elektronischen Bundesanzeiger fristgemäß eingereicht.

 

Berlin, 11. April 2013

FiNUM.Private Finance AG

Claus Quahl, Vorstandsvorsitzender

Jürgen Schneider, Vorstand

Anlagespiegel

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  Stand 01.01.2012
EUR
Stand 01.01.2012 angepasst
EUR
Zugänge 2012
EUR
Abgänge 2012
EUR
Stand 31.12.2012
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Software 128.243,13 140.048,13 0,00 0,00 140.048,13
2. Lizenzen aus gewerblichen Nutzungsrechten 19.451,08 19.451,08 6.613,20 0,00 26.064,28
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 100.803,94 0,00 100.803,94 0,00
4. Kundenstamm 0,00 0,00 2.181.122,74 0,00 2.181.122,74
  147.694,21 260.303,15 2.187.735,94 100.803,94 2.347.235,15
II. Sachanlagen          
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 76.722,27 78.647,77 36.887,80 1.229,27 114.306,30
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 111.066,64 116.376,77 3.487,81 0,00 119.864,58
3. PKW 0,00 41.664,71 0,00 41.664,71 0,00
  187.788,91 236.689,25 40.375,61 42.893,98 234.170,88
III. Anteile an verbundenen Unternehmen          
1. Beteiligungen 0,00 12.500,00 0,00 0,00 12.500,00
  335.483,12 509.492,40 2.228.111,55 143.697,92 2.593.906,03
  Kumulierte Abschreibungen
  Stand 01.01.2012
EUR
Stand 01.01.2012 angepasst
EUR
Zugänge 2012
EUR
Abgänge 2012
EUR
Stand 31.12.2012
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Software 125.575,13 130.822,13 6.085,00 0,00 136.907,13
2. Lizenzen aus gewerblichen Nutzungsrechten 18.543,41 18.543,41 1.150,00 0,00 19.693,41
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Kundenstamm 0,00 0,00 145.407,00 0,00 145.407,00
  144.118,54 149.365,54 152.642,00 0,00 302.007,54
II. Sachanlagen          
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 57.711,26 58.192,76 18.979,00 845,27 76.326,49
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 65.846,64 66.912,77 12.661,81 0,00 79.574,58
3. PKW 0,00 8.103,71 6.365,00 14.468,71 0,00
  123.557,90 133.209,24 38.005,81 15.313,98 155.901,07
III. Anteile an verbundenen Unternehmen          
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  267.676,44 282.574,78 190.647,81 15.313,98 457.908,61
  Restbuchwerte  
  Stand 31.12.2012
EUR
Stand 31.12.2011 angepasst
EUR
Stand 31.12.2011
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Software 3.141,00 9.226,00 2.668,00
2. Lizenzen aus gewerblichen Nutzungsrechten 6.370,87 907,67 907,67
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 100.803,94 0,00
4. Kundenstamm 2.035.715,74 0,00 0,00
  2.045.227,61 110.937,61 3.575,67
II. Sachanlagen      
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.979,81 20.455,01 19.011,01
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 40.290,00 49.464,00 45.220,00
3. PKW 0,00 33.561,00 0,00
  78.269,81 103.480,01 64.231,01
III. Anteile an verbundenen Unternehmen      
1. Beteiligungen 12.500,00 12.500,00 0,00
  2.135.997,42 226.917,62 67.806,68

Rückstellungsspiegel

  Stand 01.01.2012 SRQ
EUR
Stand 01.01.2012 angepasst
EUR
Verbrauch 2012
EUR
Auflösung 2012
EUR
Zuführung 2012
EUR
Stand 31.12.2012
EUR
Sonstige Rückstellungen            
Rechtsstreitigkeiten 199.350,00 199.350,00 0,00 0,00 50.000,00 249.350,00
ausstehende Provisionen 2010 20.334,73 20.334,73 0,00 1.795,80 0,00 18.538,93
ausstehende Provisionen 2011 1.025.144,86 1.025.144,86 1.025.144,86 0,00 0,00 0,00
ausstehende Provisionen 2012 0,00 0,00 0,00 0,00 1.370.841,36 1.370.841,36
Jahresabschluss und Prüfung 38.000,00 53.000,00 50.794,20 2.205,80 27.000,00 27.000,00
Sonstige Rückstellungen 90.467,00 791.183,83 419.149,53 86.721,74 12.500,00 297.812,56
  1.373.296,59 2.089.013,42 1.495.088,59 90.723,34 1.460.341,36 1.963.542,85

Fristengliederung

    Restlaufzeit
  Gesamt
EUR
täglich fällig
EUR
bis 3 Monate
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
zwischen 1 -5 Jahren
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
3. Forderungen an Kreditinstitute 1.710.072,44 45.820,40 1.611.742,82 0,00 52.509,22 0,00
4. Forderungen an Kunden 1.260.653,87 0,00 1.229.755,65 30.898,22 0,00 0,00
14. Sonstige Vermögensgegenstände 929.289,87 0,00 56.172,21 353.552,19 519.565,47 0,00
  3.900.016,18 45.820,40 2.897.670,68 384.450,41 572.074,69 0,00
    Restlaufzeit
  Gesamt
EUR
täglich fällig
EUR
bis 3 Monate
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
zwischen 1 -5 Jahren
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 202.948,11 202.947,62 0,49 0,00 0,00 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.172.099,35 0,00 906.130,35 250.000,00 15.969,00 0,00
  1.375.047,46 202.947,62 906.130,84 250.000,00 15.969,00 0,00

Bestätigungsvermerk

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung erteilen wir zu der Buchführung 2012 und dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 sowie dem Lagebericht folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk:

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der FiNUM.Private Finance AG (bis 13. Januar 2012: SRQ FinanzPartner AG), Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Feststellung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Münster, 12. April 2013

A.A.S. Assurance & Advisory Services GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jäger, Wirtschaftsprüfer

Kortbuß, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Jahr 2012 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen, die Geschäftsführung der Gesellschaft laufend überwacht und darüber hinaus bei wichtigen Einzelfragen beratend mitgewirkt. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat in den jeweiligen Sitzungen und anhand regelmäßiger mündlicher und schriftlicher Berichte über die Lage der Gesellschaft und den Gang der Geschäfte sowie über bedeutende Geschäftsvorfälle informiert. Der Aufsichtsrat hat diese entgegengenommen und behandelt. Das Aufsichtsratsplenum hielt im vergangenen Geschäftsjahr sechs Präsenzsitzungen ab davon fünf ordentliche und eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung. Daneben hat der Aufsichtsrat einmal im schriftlichen Verfahren Beschlüsse gefasst.

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrates hat sich im Geschäftsjahr 2012 nicht verändert. Zum 31. Dezember 2012 waren Herr Dr. Sebastian Grabmaier (Vorsitzender), Herr Ralph Konrad (stv. Vorsitzender) und Herr Michael Vogel Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft.

Im Geschäftsjahr 2012 hat das Vorstandsmitglied Wulf Schütz die Gesellschaft verlassen. Zum 31.12.2012 war Vorstandsvorsitzender Herr Claus Quahl. Weiteres Mitglied des Vorstands war Herr Jürgen Schneider.

Der Jahresabschluss unter Einschluss der Buchführung und des Lageberichtes wurde durch die zum Abschlussprüfer gewählte A.A.S. Assurance & Advisory Services GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hafenweg 46 – 48, 48155 Münster, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss.

Der vom Vorstand aufgestellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) gemäß § 312 Aktiengesetz für das Geschäftsjahr 2012 wurde zusammen mit dem hierzu vom Abschlussprüfer erstatteten Prüfungsbericht dem Aufsichtsrat vorgelegt.

Der Abschlussprüfer hat den Abhängigkeitsbericht geprüft und den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk gemäß § 313 AktG erteilt:

„Aufgrund des Prüfungsergebnisses haben wir den Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 mit folgendem Bestätigungsvermerk versehen:

Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angabe des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,

3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.“

Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht des Vorstands und den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers seinerseits geprüft. Der Aufsichtsrat gelangte zu der Überzeugung, dass der Prüfungsbericht – wie auch die von dem Abschlussprüfer durchgeführte Prüfung selbst – den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht insbesondere auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft und hat sich dabei auch davon vergewissert, dass der Kreis der verbundenen Unternehmen mit der gebotenen Sorgfalt festgestellt und notwendige Vorkehrungen zur Erfassung der berichtspflichtigen Rechtsgeschäfte und Maßnahmen getroffen wurden. Anhaltspunkte für Beanstandungen des Abhängigkeitsberichts sind bei dieser Prüfung nicht ersichtlich geworden. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands und stimmt dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu.

Allen Mitgliedern des Aufsichtsrates haben der Jahresabschluss, der Lagebericht, der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers sowie der Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2012 (Abhängigkeitsbericht) vorgelegen. Ein Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns war aufgrund des Bilanzverlustes nicht vorzulegen. Die Vertreter des Abschlussprüfers nahmen an der Beratung des Jahresabschlusses und in der Aufsichtsratssitzung am 16.04.2013 teil und erläuterten die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss 2012, den Lagebericht und den Abhängigkeitsbericht seinerseits geprüft. Er schließt sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung an und billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, der damit gemäß §172 Absatz 2 des Aktiengesetzes festgestellt ist.

Der Aufsichtsrat dankt allen Finanzplanern und Mitarbeitern sowie dem Vorstand für ihren Einsatz im Geschäftsjahr 2012.

 

Berlin, den 16. 04.2013

FiNUM.Private Finance AG

Für den Aufsichtsrat

Dr. Sebastian Grabmaier, Vorsitzender des Aufsichtsrats